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München (ots) - Für viele Unternehmen hat sich die Ausgangslage beim Einsatz von
Künstlicher Intelligenz grundlegend verändert: Während frühe KI-Pioniere noch
hohe Kosten, unausgereifte Technologien und unsichere Erfolgsaussichten in Kauf
nehmen mussten, können Unternehmen heute auf leistungsfähige, marktreife
Lösungen zurückgreifen. Genau darin liegt nach Ansicht der Boston Consulting
Group (BCG) das derzeit entscheidende Zeitfenster für strategische
KI-Investitionen. Der neue Report " The Second Mover Advantage" zeigt: Nicht die
ersten, sondern diejenigen Unternehmen, die KI jetzt konsequent in ihre
Kernprozesse integrieren, haben die besten Chancen, nachhaltige
Wettbewerbsvorteile aufzubauen.
Strategische KI-Nutzung zahlt sich bereits aus
"Die ersten KI-Pioniere haben den Preis dafür bezahlt, eine noch unreife
Technologie zu erproben", erklärt Andrej Levin, Senior Partner und KI-Experte
bei BCG. "Die Technologie ist nun jedoch leistungsfähig, deutlich günstiger und
schneller einsetzbar. Genau deshalb eröffnet sich jetzt ein Zeitfenster, in dem
Unternehmen noch nachhaltige Wettbewerbsvorteile aufbauen können." Dass KI
inzwischen messbare wirtschaftliche Effekte erzielt, zeigt sich bereits in den
Kennzahlen: Unternehmen, die KI strategisch und unternehmensweit integriert
haben, erzielen mehr als viermal so häufig einen signifikanten EBIT-Effekt wie
Unternehmen, die sich noch auf einzelne Pilotprojekte beschränken. Gleichzeitig
erwarten laut einer gemeinsamen Studie von BCG und Statista 86 Prozent der
deutschen Führungskräfte, dass Unternehmen ohne skalierte KI-Nutzung innerhalb
der nächsten drei Jahre strukturell ins Hintertreffen geraten.
Zugleich zeigt die Analyse eine deutliche Lücke zwischen der hohen Überzeugung
vom Nutzen von KI und der tatsächlichen Anwendung in vielen Unternehmen. Doch
nach Einschätzung der Unternehmensberatung befinden sich Organisationen derzeit
in einer Phase, in der Kosten, technologische Reife und wirtschaftlicher Nutzen
erstmals gleichzeitig günstig zusammenkommen: Was vor wenigen Jahren noch bis zu
18 Monate Eigenentwicklung erforderte, lässt sich heute häufig innerhalb von
drei bis sechs Monaten mit deutlich geringeren Kosten umsetzen. Gleichzeitig
werden erste wirtschaftliche Effekte bereits nach kurzer Zeit sichtbar.
Pilotphase verlassen: KI wird zur Chefsache
"KI-Vorreiter mussten hohe Kosten und erhebliche Unsicherheiten in Kauf nehmen,
um eine noch unreife Technologie produktiv zu machen. Heute profitieren
Unternehmen von ausgereiften Lösungen, etablierten Implementierungsansätzen und
den Erfahrungen der Pioniere. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, KI konsequent zu
skalieren", ist Levin überzeugt. Dadurch entwickelt sich KI zunehmend zur
strategischen Führungsaufgabe, wie auch der BCG AI Radar 2026 (https://www.bcg.c
om/publications/2026/as-ai-investments-surge-ceos-take-the-lead) zeigt: Jeder
zweite CEO sieht seine eigene berufliche Zukunft inzwischen vom Erfolg der
KI-Strategie abhängig. Inzwischen treffen entsprechend 72 Prozent der CEOs die
zentralen KI-Entscheidungen selbst - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
Und rund 90 Prozent erwarten bereits 2026 einen messbaren Return on Investment
durch KI-Agenten.
"Statt zahlreiche Einzelanwendungen zu testen, sollten Unternehmen ihre
KI-Investitionen auf die Bereiche mit dem größten wirtschaftlichen Hebel
konzentrieren und dort die Transformation konsequent umsetzen", sagt Levin.
"Entscheidend ist nicht die Zahl der Pilotprojekte, sondern die Integration von
KI in zentrale Geschäftsprozesse." Nicht jede Unternehmensfunktion befindet sich
dabei im gleichen Stadium der KI-Transformation: Während Levin für Bereiche wie
Softwareentwicklung, Forschung und Entwicklung, Marketing sowie Vertrieb einen
unmittelbaren Handlungsbedarf sieht, empfiehlt er Unternehmen, in Bereichen wie
Finance, HR oder Einkauf mit dem Aufbau der notwendigen Daten- und
Prozessgrundlagen zu beginnen und die KI-Einführung strukturiert vorzubereiten.
Über die Analyse
Der Report " The Second Mover Advantage - Why Now is the Time to Invest in AI"
kombiniert Erkenntnisse aus mehreren BCG-Analysen sowie einer gemeinsam mit
Statista Research durchgeführten Befragung von 555 CEOs, C-Level-Führungskräften
und Senior Managern aus zwölf europäischen Ländern, darunter 130 in Deutschland.
Die Befragung wurde zwischen dem 1. April und dem 8. Mai 2026 durchgeführt.
Pressekontakt:
Boston Consulting Group
Felix Kupferer
Media Relations Specialist
T +49 151 67014360
mailto:kupferer.felix@bcg.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/180974/6324178
OTS: The Boston Consulting Group
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