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Mittelhessen: Nächtlicher Aktionstag nimmt hessenweit Raser ins Visier

21.07.2026 17:11 Uhr Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle

Giessen (ots) - Mittelhessen: Nächtlicher Aktionstag nimmt hessenweit Raser ins Visier

Die hessische Polizei brachte vergangene Woche ihre Geschwindigkeitsmesstechnik im Rahmen eines "Action Day Speed" gegen nächtliche Raser zum Einsatz. In der Nacht vom 16. auf den 17. Juli 2026 fanden landesweit Tempomessungen an insgesamt 65 Kontrollstellen statt - rund 250 Polizistinnen und Polizisten beteiligten sich an dieser Kontrollaktion.

Darunter befanden sich Messstellen, bei denen die Verkehrsteilnehmenden unmittelbar nach der Messung von den Einsatzkräften angehalten und mit ihrem Geschwindigkeitsverstoß konfrontiert wurden. Zudem erfolgte die Geschwindigkeitsüberwachung mithilfe von automatisierten Messanlagen, sodass die betroffenen Fahrzeugführerinnen oder Fahrzeugführer über den festgestellten Geschwindigkeitsverstoß erst im Nachgang auf dem Postweg informiert werden.

Die Polizei registrierte rund 43.000 Fahrzeuge, die durch die Messtechnik fuhren. Knapp 3.000 von ihnen waren zu schnell. Die Kontrollergebnisse zeigen, dass sich die überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmenden an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen hielt. Dennoch gab es auch einzelne Ausreißer, die die vorgeschriebenen Tempolimits deutlich überschritten.

Bei den Kontrollen im Polizeipräsidium Osthessen war ein 20-jähriger Motorradfahrer Spitzenreiter. Der Biker bog in Hünfeld von der Wellastraße in die Hersfelder Straße ab und beschleunigte dabei sein Motorrad auf gemessene 89 km/h, bei erlaubten 50 km/h. Dies hat ein Bußgeld von 260 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie ein Monat Fahrverbot zur Folge.

Im Polizeipräsidium Südosthessen war der Fahrer eines hochmotorisierten Mercedes "Raser des Tages". Dieser wurde auf der Autobahn 661 in Höhe Dreieich-Sprendlingen mit einer Geschwindigkeit von 158 km/h gemessen. Aufgrund des nächtlichen Lärmschutzes gilt hier eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Der Fahrer muss nun mit einem beachtlichen Bußgeld von 700 Euro, zwei Punkten und einem dreimonatigen Fahrverbot rechnen. Weiterhin kontrollierten die Beamtinnen und Beamten in Südosthessen auf der Bundesstraße 448 einen Pkw, der bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h mit einer Geschwindigkeit von 144 km/h geblitzt wurde. Für den Fahrer, der sich noch in der Probezeit befindet, ergeben sich ein Bußgeld in Höhe von 320 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot, zwei Punkte im Fahreignungsregister sowie die Verpflichtung zur Teilnahme an einem Aufbauseminar.

In Mittelhessen kommt auf eine 38-jährige Mazda-Fahrerin nun ein Bußgeld von 320 Euro sowie zwei Punkte in Flensburg zu. Zudem wird sie für einen Monat auf ihren Führerschein verzichten müssen. Sie war nahe Gießen auf der Bundesstraße 457 (in Verlängerung der Licher Straße) bei erlaubten 100 km/h mit 147 km/h unterwegs. Bei Geschwindigkeitsmessungen auf der Autobahn 45 im Bereich einer Baustelle war ein Audi-Fahrer "Spitzenreiter". Bei erlaubten 80 km/h wurde er mit einer Geschwindigkeit von 140 km/h geblitzt. Dem Fahrer drohen 480 Euro Bußgeld, ein monatiges Fahrverbot sowie zwei Punkte.

Die Beanstandungsquote - also das Verhältnis der gemessenen Fahrzeuge zur Anzahl der zu schnell gefahrenen Fahrzeuge - beträgt 7,2 Prozent. Sie liegt damit zur Nachtzeit deutlich über dem Durchschnitt vergleichbarer Kontrollen zur Tageszeit. Offenbar wird die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbeschränkungen während der Nachtzeit nicht immer ernst genommen. Die Polizei nimmt diese Kontrollergebnisse zum Anlass, auch künftig verstärkt Geschwindigkeitskontrollen während der Nachtzeit durchzuführen.

Alisa Jockel

Pressesprecherin

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Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/154582/6318873 OTS: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle
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