|
Frankfurt (ots) - Zur angeblichen Entwaffnung der Hamas Frieden setzt entweder
eine von einer Übermacht verordnete dauerhafte Friedfertigkeit voraus - siehe
Deutschland nach 1945. Oder aber die verfeindeten Seiten machen sich an die
Versöhnung - wie das in Ruanda und Südafrika zumindest teilweise funktioniert
hat. Für Gaza wird weder das eine noch das andere gelten, weil zumindest die
Hamas und der Islamische Dschihad nur durch Gewalt existieren können. Es ist die
Tragik des Nahen Ostens, dass sich die Rechtsextremisten in Israel ausgerechnet
solche Gruppen zur Nachahmung ausgesucht haben. Israel hat aber immer auch
wieder wenigstens Anzeichen davon gegeben, dass es sich Frieden vorstellen kann
- man erinnere sich an Rabin und Arafat. Israel hat das Potenzial, mit seinen
eigenen Verderbern aufzuräumen. Aber 78 Jahre der Nakba haben ein
palästinensisches Volk geschaffen, in dem Radikalisierung zu leicht ist. Ein
Waffenruheabkommen ist da sein Papier nicht wert.
Pressekontakt:
Frankfurter Rundschau
Ressort Politik
Telefon: 069/2199-3222
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/10349/6325316
OTS: Frankfurter Rundschau
|