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Potsdam (ots) - Dass Organisationen wie das Militär "lernen", steht heute in der
Forschung außer Frage. Wie sich solche Lernprozesse in Zeiten von Krieg und
Frieden vollzogen haben, ist dagegen weitgehend unbekannt. Christian Stachelbeck
nimmt in der vorliegenden Studie das deutsche Heer als lernende Organisation
zwischen 1888 und 1926 in den Blick.
Taktisches Lernen im Heer zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik
Im Mittelpunkt steht die Leitfrage nach dem Prozess organisationalen Lernens als
Erschließung, Bewahrung, Transfer und Anwendung von taktischem Wissen für den
Krieg. Die Studie untersucht das taktische Lernen im deutschen Heer von der
Vorbereitung auf den Ersten Weltkrieg über den eigentlichen Krieg 1914-1918 bis
zu dessen unmittelbarer Aufarbeitung in der Reichswehrzeit bis 1926. Ausgehend
von der These, dass das deutsche Heer im Lernverhalten
evolutionär-kompromisshafte Wege beschritt, wird der Entwicklung eines
spezifischen taktischen Lessons-Learned-Systems und der Gestaltung der
taktischen Aus- und Fortbildung der Offiziere nachgegangen.
Lessons-Learned und Auftragstaktik
Dem Autor gelingen auf breiter Quellenbasis und unter Berücksichtigung der
Durchsetzung der Auftragstaktik gleichermaßen neue und erhellende Einblicke in
militärische Lernprozesse. Seine Ergebnisse entziehen bisherigen allzu
einseitigen Interpretationen zur Lernfähigkeit des deutschen Heeres den Boden.
Das deutsche Heer war weder eine lernunwillige Organisation noch ein überaus
lernfähiger "Genius des Krieges" (Trevor M. Dupuy).
Der Autor
Oberstleutnant Dr. Christian Stachelbeck forscht am ZMSBw zur Geschichte der
deutschen Streitkräfte zwischen 1871 und 1945 sowie zu militärischen
Lernprozessen.
Weitere Informationen und eine Leseprobe zum Buch finden Sie auf unserer
Webseite (https://zms.bundeswehr.de/de/publikationen-ueberblick/zeitalter-der-we
ltkriege-stachelbeck-wissen-krieg-6121944) .
Pressekontakt:
Oberstleutnant Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit
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OTS: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bu
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