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Bonn/Hamburg/Leipzig (ots) - UV-Strahlung ist die Hauptursache für Hautkrebs.
Wer sein persönliches Risiko senken will, sollte sein Verhalten in der Sonne am
UV-Index ausrichten. Genau dabei helfen die UV-Index-Tafeln des bundesweiten
Präventionsprojekts "WATCH OUT" der Deutschen Krebshilfe, der
Arbeitsgemeinschaft Dermatologischer Prävention (ADP) und ihrer Partner. Sie
informieren tagesaktuell über die UV-Belastung und geben konkrete
Verhaltenstipps. Im Leipziger Freibad "Schreberbad" wurde heute die 1.000 WATCH
OUT-Tafel eingeweiht. Das Projekt ist inzwischen in über 80 Städten und
Gemeinden sowie zwölf Bundesländern aktiv. Weitere Freizeiteinrichtungen sind
bundesweit eingeladen, sich anzuschließen.
"Die 1.000. UV-Index-Tafel, die ich heute überreichen darf, steht symbolisch für
das große Engagement vieler Menschen und Einrichtungen, UV-Schutz im Alltag
sichtbar und selbstverständlich zu machen. Dafür danke ich sehr", sagt Susanne
Klehn, Botschafterin der Deutschen Krebshilfe für Hautkrebsprävention. "Ich
selbst habe zweimal die Diagnose Hautkrebs erhalten. Diese Erfahrung wünsche ich
niemandem. Umso mehr freue ich mich, dass meine Heimatstadt dieses wichtige
Zeichen für den UV-Schutz setzt."
Die Stadt Leipzig stattet ihre Freibäder mit insgesamt sechs UV-Index-Tafeln
aus. "Unsere Freibäder sind Orte für Bewegung, Erholung und Freizeit.
Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit unserer
Gäste. Mit den UV-Index-Schildern geben wir eine zusätzliche Orientierung, damit
Besucher durch die entsprechenden Hinweise zu Schatten, geeigneter Kleidung und
Sonnencreme sonnige Tage unbeschwert genießen können", erklärt Martin Gräfe,
Geschäftsführer der Leipziger Sportbäder.
Der Klimawandel führt nachweislich zu mehr Hitze und einer höheren UV-Belastung.
"Auch in Sachsen sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich spürbar.
Prävention ist eine zentrale Aufgabe unseres Gesundheitsamtes. Deshalb wollen
wir den Schutz vor Hitze und UV-Strahlung dauerhaft im Alltag verankern. Die
UV-Index-Tafeln des Projekts WATCH OUT leisten hierzu einen wichtigen Beitrag",
sagt Constanze Anders, Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes.
"Noch immer unterschätzen viele Menschen die Gefahr der UV-Strahlung und halten
gebräunte Haut für ein Schönheitsideal und Zeichen von Gesundheit. Dies ist ein
Irrtum, der das Hautkrebsrisiko erheblich erhöht", betont Professor Dr. Eckhard
Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. Hautkrebs zählt in Deutschland
zu den häufigsten Tumorarten. Bundesweit erkranken jährlich rund 355.000
Menschen neu daran, darunter fast 42.000 am malignen Melanom. Diese auch als
schwarzer Hautkrebs bekannte Tumorart ist besonders aggressiv: Sie bildet früh
Metastasen und ist dann deutlich schwerer zu behandeln.
Die UV-Index-Tafel
Der UV-Index (UVI) ist international anerkannt und informiert darüber, wie hoch
die UV-Belastung am jeweiligen Tag ausfällt. Mit den UV-Index-Werten sind
konkrete Empfehlungen zum Sonnenschutz verbunden. Bereits ab einem UV-Index von
3 (gelb) ist es ratsam, in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr Schatten
aufzusuchen. Kleidung, die auch Stellen wie Schultern oder Fußrücken bedeckt,
eine Kopfbedeckung bestenfalls auch für Nacken, Stirn und Ohren sowie eine
UV400-Sonnenbrille, welche auch die Seiten abdeckt, schützen Haut und Augen
besonders wirksam.Sonnencreme ergänzt diesen Schutz an unbedeckten Hautstellen.
Bei sehr hoher UV-Belastung ab einem UV-Index von 8 (rot oder violett) wird
empfohlen, die Mittagssonne möglichst zu meiden und Innenräume
aufzusuchen.Ausführliche Informationen zum UV-Index bieten das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS): http://www.bfs.de/uv-prognose und der Deutsche
Wetterdienst (DWD): http://www.uv-index.de .
UV-Schutz stärken - mit Projekten der Deutschen Krebshilfe und ihrer Partner
Die Deutsche Krebshilfe und ihre Kooperationspartner setzen sich bundesweit
dafür ein, UV-Schutz nachhaltig im Alltag zu verankern: Mit dem Projekt WATCH
OUT können private und kommunale Akteure insbesondere im Freizeit- und
Sportbereich niederschwellig auf den UV-Index aufmerksam machen und das
Bewusstsein für wirksamen UV-Schutz stärken. Informationen zu den Projekten und
Partnern finden Interessierte unter: http://www.krebshilfe.de/uv-schutz und
www.watch-out.io (https://watch-out.io/) . Mit dem Projekt CLEVER IN SONNE UND
SCHATTEN wird altersgerecht und zielgruppenspezifisch Wissen zum UV-Schutz
vermittelt - unter anderem in Kitas, Schulen und Sportvereinen. Mehr
Informationen unter: http://www.krebshilfe.de/uv-schutz und
http://www.cleverinsonne.de .
Für weitere Informationen und Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an:
Henriette Bunde | Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.
V.E-Mail: mailto:bunde@adpev.de | Telefon 040/20913-134 | Fax 040/20913-161
Web: http://www.hautkrebspraevention.de | http://www.hautkrebs-screening.de
Charlotte Weiß | Stiftung Deutsche KrebshilfeE-Mail: mailto:presse@krebshilfe.de
| Telefon 0228 72990-96
Web: http://www.krebshilfe.de
Pressekontakt:
Deutsche Krebshilfe
Pressestelle
Buschstr. 32
53113 Bonn
Telefon: 02 28/7 29 90-96
E-Mail: mailto:presse@krebshilfe.de
Internet: http://www.krebshilfe.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/116010/6335651
OTS: Deutsche Krebshilfe
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