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Ottobrunn (ots) - Nahrungsergänzungsmittel sind im Alltag vieler Menschen längst
selbstverständlich geworden. Gekauft wird dabei häufig nach Trend, nach
Empfehlung im persönlichen Umfeld oder nach Sichtbarkeit in sozialen Netzwerken.
Was im Regal landet, folgt somit selten einer eigenen Datengrundlage, oft nicht
einmal einer konkreten Frage.
Bemerkenswert ist das vor allem bei einer Verbrauchergruppe, die es im
Berufsalltag anders gewohnt ist: Unternehmer geben keine Investition frei, ohne
die Zahlen dahinter gesehen zu haben. Beim eigenen Körper gelten plötzlich
andere Regeln. Hier erfahren Sie, warum pauschale Empfehlungen an dieser Stelle
selten tragfähig sind und welche Rolle die eigene Datenlage spielt.
Datenbasierte Einordnung als Ersatz für pauschale Lösungsversuche: Deshalb lässt
sich die Frage nach Ergänzung nicht allgemein beantworten
Listen mit fünf oder zehn Nährstoffen, die angeblich jeder braucht, sind schnell
gelesen und ebenso schnell entwertet. Denn Ernährungsform, Lebensphase,
Trainingspensum und Belastungsprofil unterscheiden sich erheblich. Was für die
eine Person relevant ist, geht bei der anderen ins Leere.
Ob eine Ergänzung im Einzelfall zielführend ist, lässt sich daher nicht pauschal
beantworten. Sinnvoll ist hingegen, zunächst die einschlägigen Laborwerte des
Einzelnen als eine von mehreren Orientierungsgrößen einzubeziehen und sie
gemeinsam mit Schlaf-, Stress- und Aktivitätsdaten einzuordnen. Eine solche
Auswertung dient schließlich der Ableitung von Routinen, ersetzt aber keine
medizinische Diagnostik. Dafür bleiben die behandelnden Ärzte zuständig.
Grundsätzlich gilt hierbei: Bei Menschen mit hoher Dauerbelastung wie
Unternehmern lassen sich auf Basis der ausgewerteten Daten häufig wiederkehrende
Belastungsmuster beobachten, etwa in Erholungsphasen und Schlafqualität. Diese
Muster sichtbar zu machen, ist der erste Schritt. Welche Routinen daraus folgen,
entscheidet sich individuell und selten über ein einzelnes Produkt. In vielen
Fällen liegen die relevanten Ansatzpunkte an anderer Stelle als vermutet: in der
Struktur des Abends, im Umgang mit Reizen zwischen zwei Terminen, in der
Verteilung von Mahlzeiten über einen vollen Kalendertag.
Weitere Vorgehensweise auf dieser Basis: Darauf sollten Verbraucher achten
Wer sich dennoch für eine Ergänzung entscheidet, sollte auch dabei einschlägige
Kriterien anlegen. Nur allzu oft siegt an dieser Stelle aber die Ungeduld. Es
kann gar nicht schnell genug gehen, sich mit Präparaten einzudecken. Vor dem
Kauf lohnt sich jedoch neben einer datengetriebenen Analyse auch ein genauer
Blick auf die Produkte selbst.
Wer sich also für ein Präparat entscheiden will, sollte sich an
nachvollziehbaren Qualitätskriterien orientieren: unabhängige Laboranalysen zu
Reinheit und Schadstoffgehalt, eine transparent ausgewiesene Zusammensetzung und
möglichst wenige Zusatzstoffe. Fragen zur Dosierung und zum Zusammenspiel mit
bereits eingenommenen Präparaten gehören demgegenüber ebenfalls in die Hand der
behandelnden Ärzte oder der Apotheke.
Fazit: Ergänzung ersetzt keine Routine
So sinnvoll ein einzelnes Präparat im individuellen Fall sein mag: Es ersetzt
weder ausgewogene Ernährung noch ausreichenden Schlaf, Bewegung oder einen
bewussten Umgang mit Belastung. Ob eine Ergänzung im Einzelfall überhaupt eine
Rolle spielt, ergibt sich erst aus der individuellen Datenlage. Eine Abkürzung
ist sie in keinem Fall. Der Ausgangspunkt bleibt damit derselbe wie etwa im
eigenen Unternehmen: erst den Ist-Zustand kennen, dann entscheiden. Was messbar
ist, ist steuerbar.
Über JETZT Performance:
Die JETZT Performance GmbH ist ein Coaching-Unternehmen für datenbasierte
Leistungsoptimierung. Mit der eigenen Körper-KPI-Methode begleitet ein Team aus
wissenschaftlich ausgebildeten Experten Unternehmer, Geschäftsführer und
Führungskräfte dabei, die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Gründerin
und Geschäftsführerin Lea Feder hat Medizin und Bioinformatik studiert und
konnte gemeinsam mit ihrem Team bereits mehr als 2.000 Klientinnen und Klienten
unterstützen. Mehr Informationen: http://www.jetzt-performance.de
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Ruben Schäfer
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