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Andrij Melnyk, ukrainischer Ex-Botschafter in Berlin, verlangt vom Westen Patriot-Raketen und neue Sanktionen gegen Russland

24.08.2026 20:55 Uhr PHOENIX

Bonn/New York (ots) - 24. August 2026 - Der frühere ukrainische Botschafter in Deutschland und heutige Vertreter der Ukraine bei den Vereinten Nationen, Andrij Melnik, hat am Unabhängigkeitstag seines Landes den Westen aufgefordert, sich bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges noch stärker einzubringen. "Wir können nur dann zufrieden sein, wenn unser Himmel geschützt bleibt und Menschen nicht jede Nacht durch die russischen Raketen sterben müssen", erklärte Melnyk im Fernsehsender phoenix. So sei es notwendig, dass sein Land immer wieder auf die Gefahr der russischen Angriffsschläge aufmerksam mache. "Ich hoffe, dass der Weckruf an diesem Feiertag gehört wurde - auch in Berlin", machte Melnyk nach dem heutigen Besuch zahlreicher westlicher Regierungschefs in der ukrainischen Hauptstadt Kiew deutlich.

Konkret gehe es es darum, dass die Patriot-Raketensysteme zum Schutz der ukrainischen Bevölkerung bald an Kiew übergeben würden. Die USA und Europa verfügten über einen ausreichenden Vorrat dieses Waffensystems. "Diese Raketen könnten nach unserer Auffassung sofort an die Ukraine geliefert werden. Wir können ja nicht warten, bis der Winter kommt und dann ist die Bedrohung so groß, dass dieser Winter der schlimmste in unserer jüngeren Geschichte werden kann. Das müssen wir gemeinsam verhindern", so der ukrainische Botschafter. Die Ukraine sei in der Vergangenheit vom Westen nie im Stich gelassen worden, "aber das Gefühl der Notwendigkeit muss man immer noch unseren Freunden in Europa vor Augen führen".

Russland stehe sowohl an der Front als auch bei der Entwicklung der eigenen Wirtschaft vor großen Problemen, weshalb weitere Sanktionen gegen Moskau sinnvoll seien. "Es sind immer noch viele Lücken, die gefüllt werden können, um Putin mit dem Rücken an die Wand zu stellen, und um seine Fähigkeit, den Krieg zu führen, zu stoppen", meinte Melnyk. Hoffnung setzt der Botschafter auch auf den künftigen UN-Generalsekretär, der 2026 neu gewählt wird. "Wir erwarten, dass sich der künftige Chef der UN einsetzt und engagiert, nach Moskau und Kiew reist, und dass neue Friedensgespräche initiiert werden."

Das ganze Gespräch sehen Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=Q6XSXP8orCU

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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - PHOENIX
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