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Weilburg (ots) - Seit seiner Eröffnung am 3. Juni 2017 zeigt das Rosenhang
Museum in Weilburg an der Lahn zeitgenössische Kunst auf über 3.000
Quadratmetern - privat aufgebaut und getragen, ohne öffentliche Gelder oder
anderweitige Zuwendungen. Mit der 2024 errichteten Stiftung Rosenhang und einer
Einlage von 50 Millionen Euro in das Grundstockvermögen ist der langfristige
Museumsbetrieb nun personenunabhängig gesichert.
Nicht immer entstehen Kulturorte dort, wo man sie erwartet. Am Rosenhang in
Weilburg wurde aus der ehemaligen Brauerei August Helbig ein Museum für
zeitgenössische Kunst. Wo früher Bier gebraut wurde, begegnen Besucherinnen und
Besucher heute auf vier Etagen Malerei, Skulptur, Installation und Videokunst -
und immer wieder neuen künstlerischen Positionen.
Gegründet wurde das Haus von Antje Helbig und Joachim Legner, die ihre private
Sammelleidenschaft in ein öffentlich zugängliches Museum überführten.
Restaurierte Elemente der alten Brauerei treffen im Inneren auf moderne
Architektur - ein Spannungsfeld, das dem Haus seinen unverwechselbaren Charakter
gibt: regionale Industriegeschichte trifft auf internationale Gegenwartskunst,
historische Substanz auf neue Ideen.
Das Leitmotiv "Kunst für alle" prägt das Museum bis heute. Es versteht sich als
niedrigschwelliger Ort, an dem Kunst nahbar wird - offen für erfahrene
Museumsgänger ebenso wie für Menschen, die zeitgenössischer Kunst zum ersten Mal
begegnen. Auf Absperrkordeln und Schutzglas wird bewusst verzichtet, Kinder und
Schulklassen sind ausdrücklich willkommen. Die Sammlung Legner/Helbig umfasst
Werke von Elvira Bach, Stephan Balkenhol, Banksy, Georg Baselitz, Tony Cragg,
Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, A. R. Penck, Gerhard Richter und Cornelia
Schleime, um nur einige zu nennen. Ein sorgfältig kuratiertes Programm an
Sonderausstellungen, Konzerte, Lesungen und der mit je 60.000 Euro dotierte
Kunstpreis "Löwe von Weilburg" sorgen dafür, dass sich jeder Besuch neu anfühlt.
Zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses bietet das Haus zudem Künstlerinnen
und Künstlern, die noch nicht zu den Toppositionen des Kunstbetriebs zählen, die
Möglichkeit, in einem separaten Atelierraum zeitlich befristet auszustellen.
Bemerkenswert ist vor allem die Form, in der dieses Kulturprojekt entstanden
ist: Betrieb, Ausstellungen, Sammlungspflege und Programm wurden von Beginn an
ausschließlich aus privatem Engagement ermöglicht. In einer Zeit, in der
kulturelle Einrichtungen häufig auf öffentliche Förderung angewiesen sind, steht
das Rosenhang Museum damit für ein außergewöhnliches Beispiel bürgerschaftlicher
Verantwortung.
Mit der 2024 von den Museumsgründern errichteten Stiftung Rosenhang beginnt nun
das nächste Kapitel. Die Stiftung soll das Museum dauerhaft sichern,
weiterentwickeln und als Kulturort erhalten. Durch eine Einlage von 50 Millionen
Euro in das Grundstockvermögen - unter anderem in Form von Kunst, Immobilien,
Bargeld und weiteren Vermögenswerten - verfügt sie über eine tragfähige
Grundlage, um Ausstellungen, Sammlung, Kulturveranstaltungen, Vermittlung und
Bildungsangebote auch künftig verlässlich zu ermöglichen. Was über Jahre hinweg
vom persönlichen Einsatz zweier Menschen getragen wurde, erhält damit eine
langfristige gemeinnützige Struktur - institutionell abgesichert und
personenunabhängig.
Die Stiftung Rosenhang wirkt dabei über die Museumsmauern hinaus. Sie engagiert
sich auch in der Stadt Weilburg und unterstützt dort kulturelle und
gemeinnützige Projekte, darunter die Kreismusikschule Oberlahn und die Stiftung
Evangelisch in Weilburg. So entsteht ein breiterer kultureller Auftrag: Das
Museum bleibt das Herzstück, zugleich reicht das Engagement in die Stadt hinein
und stärkt Weilburg als Kulturstadt.
Für Antje Helbig und Joachim Legner ist die Stiftung deshalb mehr als eine
organisatorische Veränderung. Sie ist ein Versprechen, dass das, was am
Rosenhang entstanden ist, weiterwirken kann - als Museum, als Begegnungsort, als
Bildungsort und als Teil des kulturellen Lebens an der Lahn.
Im zehnten Jahr seines Bestehens steht das Rosenhang Museum damit an einem
besonderen Punkt: Aus einer Brauerei wurde ein Museum. Aus einer privaten Idee
wurde ein kultureller Ankerpunkt weit über die Region hinaus. Und aus dem
Engagement zweier Gründer ist eine Stiftung geworden, die den Rosenhang
langfristig in die Zukunft führt - unabhängig, gemeinnützig und offen für alle,
die Kunst erleben wollen.
Das Rosenhang Museum, Ahäuser Weg 8-10, 35781 Weilburg, ist Dienstag bis Sonntag
von 10 bis 18 Uhr geöffnet, barrierefrei zugänglich, kostenlose Parkplätze.
http://www.rosenhangmuseum.de
Pressekontakt:
Rosenhang Museum
Antje Helbig
Ahäuser Weg 8-10
35781 Weilburg/Lahn
Tel.: +49 6471 39081
http://www.rosenhangmuseum.de
mailto:info@rosenhang-museum.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/127810/6327136
OTS: Rosenhang Museum
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