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Bonn/Berlin (ots) - Das schwere Erdbeben in Kolumbien am Montag hat vor allem im
Westen des Landes schwere Schäden verursacht. Mindestens 130 Menschen sind nach
UN-Angaben gestorben. Viele Menschen können nicht in ihre beschädigten Häuser
zurück und wissen nicht, wo sie die kommenden Nächte verbringen werden. Die
Welthungerhilfe stellt 100.000 Euro Soforthilfe bereit, um Überlebende zu
unterstützen.
Das Epizentrum des Bebens lag im Departement Chocó, das zu den ärmsten Regionen
Kolumbiens gehört. Bereits vor dem Erdbeben war die Ernährungslage dort
schwierig, viele Frauen, Männer und Kinder dort leiden Hunger, während Kolumbien
insgesamt ein niedriges Hungerniveau
(https://www.globalhungerindex.org/de/colombia.html) aufweist.
"Das Erdbeben trifft viele Familien, die schon vorher unter schwierigen
Bedingungen gelebt haben. Jetzt brauchen die Überlebenden vor allem sichere
Unterkünfte, sauberes Wasser, Lebensmittel sowie Sanitär- und
Hygieneversorgung", sagt Bettina Iseli, Programmvorständin der Welthungerhilfe.
Stromausfälle, beschädigte Straßen und ausgefallene Mobilfunknetze erschweren
insbesondere den Zugang zu abgelegenen Gemeinden. "Unsere Partner sind vor Ort
unterwegs, um schnell festzustellen, wo die Not am größten ist und welche Hilfe
zuerst gebraucht wird", so Iseli.
Die Welthungerhilfe plant, die Hilfsmaßnahmen ihrer europäischen
Partnerorganisationen Ayuda en Acción und CESVI aus dem Netzwerk Alliance2015
(https://www.alliance2015.org/) zu unterstützen, die über langjährige Erfahrung
und Netzwerke in der Region verfügen und die bereits vor wenigen Wochen eine
ähnliche Hilfsaktion nach dem Erdbeben in Venezuela organisiert haben.
Die Welthungerhilfe bittet unter dem Stichwort "Erdbeben Kolumbien" um Spenden
für die Erdbebenopfer.
Weitere Informationen auch unter http://www.welthungerhilfe.de/presse
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