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Hannover (ots) -
- Besucherrekord: Rund 9.000 bis 10.000 Zuschauer täglich verfolgen an der
enercity Leinewelle die größte Surfveranstaltung der deutschen Geschichte live
vor Ort.
- Männersieger mit Ausnahme-Wertung: Der 17-jährige Münchner Shootingstar Yves
Viala entscheidet das Herren-Finale auf der allerletzten Welle mit einer 9,6
für sich.
- Lokalmatador im Freudentaumel: Konstantin Leugermann (19) feiert unter
tosendem Jubel den Vizemeistertitel auf seiner Heimatwelle.
- Drama um Titelverteidiger: Vorjahressieger Lennard Weinhold scheidet nach
Verletzungspause denkbar knapp im Halbfinale aus.
- Nervenstarker Hattrick: Valeska Schneider zittert sich durchs Halbfinale und
krönt sich mit spektakulärem Finale zum dritten Mal in Folge zur Deutschen
Meisterin.
- Nachwuchs & Routiniers: Starke Leistungen in den Klassen Juniors und Masters
unterstreichen die enorme Breite des Sports.
Ein Surf-Fest der absoluten Superlative: Auf der enercity Leinewelle feierte die
deutsche Rapid-Surf-Elite am Wochenende im Rahmen der "Die Finals 2026" ihre
offiziellen Deutschen Meisterschaften. Rund 9.000 bis 10.000 begeisterte
Zuschauer säumten an beiden Wettkampftagen täglich die Uferpromenade in der
niedersächsischen Landeshauptstadt und sorgten für einen phänomenalen
Besucherrekord: Noch nie haben so viele Menschen eine Surfveranstaltung in
Deutschland live vor Ort verfolgt. Welchen Stellenwert Rapid Surfing
mittlerweile genießt, unterstrich auch der Oberbürgermeister bei seinem Besuch
der Welle, der begeistert von der "Surfstadt Hannover" sprach. Das sportliche
Niveau stand der Kulisse in nichts nach und lieferte packende
Titelentscheidungen bis zur allerletzten Welle.
Herren: 17-jähriger Shootingstar Yves Viala fliegt im Finale zum Titel
Das Finale der Open Men entwickelte sich zu einem an Dramatik kaum zu
überbietenden Krimi. Nach den ersten Wellen lag Lokalmatador Konstantin
Leugermann (19, Osnabrück / Leinewelle e.V.) vor heimischem Publikum in Führung
und versetzte die Fans in Ekstase. Doch auf der letzten Welle schlug die Stunde
von Yves Viala (17, München): Der Shootingstar, der die spektakulären Air-Tricks
erst seit rund einem Jahr beherrscht, konterte die Konkurrenz mit der absoluten
Event-Höchstwertung von 9,6 Punkten und sicherte sich damit seinen ersten großen
Titel bei den Erwachsenen.
Auf Platz zwei folgte ein überragend surfender Konstantin Leugermann, der sich
den Vizemeistertitel sicherte. Das Final-Ensemble komplettierten Marius Øystein
Gerlach (25, München) auf Rang drei und Joshi Holy (25, München) auf Rang vier.
Bereits in den Halbfinals hatte sich die enorme Leistungsdichte des
Teilnehmerfeldes gezeigt. Für das größte Drama sorgte das Ausscheiden des
Deutschen Meisters von 2025, Lennard Weinhold (25, Köln). Nach einer
langwierigen Verletzungspause ging der Kölner gehandicapt an den Start und
verpasste das Finale extrem knapp um lediglich 0,27 Punkte.
"Es tut unfassbar weh, aber so ist der Sport. Das Feld rückt immer näher
zusammen und das Niveau steigt", zeigte sich der sichtlich mitgenommene
Vorjahressieger nach seiner knappen Niederlage als wahrer Sportsmann.
Frauen: Nervenschlacht im Finale - Valeska Schneider holt den
Meisterschafts-Hattrick
Das Finale der Open Women stand dem Männerspektakel in Sachen Dramatik in nichts
nach. Nach einem extrem engen Halbfinale, in dem Titelverteidigerin Valeska
Schneider (34, München) nach Stürzen mächtig unter Druck geriet und erst mit
ihrer allerletzten Welle haarscharf den Finaleinzug sichern konnte, entwickelte
sich das große Finale zu einem echten Nervenkrimi. Nach den ersten zwei Runs
lagen alle vier Athletinnen gleichauf.
Zunächst übernahm Anika Weizel (34, Osnabrück) mit einem kraftvollen Stil,
präzisen 360s und gestandenen Air Reverses das Kommando und setzte mit einer
7,37 die vorläufige Richtmarke. Doch in der entscheidenden Phase bewies Valeska
Schneider phänomenale Nervenstärke: Sie steigerte sich von Welle zu Welle,
zauberte mit ihrer letzten Welle eine 7,87 - die Höchstwertung des Damen-Finales
- auf das Wasser und sicherte sich strahlend zum dritten Mal in Folge die
Meisterschaftskrone.
