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Subway-Franchise - Goldgrube oder teurer Traum? Was Gründer vor dem Einstieg wissen sollten (FOTO)

10.08.2026 11:06 Uhr Die FranchiseMacher GmbH

Teltow (ots) - Subway gehört zu den bekanntesten Franchise-Systemen der Welt und wirbt mit einem etablierten Konzept und einer starken Marke. Doch der Einstieg in ein Franchise bedeutet weit mehr als die Eröffnung eines Restaurants. Investitionskosten, laufende Gebühren, Standortwahl und wirtschaftliche Kalkulation entscheiden darüber, ob sich das Geschäftsmodell langfristig rechnet. Wer sich ausschließlich vom Markennamen leiten lässt, kann schnell eine kostspielige Fehlentscheidung treffen.

Ein starkes Franchise-System kann den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern - eine Erfolgsgarantie ist es aber nicht. Entscheidend sind die Wirtschaftlichkeit des Standorts, realistische Kalkulationen und die Frage, ob das Konzept wirklich zur eigenen unternehmerischen Situation passt. Hier erfahren Sie, worauf Gründer vor dem Einstieg bei Franchise-Systemen wie Subway besonders achten sollten, welche Kosten häufig unterschätzt werden und welche Fragen sich Interessenten stellen sollten, bevor sie einen Franchisevertrag unterschreiben.

Ein bekanntes Konzept nimmt Arbeit ab - aber nicht die Verantwortung

Mit rund 35.000 bis 40.000 Standorten weltweit zählt Subway zu den größten Franchise-Systemen überhaupt. Das Unternehmen ist vor allem mit einem vergleichsweise einfachen Konzept gewachsen: kleine Verkaufsflächen, standardisierte Abläufe und eine klar definierte Produktpalette. Für Gründer bietet das einen entscheidenden Vorteil: Viele Prozesse wurden bereits entwickelt und über Jahre erprobt. Lieferanten, Arbeitsabläufe und Qualitätsstandards stehen fest, sodass nicht jedes Detail selbst aufgebaut werden muss.

Gerade für Menschen, die erstmals ein Unternehmen führen, kann dieser strukturierte Rahmen den Einstieg erleichtern. Gleichzeitig bedeutet er aber auch, dass Franchisenehmer nur begrenzten Spielraum für eigene Ideen haben. Produkte, Prozesse und Qualitätsvorgaben werden weitgehend zentral festgelegt. Wer sich für ein Franchise entscheidet, übernimmt deshalb nicht nur ein Geschäftsmodell, sondern verpflichtet sich auch, dieses konsequent umzusetzen.

Der Kapitalbedarf wird häufig unterschätzt

Die Investitionskosten für einen Subway-Standort liegen je nach Objekt und Ausstattung zwischen etwa 150.000 und 300.000 Euro. Enthalten sind unter anderem Ladenbau, Einrichtung, Küchentechnik, Erstausstattung und die Kosten für die Eröffnung.

Damit ist der Finanzbedarf jedoch längst nicht abgeschlossen. Neue Standorte benötigen häufig mehrere Monate, bis sie stabile Gewinne erwirtschaften. In dieser Zeit fallen Miete, Personalkosten, Wareneinsatz und weitere laufende Ausgaben bereits an. Wer den Kapitalbedarf realistisch kalkulieren möchte, sollte deshalb ausreichend Liquiditätsreserven für die Anlaufphase einplanen und nicht ausschließlich auf die eigentliche Investitionssumme schauen.

Hinzu kommen laufende Franchise- und Marketinggebühren, die zusammen rund zwölf bis 13 Prozent des Umsatzes betragen können. Dafür erhalten Franchisenehmer unter anderem Schulungen, Unterstützung beim Betriebsaufbau, etablierte Lieferantenstrukturen und eine laufende Betreuung.

Die Marke bringt Kunden - der Standort entscheidet über den Erfolg

Eine bekannte Marke kann den Einstieg erleichtern, ersetzt aber keine sorgfältige Standortanalyse. Gerade bei einem Konzept wie Subway hängt die Wirtschaftlichkeit maßgeblich davon ab, wie viele potenzielle Kunden täglich erreicht werden. Gleichzeitig sind stark frequentierte Lagen häufig mit höheren Mietkosten verbunden, sodass beide Faktoren gemeinsam betrachtet werden müssen.

Vor einer Vertragsunterzeichnung sollten Interessenten deshalb nicht nur die Investitionskosten kennen, sondern auch die wirtschaftlichen Kennzahlen vergleichbarer Standorte hinterfragen. Dazu gehören unter anderem die durchschnittliche Kundenfrequenz, der Bon pro Kunde, die Personal- und Mietkosten sowie der Wareneinsatz. Erst aus dem Zusammenspiel dieser Werte lässt sich abschätzen, welche Gewinnmargen tatsächlich erreichbar sind.

Zwar werden für Subway häufig Jahresumsätze zwischen 400.000 und 800.000 Euro sowie Margen von etwa acht bis 15 Prozent genannt. Solche Durchschnittswerte können jedoch lediglich eine Orientierung bieten. Ob ein einzelner Standort erfolgreich wirtschaftet, hängt immer von den konkreten Rahmenbedingungen vor Ort ab.

Franchise ist keine passive Geldanlage

Ein häufiger Irrtum besteht darin, ein Franchise als weitgehend selbstlaufendes Geschäftsmodell zu betrachten. Tatsächlich übernehmen Gründer gerade in der Anfangsphase zahlreiche Aufgaben gleichzeitig. Neben dem Tagesgeschäft gehören Personalplanung, Schichtorganisation, Qualitätssicherung, Warenbestellung sowie betriebswirtschaftliche und organisatorische Aufgaben zum Arbeitsalltag. Arbeitswochen mit deutlich mehr als 40 Stunden sind deshalb insbesondere in den ersten Monaten keine Seltenheit.

Erst wenn sich die Abläufe etabliert haben oder mehrere Standorte betrieben werden, lassen sich operative Aufgaben schrittweise an Mitarbeitende oder Standortleiter übertragen. Viele erfolgreiche Franchisenehmer entwickeln sich genau auf diesem Weg vom Betreiber eines einzelnen Standorts zum Unternehmer mit mehreren Filialen.

Ein Franchise-System kann den Weg in die Selbstständigkeit deutlich erleichtern, weil es auf bewährten Strukturen aufbaut und typische Anfangshürden reduziert. Den wirtschaftlichen Erfolg garantiert es jedoch nicht. Wer sich für Subway oder ein anderes Franchise entscheidet, sollte deshalb nicht in erster Linie auf den Markennamen vertrauen, sondern das Konzept genauso kritisch prüfen wie jede andere Unternehmensgründung. Eine realistische Finanzplanung, belastbare Standortdaten und die Bereitschaft, selbst unternehmerische Verantwortung zu übernehmen, bleiben die entscheidenden Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start.

Über Jana Jabs:

Jana Jabs ist Franchise-Expertin und begleitet Unternehmen bereits seit mehr als zehn Jahren beim Aufbau einer digitalen Wissenssammlung. Als Franchise-Beraterin unterstützt sie Unternehmer dabei, ein nachhaltiges Franchise-System aufzubauen und ihr Business-Wissen digital als Handbuch abzubilden und allen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen dazu unter: https://www.franchisemacher.de/

Pressekontakt:

Die FranchiseMacher GmbH Vertreten durch: Jana Jabs und Eugen Marquard https://www.franchisemacher.de mailto:info@franchisemacher.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181706/6330041 OTS: Die FranchiseMacher GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Die FranchiseMacher GmbH
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