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Mainz (ots) - Abwärme aus Rechenzentrum wird zur nachhaltigen Wärmequelle
Für das neue Rechenzentrum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wird
aktuell ein innovatives Energiekonzept entwickelt, bei dem Abwärme in das
bestehende Nahwärmenetz eingespeist werden soll. Die Sweco GmbH wurde mit den
Leistungsphasen 2 und 3 zur Planung der technischen Anbindung, der
Wärmepumpentechnik sowie der erforderlichen Gebäude- und Elektrotechnik
beauftragt.
Innovatives Wärmepumpenkonzept für Nahwärmenetz der JGU
Angesichts verstärkter Maßnahmen für den Klimaschutz, steigender Energiekosten
und Anforderungen des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) soll die Nutzung der
Abwärme des Rechenzentrums und die Einspeisung in das Nahwärmenetz der
Universität realisiert werden. Das neue Rechenzentrum mit einer Gesamtfläche von
1.870 Quadratmetern wurde im Sommer 2025 eröffnet. Schon beim Bau wurden
Vorkehrungen für eine spätere Abwärmenutzung getroffen, sodass entsprechende
Dachflächen und Anschlussleitungen bereits vorhanden sind.
Sweco plant in den Leistungsphasen 2 und 3 die technische Anbindung des
Rechenzentrums an das Nahwärmenetz. Vorgesehen sind u.a. eine Übergabestation
auf dem Dach des Rechenzentrums, eine rund 380 Meter lange unterirdische
Leitungsführung, der Einsatz von Wärmepumpen zur Nutzung der Abwärme sowie deren
Einspeisung ins Nahwärmenetz. Ergänzt wird das Konzept durch einen Modulbau für
Wärmepumpen, Pufferspeicher sowie die vollständige Elektro- und Leittechnik mit
Anbindung ans vorhandene Netz.
Klimafreundliche Wärmeversorgung auf dem Gutenberg-Campus
"Die Nutzung der Abwärme des neuen Rechenzentrums ist ein wichtiger Schritt hin
zu einer effizienteren, klimafreundlicheren Wärmeversorgung auf dem Campus. Die
Herausforderung besteht darin, die vorhandene Infrastruktur intelligent mit
moderner Wärmepumpentechnik und einer komplexen Leitungsführung zu verbinden,
ohne den laufenden Betrieb der Universität zu beeinträchtigen. Dank der
frühzeitigen Berücksichtigung der Abwärmenutzung und unserer Erfahrungen mit der
Kälteversorgung an der JGU können wir ein robustes, energieeffizientes
Gesamtsystem entwickeln", sagt Janina Hippler-Nettlau, Projektleiterin
Dezentrale Energietechnik bei Sweco
Das Projekt knüpft an frühere Planungsleistungen von Sweco auf dem Campus an,
darunter die neue Kältezentrale für das Fernkältenetz der JGU sowie die derzeit
in Planung befindliche zusätzliche Kältemaschine. Mit dem nun geplanten
Abwärmenutzungskonzept wird die energetische Infrastruktur der Universität
strategisch weiterentwickelt.
Sweco plant und gestaltet die nachhaltigen Städte und Gemeinden der Zukunft. Mit
dem kollektiven Wissen unserer 23.000 Architekt*innen, Ingenieur*innen und
anderer Expert*innen arbeiten wir gemeinsam mit unseren Kunden daran, den grünen
Wandel zu unterstützen, das Potenzial der Digitalisierung bestmöglich zu nutzen
und die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit Europas zu stärken. Sweco
ist der führende europäische Anbieter für Architektur- und
Ingenieurdienstleistungen mit einem Umsatz von rund 2,9 Mrd. EUR in 2025. Das
Unternehmen ist im Nasdaq Stockholm gelistet. https://www.sweco-gmbh.de/?utm_med
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