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Subsahara-Afrika: Millionen Jugendliche digital abgehängt / SOS-Kinderdörfer zum Internationalen Tag der Jugend am 12. August (FOTO)

10.08.2026 18:40 Uhr SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.

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München (ots) - Aufgrund mangelndem Zugang zu Computer und Internet droht in Subsahara-Afrika eine Generation von Jugendlichen vom digitalen Wandel abgehängt zu werden. Darauf weisen die SOS-Kinderdörfer anlässlich des Internationalen Tags der Jugend am 12. August hin. Gemäß den Vereinten Nationen hat fast die Hälfte der 15- bis 24-Jährigen keinen regelmäßigen Internetzugang. Deswegen fehlen ihnen digitale Kenntnisse, die für die Berufsfähigkeit immer elementarer werden. 2025 ging rund jede vierte jugendliche Person in Subsahara nicht zur Schule, machte keine Ausbildung und hatte keinen Job. Über 70 Prozent der arbeitenden Jugendlichen üben informelle Jobs aus. "Die Digitalisierung bietet die Chance, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen, sie kann armutsbetroffenen Jugendlichen Bildungswege und Jobperspektiven eröffnen. Deshalb muss die Überwindung der digitalen Kluft von der internationalen Gemeinschaft vorangetrieben werden. Das betrifft vor allem die Verbesserung der digitalen Infrastruktur und den Zugang zu Bildung", sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit.

Zugang zu digitaler Bildung hält nicht Schritt mit fortschreitender Digitalisierung

Der Ausbau digitaler Dienstleistungen in Subsahara verläuft rasant. Gemäß Schätzungen der Weltbank werden bis 2030 voraussichtlich 230 Millionen digitale Arbeitsplätze entstehen. Dem Trend gegenläufig ist die digitale Ausgrenzung von Jugendlichen. Die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen braucht Zeit. Je mehr Möglichkeiten Heranwachsende in ihrem Alltag haben, sich damit zu beschäftigen, desto mehr fördert das ihre Digitalkompetenz.

Treiber der digitalen Kluft

- Laut Weltbank kann nur die Hälfte der Menschen in Subsahara mobiles Breitbandinternet nutzen. Obwohl sich die digitale Infrastruktur vielerorts verbessert hat, variiert die Nutzung zwischen den Ländern stark. In Burundi und im Tschad liegt sie bei weniger als 15 Prozent. Schätzungen zufolge haben im Sudan rund 35 Millionen Menschen keinen mobilen Zugang, unter anderem weil dort die Infrastruktur infolge bewaffneter Konflikte unterbrochen ist. Dies gilt auch für andere Krisenregionen wie die Demokratische Republik Kongo. - Einkommensschwache Familien können sich Computer und Smartphones oft nicht leisten. Laut UNESCO sind armutsbetroffene Jugendliche digital benachteiligt, weil ihnen zuhause der Zugriff auf Internet und Geräte fehlt. Ein weiterer Faktor: die mangelnde digitale Kompetenz vieler Eltern. Armut und Bildungsarmut sind eng verbunden. - Schulen sind schlecht ausgestattet, digitale Lerninhalte unzureichend. In Subsahara haben nur 35 Prozent der Grundschulen und rund 55 Prozent der Sekundarschulen Strom. Laut Unesco verfügen weniger als 15 Prozent aller Schulen über Internetzugang. Demzufolge erlangen Millionen Jugendliche während ihrer Schulzeit keine Computerkenntnisse und Medienkompetenz.

So helfen die SOS-Kinderdörfer

Die SOS-Kinderdörfer fördern den Zugang benachteiligter Kinder und Jugendlicher zu digitalen Kommunikations- und Bildungswegen. Das globale Projekt ,Digital Village' etwa hat zum Ziel, Kindern und ihren Familien Internetzugang und Computer bereitzustellen. Auch stärkt die Hilfsorganisation die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Schulungen zu Internetrecherche, E-Learnings, Software-Anwendungen und Cybermissbrauch.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Boris Breyer Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit Tel.: 0160 - 984 723 45 E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org http://www.sos-kinderdoerfer.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6330794 OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
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