|
Wiesbaden (ots) - Ein Aquarium bringt eine faszinierende Welt unter Wasser ins
eigene Zuhause. Doch wer Zierfische halten möchte, sollte sich vor der
Anschaffung intensiv über ihre Bedürfnisse und die Anforderungen des Aquariums
informieren. Denn viele Probleme entstehen nicht erst bei der Pflege, sondern
bereits in der Vorbereitung. Der ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V.
zeigt, worauf Aquaristik-Einsteiger besonders achten sollten.
"Ein Aquarium ist ein lebendiges Ökosystem. Wer dessen biologische Zusammenhänge
versteht, schafft die Grundlage für gesunde Fische und dauerhaft stabile
Wasserwerte", erklärt Mike Schneider, stellvertretender Vorsitzender der
Fachgruppe "Heimtierzucht und -großhandel" des ZZF.
1. Der Anfang braucht viel Zeit und Geduld: Das Aquarium steht, die Pflanzen
sind eingesetzt und das Wasser ist klar. Viele Einsteiger denken deshalb, alles
sei startbereit. Tatsächlich entwickelt sich das Ökosystem Aquarium aber erst in
den folgenden Wochen. Mike Schneider weist darauf hin, dass ein Aquarium Zeit
braucht, um zu einem stabilen Lebensraum zu werden: "Im Filter und Bodengrund
müssen sich zunächst Mikroorganismen ansiedeln, die Abfallstoffe abbauen. Wer
schon nach wenigen Tagen Fische einsetzt, gefährdet die Gesundheit der Tiere."
2. Wasserwerte - das Unsichtbare im Blick behalten: Das Wasser wirkt klar, die
Pflanzen sind grün und die Fische fressen - am Anfang verlassen sich viele auf
den ersten Eindruck und messen die Wasserqualität nur selten. Ein Aquarium ist
jedoch ein sensibles Ökosystem, dessen Zustand sich nicht immer mit bloßem Auge
beurteilen lässt. "Regelmäßige Kontrollen wichtiger Wasserparameter mit Hilfe
von Teststreifen oder flüssigen Indikatoren helfen dabei, Veränderungen
frühzeitig zu erkennen. Mit einem Teilwasserwechsel lässt sich dann
gegensteuern, bevor es für die Fische kritisch wird", so Schneider.
3. Weniger ist beim Fischbesatz oft mehr: Ein Schwarm Neonsalmler hier, einige
Panzerwelse dort und vielleicht noch Zwergbuntbarsche? Was im Zoofachgeschäft in
einzelnen Aquarien betrachtet attraktiv aussieht, kann im heimischen Aquarium
schnell zu viel werden. Jeder Fisch produziert Ausscheidungen und beansprucht
einen ungestörten Platz. Wird das Aquarium zu dicht besetzt und das Wasser zu
selten gewechselt, gerät das Ökosystem leicht ins Wanken. Gerade Einsteiger
fahren oft besser mit weniger Arten und einem moderaten Besatz. So bleiben die
Wasserparameter stabil und die Tiere können ihr natürliches Verhalten zeigen.
4. Erst informieren, dann einsetzen: Eine kleine Prachtschmerle kann nach
einigen Jahren locker 20 Zentimeter lang sein. "Wer sich vorab nicht über die
spätere Größe und die Ansprüche einer Art informiert, steht schnell vor
Problemen", betont Schneider. Wichtig ist auch zu wissen, welche Arten mit
welchen anderen Bewohnern harmonieren.
5. Das richtige Futter zur richtigen Zeit: Die Fische kommen sofort an die
Wasseroberfläche geschwommen, sobald sich jemand dem Aquarium nähert? Oft wird
dieses Verhalten als Hunger interpretiert und der Griff zur Futterdose passiert
häufiger als notwendig. Was gut gemeint ist, kann aber Probleme verursachen:
Nicht gefressene Futterreste belasten das Wasser und fördern unerwünschtes
Algenwachstum. Für gesunde Fische ist nicht die größte Futtermenge entscheidend,
sondern eine bedarfsgerechte und abwechslungsreiche Ernährung.
Der ZZF empfiehlt, sich bereits vor der Anschaffung im Zoofachhandel beraten zu
lassen. Dort erhalten Tierhaltende Unterstützung bei der Auswahl geeigneter
Arten und bei Fragen zur Einrichtung und Pflege des Aquariums. Auch das
Ratgeberportal https://my-fish.org/ bietet umfangreiche Hilfestellungen für
Einsteiger und erfahrene Aquarianer.
Pressefoto: https://www.zzf.de/presse/pressemeldungen
Pressekontakt:
ZZF, Antje Schreiber
Tel. 0611 447553-14
mailto:presse@zzf.de
http://www.zzf.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/73380/6336731
OTS: ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V.
|