|
Köln (ots) - Viele Unternehmen in Deutschland haben in den vergangenen Jahren
ihre Investitionen in Datenplattformen, Business-Intelligence-Systeme und
Künstliche Intelligenz deutlich ausgeweitet. Daten sollen Entscheidungen
beschleunigen, Prozesse automatisieren und neue Effizienzpotenziale erschließen.
Doch zwischen technischer Möglichkeit und wirtschaftlichem Nutzen besteht häufig
eine Lücke.
Nach Beobachtung der Heringer Consulting GmbH liegt die zentrale Herausforderung
nicht in der Verfügbarkeit moderner Technologien, sondern in ihrer nachhaltigen
Integration in den Unternehmensalltag. Das auf Daten, Business Intelligence und
digitale Transformation spezialisierte Beratungsunternehmen begleitet
Organisationen bei der Umsetzung datengetriebener Transformationsprojekte. "Das
Hauptproblem liegt nicht in der Technologie, sondern in der Umsetzung im
Unternehmen", sagt Catrin Heringer. Entscheidend sei, ob Unternehmen in der Lage
seien, Daten über Abteilungsgrenzen hinweg einheitlich zu strukturieren und für
gemeinsame Entscheidungen nutzbar zu machen.
Häufig existierten unterschiedliche Datenstände parallel nebeneinander.
Informationen seien zwar vorhanden, würden aber nicht immer nach einheitlichen
Standards erfasst und genutzt. Dadurch entstehen zusätzliche Abstimmungen,
Verzögerungen und Unsicherheiten bei Entscheidungen.
Auch Maik Heringer sieht darin eine zentrale Herausforderung: "Daten entfalten
ihren Wert erst dann, wenn sie verlässlich, konsistent und im Unternehmen
einheitlich verstanden werden."
Zwischen Technologie und Organisation entsteht eine Lücke
Viele Unternehmen verfügen inzwischen über moderne Analysewerkzeuge,
Cloud-Plattformen oder erste KI-Anwendungen. Dennoch gelingt es häufig nicht,
diese Lösungen dauerhaft in bestehende Prozesse zu integrieren.
Ein Grund dafür ist die fehlende Verbindung zwischen technischer Einführung und
organisatorischer Veränderung. Neue Systeme werden teilweise aufgebaut, ohne
Verantwortlichkeiten, Abläufe und Entscheidungswege anzupassen. Dadurch
entstehen Insellösungen, deren Potenzial nicht vollständig genutzt wird. Aus
Sicht von Heringer Consulting entscheidet deshalb nicht allein die Auswahl einer
Technologie über den Erfolg eines Digitalprojekts. Entscheidend sei, ob
Unternehmen eine klare Datenstrategie entwickeln und Mitarbeitende in die
Veränderung einbinden.
Viele KI-Projekte erreichen nicht den produktiven Einsatz
Dass die Umsetzung eine zentrale Herausforderung bleibt, zeigen auch aktuelle
Analysen. Eine Untersuchung der MIT NANDA Initiative "The GenAI Divide: State of
AI in Business 2025" kommt zu dem Ergebnis, dass ein großer Teil der
untersuchten GenAI-Pilotprojekte bislang keine messbaren finanziellen Effekte
erzielt. Grundlage der Analyse waren unter anderem Interviews, eine Befragung
von Beschäftigten sowie die Auswertung öffentlicher KI-Implementierungen. Auch
Daten von S&P Global Market Intelligence und 451 Research zeigen Schwierigkeiten
bei der Skalierung von KI-Projekten.
Demnach steigt der Anteil der Unternehmen, die einen Großteil ihrer
KI-Initiativen wieder verwerfen. Zudem schafft ein erheblicher Anteil von
Proof-of-Concept-Projekten den Übergang in den produktiven Betrieb nicht. Die
Ergebnisse verdeutlichen: Zwischen einem erfolgreichen Test und einem dauerhaft
eingesetzten System im Unternehmen liegt eine entscheidende Umsetzungsphase.
Datenqualität wird zum entscheidenden Faktor
Ein zentraler Engpass liegt häufig in der Datenbasis. In vielen Unternehmen
müssen Informationen zunächst bereinigt, zusammengeführt und abgestimmt werden,
bevor sie für Analysen oder KI-Anwendungen genutzt werden können. Der Weg zu
erfolgreicher Künstlicher Intelligenz führt deshalb über eine belastbare
Datenbasis: Erst wenn Unternehmen ihre Daten verstehen, strukturieren und
gezielt nutzen, entsteht die Grundlage dafür, KI wirtschaftlich sinnvoll
einzusetzen.
Unterschiedliche Systeme, doppelte Datenbestände und fehlende Standards
erschweren die Nutzung. Fachbereiche verbringen dadurch häufig viel Zeit mit der
Vorbereitung von Daten, bevor daraus Erkenntnisse für Entscheidungen entstehen
können. "Viele Unternehmen unterschätzen die Bedeutung dieser Grundlagenarbeit",
beobachtet Heringer Consulting.
KI zwischen Effizienzsteigerung und Transformation
Viele Unternehmen setzen generative KI derzeit vor allem ein, um bestehende
Prozesse effizienter zu gestalten - etwa bei der Analyse von Informationen, im
Kundenservice oder bei der Erstellung von Inhalten. Der nächste Schritt, KI für
umfassendere Veränderungen von Geschäftsmodellen und Organisationsstrukturen
einzusetzen, stellt Unternehmen jedoch vor größere Herausforderungen. Als
wichtige Erfolgsfaktoren gelten eine klare Strategie, Unterstützung durch das
Management sowie die enge Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen.
Komplexe IT-Landschaften erschweren Integration
Auch gewachsene IT-Strukturen können die Umsetzung erschweren. Viele Unternehmen
arbeiten mit unterschiedlichen Systemen, Datenquellen und hybriden
Cloud-Umgebungen. Je komplexer diese Landschaften sind, desto aufwendiger wird
es, Daten konsistent verfügbar zu machen und für KI-Anwendungen nutzbar zu
halten. Moderne Technologien können ihren Nutzen nur entfalten, wenn die
technischen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen sind.
Fazit: Umsetzung entscheidet über den Erfolg
Die Entwicklung zeigt: Die entscheidende Frage bei Digitalisierung und KI lautet
nicht mehr nur, welche Technologie Unternehmen einsetzen. Entscheidend ist, ob
sie diese erfolgreich in ihre Prozesse, Datenstrukturen und Entscheidungswege
integrieren. Für Heringer Consulting liegt darin der zentrale Erfolgsfaktor:
Erst wenn Technologie, Datenqualität und Organisation zusammenspielen, entstehen
aus digitalen Investitionen messbare Effekte im Unternehmensalltag.
Über Heringer Consulting
Die Heringer Consulting GmbH mit Sitz in Köln ist auf Daten, Business
Intelligence, Künstliche Intelligenz und digitale Transformation spezialisiert.
Mit rund 100 Mitarbeitenden unterstützt das Unternehmen mittelständische und
große Organisationen bei der Modernisierung von Datenlandschaften, dem Aufbau
moderner Datenplattformen sowie der Umsetzung von KI- und Analyse-Lösungen sowie
der Verbesserung von Datenqualität und Entscheidungsprozessen im Unternehmen.
Pressekontakt:
Heringer Consulting GmbH
Brüsseler Straße 89-93
50672 Köln
Chiara Laukemper
mailto:welcome@heringer-consulting.de
Tel: 0221/ 630 699-0
https://heringer-consulting.de/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181679/6324728
OTS: Heringer Consulting GmbH
|