|
Bad Alexandersbad (ots) - Wer sich für eine Osteopathie-Ausbildung interessiert,
findet in Deutschland vielfältige Ausbildungswege - von berufsbegleitenden
Weiterbildungen bis hin zu akademischen Studiengängen. Diese Angebote
unterscheiden sich jedoch in Struktur, Inhalten und Umfang teils deutlich.
Eine sorgfältige Auswahl der Ausbildungseinrichtung ist daher ein zentraler
Schritt für den späteren Berufsweg. Maßgeblich sind dabei eine fundierte
Ausbildungsqualität, transparente Curricula sowie die Orientierung an
anerkannten Standards - auch im Hinblick auf ein mögliches Berufsgesetz bzw. die
Aufnahme in einen Fachverband.
Die osteopathische Ausbildung in Deutschland umfasst unterschiedliche
Ausbildungsformate - von mehrjährigen berufsbegleitenden Weiterbildungen bis hin
zu kürzeren Angeboten und akademischen Studiengängen. Entsprechend variieren
Ausbildungsdauer, inhaltliche Tiefe und Prüfungsanforderungen.
Grundlage hierfür ist unter anderem, dass die Osteopathie-Ausbildung in
Deutschland bislang nicht berufsgesetzlich geregelt ist. Eine Regelung ist
jedoch von der derzeitigen Regierungskoalition zumindest beabsichtigt.
Orientierung bieten internationale Standards, etwa die Benchmarks der
Weltgesundheitsorganisation (WHO), sowie die europäische CEN-Norm zu
"Qualitätskriterien in der Osteopathie". Ergänzend wurden in Deutschland bereits
vor über 20 Jahren gemeinsame fachliche Richtlinien durch maßgebliche
osteopathische Organisationen, wie den bvo, entwickelt, die viele Institute in
ihre Ausbildungsstrukturen integrieren.
Bedeutung von Qualität und Transparenz bei der Ausbildungswahl
Für Interessierte ist es daher entscheidend, sich frühzeitig mit der Qualität
und Struktur der jeweiligen Ausbildung auseinanderzusetzen. Ein wesentliches
Kriterium ist dabei die Transparenz des Curriculums: Inhalte sollten klar
gegliedert, fachlich nachvollziehbar und durch ein strukturiertes Prüfungswesen
ergänzt sein.
Auch die Einbindung externer Qualitätsprüfungen oder Zertifizierungen kann ein
wichtiger Hinweis auf die fachliche Ausrichtung einer Ausbildungseinrichtung
sein. Der Bundesverband Osteopathie e.V. - bvo empfiehlt, bei der Auswahl einer
Schule gezielt auf solche Kriterien zu achten. Entsprechende anerkannte
Ausbildungseinrichtungen sind in einer Übersicht des Verbandes aufgeführt.
Anforderungen an eine hochwertige osteopathische Ausbildung
Eine fundierte Ausbildung in der Osteopathie umfasst die Entwicklung einer
osteopathischen Denkweise. Dazu gehören das Verständnis von Struktur- und
Funktionszusammenhängen sowie die Fähigkeit, gesundheitliche Beschwerden im
ganzheitlichen Kontext zu betrachten. Erforderliche medizinische Kenntnisse
werden im osteopathischen Verständnis vermittelt.
Darüber hinaus zählt zu einer fundierten Ausbildung die Vermittlung
verschiedener manueller Techniken, die Differenzierung zwischen
unterschiedlichen osteopathischen Ansätzen sowie die Schulung in klinischem
Denken und Differentialdiagnostik. Auch die Fähigkeit zur interdisziplinären
Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist die Prüfungsstruktur. Neben
theoretischen und praktischen Zwischenprüfungen sind insbesondere
Abschlussprüfungen sowie klinische Prüfungen am Patienten ein wichtiges
Qualitätsmerkmal einer Ausbildung.
Fazit
Die Vielfalt der Ausbildungswege in der Osteopathie macht eine sorgfältige
Auswahl der Ausbildungseinrichtung besonders wichtig. Orientierung bieten
hierbei transparente Strukturen, nachvollziehbare Curricula sowie etablierte
Qualitätsstandards, die auch den Aufnahmekriterien des bvo zugrunde liegen.
Infokasten: Aktuelle rechtliche Situation in Deutschland
Die Osteopathie-Ausbildung ist in Deutschland derzeit nicht berufsgesetzlich
geregelt. Dadurch können sich Ausbildungsinhalte, -dauer und -anforderungen
zwischen den einzelnen Instituten unterscheiden.
Im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung ist vorgesehen, die
Osteopathie berufsgesetzlich zu regeln. Ziel ist unter anderem eine stärkere
Vereinheitlichung von Ausbildungsstandards sowie mehr Transparenz für
Patientinnen und Patienten. Eine berufsgesetzliche Regelung der Osteopathie
schafft die Grundlage für verbindliche und qualitativ hochwertige
Ausbildungsstandards. Sie sorgt dafür, dass Patientinnen und Patienten künftig
nachvollziehen können, über welche Qualifikation ihre Osteopathin oder ihr
Osteopath verfügt. Derzeit ist das aufgrund der sehr unterschiedlichen
Ausbildungswege und -umfänge häufig nicht möglich. Eine gesetzliche Regelung
stärkt daher die Transparenz und trägt wesentlich zur Qualitätssicherung in der
osteopathischen Versorgung bei.
Der Bundesverband Osteopathie e.V. - bvo setzt sich seit vielen Jahren für eine
qualitativ hochwertige und einheitliche Regelung der osteopathischen Ausbildung
ein und bringt seine fachliche Expertise aktiv in diesen Prozess ein.
Tipp: Podcast als vertiefende Information
Vertiefende Einblicke in die Anforderungen und Inhalte der
Osteopathie-Ausbildung bietet Folge 2 des bvo-Podcasts "Nachgefragt..." unter
dem Titel "Osteopathie und Ausbildung - Interview mit Claus Habel":
https://bit.ly/BVO-Podcast
Weitere Informationen für Ihre Leser oder zur Themenanregung finden Sie in
unserem Blog "Osteopathie News" > https://bit.ly/BVO-Blog .
Pressekontakt:
Bundesverband Osteopathie e.V. - bvo
Jacqueline Damböck
Markgrafenstr. 39
95680 Bad Alexandersbad
Tel.: 09232 - 88 12 624
Fax: 09232 - 88 12 620
mailto:presse@bv-osteopathie.de
http://www.bv-osteopathie.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/115902/6331790
OTS: Bundesverband Osteopathie e. V. - BVO
|