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Köln (ots) - Fast 60 Feuerwehrleute aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen,
Königswinter und Ratingen sind am Donnerstagmorgen zu einem Waldbrandeinsatz
nach Spanien aufgebrochen. Die spezialisierte Einheit unterstützt dort im Rahmen
des EU-Katastrophenschutzverfahrens die Bekämpfung der schweren Waldbrände. Wo
genau die Einsatzkräfte eingesetzt werden, entscheidet sich erst nach ihrer
Ankunft in Nordspanien.
Die Feuerwehrleute seien für einen zweiwöchigen Einsatz komplett autark
ausgerüstet, sagte David Bormann, Sprecher der Bonner Feuerwehr, im Interview
mit dem WDR. "Wir haben geländegängige Löschfahrzeuge dabei, die auch abseits
der Wege löschen können. Und wir haben natürlich alles dabei, um uns 14 Tage
autark zu versorgen. Wir versorgen uns selbst mit Essen, wir haben Zelte dabei.
Das heißt: Wir brauchen von den spanischen Kolleginnen und Kollegen keine
Unterstützung, sondern können sofort aktiv helfen."
Nach der Alarmierung am Mittwochabend blieb den Einsatzkräften nur wenig Zeit
für die Vorbereitungen. "Gestern Abend kam die Alarmierung und heute Morgen um
acht Uhr ist die Abfahrt. Das Minimum sind sechs Stunden Vorwarnzeit. Jetzt
waren es ein paar Stunden mehr - das kommt uns natürlich zugute."
Das Waldbrandmodul besteht aus Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren aus
Nordrhein-Westfalen, die regelmäßig gemeinsam trainieren. "Wir sind ein Pool von
rund 200 bis 250 Einsatzkräften, die regelmäßig zusammen üben und schon mehrere
Einsätze gemeinsam absolviert haben. Das ist für uns gewohntes Terrain", so
Bormann.
Der Einsatz in Spanien ist bereits der fünfte Auslandseinsatz des
nordrhein-westfälischen Waldbrandmoduls im Rahmen des europäischen
Katastrophenschutzes. Bereits 2022 unterstützte die Einheit die Bekämpfung der
schweren Waldbrände im Raum Bordeaux.
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