"Dieser Titel ist vielleicht der wertvollste für mich, denn es war verdammt
schwer heute. Das Niveau bei den Frauen ist extrem gestiegen und Anika hat uns
im Finale alles abverlangt", freute sich die frischgebackene Dreifach-Meisterin
nach der Siegerehrung.
Den Vizemeistertitel sicherte sich mit einer überragenden Leistung die
Osnabrückerin Anika Weizel. Bronze ging an Ina Schorr (21, München), die im
Halbfinale die Tageshöchstwertung der Damen (8,3) erzielt hatte. Die erst
17-jährige Lea Sasse (München) komplettierte das hochklassige Finale auf Rang
vier.
Juniors & Masters: Nachwuchs-Coup und Vorbilder für die Wellen-Zukunft
Neben den Open Classes unterstrichen auch die Nachwuchs- und Masters-Kategorien
die beeindruckende Breite und Zukunft des Rapid-Surfings in Deutschland:
- Juniors: Bei den Junior Girls setzte sich die erst 12-jährige Mia Wahl aus
München durch und unterstrich die Klasse der Eisbach-Surferinnen. Bei den
Junior Boys sicherte sich das 15-jährige Ausnahmetalent Leander Lu (Berlin)
souverän den Meistertitel. Lu unterstrich seine Extraklasse am Wochenende
eindrucksvoll, indem er auch im Feld der Herren Open antrat und dort erst im
Halbfinale hauchdünn am Einzug ins große Finale vorbeischrammte.
- Masters: Bei den Damen gewann Nadine Ziesing (37, Burscheid) mit einer
hochklassigen und konstanten Performance den begehrten Masters-Titel. In der
Herren-Kategorie krönte sich Alexander Schmidt-Hellwig (45, Kassel) zum
Deutschen Meister. Für den Kasseler ist der Titel mehr als ein sportlicher
Erfolg: Er macht sich stark für das Entstehen neuer Flusswellen-Initiativen -
allen voran den großen Traum einer eigenen stehenden Welle in seiner
Heimatstadt Kassel (Fulle Welle e.V.).
Rapid Surfing auf Boom-Kurs: Urbaner Sport bringt Wellenreiten in die Städte
Das Engagement lokaler Initiativen wie in Kassel ist kein Einzelfall, sondern
Sinnbild einer deutschlandweiten Bewegung. Die Rekordkulisse in Hannover
unterstreicht eindrucksvoll den rasanten Aufstieg des Rapid Surfings: Die
Sportart bringt das Wellenreiten raus aus dem Ozean und mitten ins Zentrum der
Großstädte. Neben den etablierten Hotspots wie Eisbach München, der enercity
Leinewelle in Hannover oder der Fuchslochwelle in Nürnberg gibt es bundesweit
über ein Dutzend Projektinitiativen, um künstliche Wellen oder Flusswellen zu
errichten. Hamburg, Ulm, Gießen, Würzburg, Stuttgart und Kassel sind nur einige
der Regionen, in denen zukunftsweisende Flusswellen-Projekte in Planung und
Umsetzung sind. Sie bringen die Welle direkt vor die Haustür der Athletinnen und
Fans. Das stetig steigende sportliche Niveau und das gewaltige
Zuschauerinteresse bei Events wie den "Die Finals 2026" belegen, dass Rapid
Surfing als Sportart voll auf der Erfolgswelle reitet.
Die Final-Ergebnisse im Überblick:
Open Women:
1. Valeska Schneider (34, München) - Deutsche Meisterin 2026
2. Anika Weizel (34, Osnabrück) - Vizemeisterin
3. Ina Schorr (21, München)
4. Lea Sasse (17, München)
Open Men:
1. Yves Viala (17, München) - Deutscher Meister 2026
2. Konstantin Leugermann (19, Osnabrück / Leinewelle e.V.) - Vizemeister
3. Marius Øystein Gerlach (25, München)
4. Joshi Holy (25, München)
Juniors (U18):
- Juniorin Champion: Mia Wahl (12, München)
- Junior Champion: Leander Lu (15, Berlin)
Masters:
- Master Champion (Damen): Nadine Ziesing (37, Burscheid)
- Master Champion (Herren): Alexander Schmidt-Hellwig (45, Kassel)
Über den Deutschen Wellenreitverband e.V. (DWV):
Der Deutsche Wellenreitverband (DWV) ist die offizielle Dachorganisation für den
Wellenreitsport in Deutschland. Als Mitglied des Deutschen Olympischen
Sportbundes (DOSB) fördert der DWV den Wellenreitsport auf nationaler und
internationaler Ebene und vertritt die Interessen der deutschen Surferinnen und
Surfer. Der Verband engagiert sich für die Ausbildung und Weiterentwicklung von
Athletinnen und Athleten sowie für die Förderung des Nachwuchses.
Pressekontakt:
Michael Zirlewagen, Präsident DWV
E-Mail: mailto:presse@wellenreitverband.de
Telefon: +49 156 78526027
Web: http://www.wellenreitverband.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/183041/6321539
OTS: Der Deutsche Wellenreitverband (DWV)
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