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Halle (ots) - Das BSW in Sachsen-Anhalt hat für den Fall des Einzugs in den
Landtag einen Sofortplan vorgelegt. Das berichtet die in Halle erscheinende
Mitteldeutsche Zeitung. "Wir werden einen Antrag in den Magdeburger Landtag
einbringen, der sich gegen weitere Waffenlieferungen an die Ukraine und für ein
Ende der Militärhilfen ausspricht", heißt es in einem neuen
Sechs-Punkte-Programm der BSW-Spitzenkandidaten Thomas Schulze und Claudia
Wittig, das dem Blatt vorliegt.
"Wir hoffen, dass es mit den Stimmen der AfD eine Mehrheit für diesen Antrag im
neuen Landtag geben wird", heißt es in dem Papier. "Der Antrag fordert die neue
Landesregierung auf, eine entsprechende Initiative im Bundesrat einzubringen."
Er solle schnellstmöglich nach der Wahl im Parlament gestellt werden.
Keine andere Partei bekennt sich im aktuellen Landtagwahlkampf zu möglichen
gemeinsamen Mehrheiten mit der als rechtsextrem eingestuften AfD. Zur Begründung
des Antrags heißt es in dem Sofortpapier von Schulze und Wittig: "Rund 100
Milliarden musste der deutsche Steuerzahler bereits für die Ukraine
bereitstellen, was den Krieg nur verlängerte."
Es ist unklar, ob das BSW am 6. September in Sachsen-Anhalts Landtag einzieht.
Seit März schwankt die Partei zwischen drei und fünf Prozent in den Umfragen, in
den meisten Erhebungen lag sie unter der Fünf-Prozent-Hürde. Um ins Parlament
einzuziehen, muss das BSW mehr als fünf Prozent holen.
In dem Sechs-Punkte-Sofortprogramm fordert das BSW unter anderem auch ein Ende
der Schuldenaufnahme zugunsten von Bundeswehr-Investitionen und "verbindliche
Volksabstimmungen" über Rüstungsansiedlungen in Sachsen-Anhalt. Entsprechende
Anträge sollen demnach mit "wechselnden Mehrheiten" im Landtag beschlossen
werden.
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Mitteldeutsche Zeitung
Jan Schumann
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OTS: Mitteldeutsche Zeitung
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