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Grenzach-Wyhlen (ots) - Patient:innen bringen ihre Perspektive heute frühzeitig
und konkret in Forschung, klinische Studien und Versorgung ein. Gleichzeitig
geraten die Rahmenbedingungen unter Druck, die dafür sorgen, dass medizinische
Innovationen die Menschen auch tatsächlich erreichen. Beim 5. Roche "Patient:in
im Fokus Summer Summit" in Grenzach-Wyhlen diskutierten Patient:innen,
Vertreter:innen von Patientenorganisationen, Ärzt:innen sowie Expert:innen aus
Politik, Wissenschaft und Gesundheitswesen unter dem Leitgedanken "Nothing for
patients without patients", wie Patient:innen medizinischen Fortschritt aktiv
mitgestalten können, welche politischen Voraussetzungen dafür notwendig sind und
welchen Beitrag Künstliche Intelligenz künftig leisten kann. Roche sprach sich
dabei für nachhaltige Strukturreformen im Gesundheitswesen aus. Statt
kurzfristiger Sparmaßnahmen brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, die
Innovationen stärken und sicherstellen, dass neue medizinische Fortschritte
Patient:innen in Deutschland auch künftig schnell und umfassend erreichen.
Patientenbeteiligung verändert Entscheidungen
Entscheidend ist nicht nur, dass Patient:innen gehört werden, sondern dass ihre
Perspektive konkret in die Entscheidungsfindung einfließt. In Studien kann das
etwa bedeuten, das Studiendesign patientenzentrierter zu gestalten, Abläufe
alltagstauglicher zu machen oder Belastungen für Teilnehmende früh zu erkennen.
Auch in der Versorgung hilft ihre Erfahrung dabei, Angebote näher an den
tatsächlichen Bedürfnissen der Betroffenen auszurichten. Jan Geißler, Gründer
und CEO des Thinktanks Patvocates , unterstrich:
"Die Einbindung der Stimme von Patient:innen ist längst kein bloßes 'Nice to
have' mehr. Sie wird zunehmend zum festen Bestandteil - von der frühen Forschung
bis zum Einsatz neuer Therapien in der Versorgung."
Doch Mitgestaltung allein reicht nicht. Medizinischer Fortschritt verbessert die
Versorgung nur dann, wenn neue Erkenntnisse und Therapien die Menschen auch
erreichen.
Gesundheitssystem der Zukunft: Strukturreformen statt kurzfristiger
Sparmaßnahmen
Der aktuelle gesundheitspolitische Kurs in Deutschland setzt den Forschungs- und
Innovationsstandort dabei zunehmend unter Druck. Kurzfristige Sparmaßnahmen,
komplexe Verfahren und fehlende Planungssicherheit erschweren Investitionen und
können den Zugang zu möglichen neuen Therapien beeinträchtigen. Dr. Daniel
Steiners, Vorstand der Roche Pharma AG , forderte auf dem Summit ein
grundlegendes Umdenken:
"Wir wollen, dass die Menschen in Deutschland auch künftig schnell und
verlässlich von medizinischem Fortschritt profitieren. Ein zukunftsfähiges
Gesundheitssystem darf medizinische Innovationen nicht als reinen Kostenfaktor
betrachten, sondern muss sie als Teil der Lösung begreifen. Kurzfristige
Sparmaßnahmen verpuffen wirkungslos in ineffizienten Strukturen und gefährden
den Zugang zu den Therapien von morgen. Was wir dringend brauchen, sind echte,
mutige Strukturreformen unter Einbindung der Patient:innenperspektive sowie
verlässliche Rahmenbedingungen, die Deutschland als Forschungsstandort im
globalen Wettbewerb halten. Am Ende entscheidet sich genau daran: Bleiben wir
ein Land, in dem medizinischer Fortschritt früh bei den Menschen ankommt - oder
gewöhnen wir uns daran, dass Innovationen zuerst anderswo stattfinden?"
Klinische Studien: Früher Zugang zu neuen Therapieansätzen
Besonders deutlich zeigt sich der Handlungsbedarf bei klinischen Studien. Für
viele schwer erkrankte Menschen bieten sie eine Chance auf frühen Zugang zu
neuen Therapieansätzen. Gleichzeitig hat Deutschland als Studienstandort an
Boden verloren und liegt im weltweiten Vergleich inzwischen auf Platz fünf
(Quelle vfa (https://www.linkedin.com/pulse/pharmastandort-deutschland-warum-pla
nbarkeit-s8r7e/) ). Komplexe Genehmigungsverfahren und eine schleppende
Digitalisierung bremsen die Durchführung klinischer Studien. Um den Standort zu
stärken, unterstützt Roche die FUNKE-Initiative "Studien wirken"
(https://www.studien-wirken.de/) .
Dr. Georg Ralle, Generalsekretär von Vision Zero und Unterstützer der
Initiative, erklärt die Dringlichkeit:
"Klinische Studien sind für Innovation und Fortschritt in der modernen Medizin
unverzichtbar. Nur durch sie besteht die Chance, innovative Therapiekonzepte zu
entwickeln, die dringend notwendig sind, um schwer erkrankten Patient:innen
wirksam zu helfen. Darüber hinaus stärken sie medizinische Spitzenforschung und
tragen zur wirtschaftlichen Wertschöpfung des Gesundheitswirtschaftsstandorts
Deutschland bei."
KI kann Patient:innen Orientierung geben
Künstliche Intelligenz kann Patient:innen dabei helfen, Gesundheitsinformationen
besser einzuordnen, Fragen zu formulieren und informierter in Gespräche mit
ihrem Behandlungsteam zu gehen. Dafür hat Roche auf Basis des Whitepapers
(https://www.patientenimfokus.de/ki#download) "Mit KI zur gemeinsamen
Entscheidungsfindung in der Medizin" sogenannte "KI-Begleiter"
(https://patientenimfokus.de/ki#prompting-guides) entwickelt. Die
indikationsspezifischen Leitfäden zeigen Patient:innen und Angehörigen, wie sie
Sprachmodelle wie ChatGPT verantwortungsvoll für Gesundheitsfragen nutzen
können.Dabei bleibt klar: KI kann Orientierung geben und Gespräche vorbereiten.
Sie ersetzt jedoch nicht den persönlichen Austausch zwischen Patient:innen und
ihrem Behandlungsteam.
Fortschritt braucht Beteiligung und verlässliche Rahmenbedingungen
Der Summer Summit hat gezeigt: Patientenbeteiligung, klinische Forschung, neue
Technologien und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen dürfen nicht getrennt
voneinander betrachtet werden. Patient:innen können medizinischen Fortschritt
mitgestalten. Damit er sie auch erreicht, muss das Gesundheitssystem ihn
ermöglichen.
KI-Begleiter zum kostenlosen Download:
https://patientenimfokus.de/ki#prompting-guides
KI-Whitepaper zum kostenlosen Download (verfügbar in 7 Sprachen):
https://www.patientenimfokus.de/ki#download
Bildmaterial finden Sie unter diesem Link:
https://roche.picturepark.com/s/tEZYmQpa (Credits: Doris Altmann für Roche)
Roche - Informationen zum Unternehmen
(https://www.roche.de/ueber-roche/wer-wir-sind/)
Pressekontakt:
Ihre Ansprechpartnerin
Anja Peter
Communications & Public Affairs
Roche Pharma AG
Emil-Barell-Straße 1
79639 Grenzach-Wyhlen
mailto:anja.peter@roche.com
Tel. 07624 14-4000
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7431/6324229
OTS: Roche Pharma AG
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