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Köln (ots) - Langlebige Konsumgüter wie Haushaltsgeräte,
Unterhaltungselektronik, Möbel und Spielwaren könnten laut der Simon-Kucher
Business-Health-Studie bald noch mehr kosten. Obwohl drei Viertel der Hersteller
die Preise bereits angezogen haben, planen zwei von drei Unternehmen weitere
Erhöhungen. Und es kommt noch schlimmer: Jeder fünfte Hersteller befürchtet
Umsatzrückgänge. Die Herausforderungen lassen die Stimmung kippen: Fühlten sich
zum Jahresstart 2025 noch fast alle Hersteller gut vorbereitet, stürzt der
Ausblick für die kommenden 12 Monate auf rund die Hälfte ab. Inzwischen sieht
mehr als jedes zehnte Unternehmen die Gefahr ernsthafter Defizite. Der Ausblick?
Alles andere als rosig. Denn fast jeder fünfte Hersteller sieht die Umsetzung
seiner geplanten kommerziellen Maßnahmen als gefährdet an.
- 21 % der Unternehmen befürchten Umsatzrückgang, 62 % erleben Marktumfeld als
unsicher bis kritisch
- 75 % der Unternehmen haben Preise bereits erhöht, 67 % planen trotz des
Umfelds weitere Preiserhöhungen
- Hoffnung ade: Anteil sehr optimistischer Entscheider fällt von 37 % auf 13 %,
zufriedener von 55 % auf 38 %
- Pessimismus neue Realität: Anteil pessimistischer Entscheider steigt im
Vergleich zu 2025 von 0 % auf 14 %
- 19 % sehen Umsetzung kommerzieller Maßnahmen als gefährdet/kritisch, 14 % sind
voll zuversichtlich
- 35 % fehlen die Durchsetzungsfähigkeit bei Netto-Preisen bzw.
leistungsbezogenen Handelskonditionen
Köln, 01. September 2026 - Laut der Simon-Kucher Business Health Study müssen
sich die Menschen in Deutschland auf höhere Preise einstellen. So planen
Hersteller langlebiger Konsumgüter aus den Bereichen Unterhaltungselektronik,
Haushaltselektronik/Haushaltsgeräte, Möbel & Küche, Heimwerker &
DIY-Gebrauchs-Güter, Heimtextilien & Bettwaren, Haushaltswaren & Tischkultur,
Spielwaren & Spiele ihre Preise weiter anzuziehen.
Der nächste Preisschub ist keine Drohkulisse, sondern bereits eingeplant
Obwohl der Großteil der Unternehmen (75 Prozent) die Preise in den letzten 12
Monaten bereits erhöht hat, setzt die Mehrheit (67 Prozent) trotz schwacher
Nachfrage auf weitere Preissteigerungen. So glaubt nur rund jeder fünfte
Hersteller (22 Prozent), dass sich das Preisfenster geschlossen hat und keine
weiteren Preiserhöhungen akzeptiert werden. Jeder vierte Hersteller plant dabei
Erhöhungen über fünf Prozent. "Für Verbraucher ist die Botschaft bitter: Der
nächste Preisschub ist keine Drohkulisse, sondern bereits eingeplant", so Björn
Dahmen, Senior Partner im Consumer Sektor von Simon-Kucher. "Auf Preissenkungen
warten ist aus Konsumentensicht der falsche Weg. Die nächste Preisrunde steht
schon vor der Tür."
Schwächere Nachfrage macht nächste Preisrunden riskanter
Trotz der geplanten Preiserhöhungen rechnet ein Fünftel der Hersteller (21
Prozent) mit Umsatzrückgängen. Gleichzeitig bewertet der Großteil (62 Prozent)
das Marktumfeld als unsicher bis kritisch. "Kostendruck. Wettbewerbsdruck.
Margendruck. Auf den Tischen der Hersteller türmt sich gerade ein Problem auf
das nächste",
erklärt Kai Füller, Director bei Simon-Kucher. "Das Gefährliche daran: Viele
Unternehmen sehen sich ob der Gemengelage zu Preiserhöhungen gezwungen. Doch
wenn höhere Preise auf eine zunehmend preissensitive Nachfrage treffen, ist das
eine riskante Mischung."
Optimismus kollabiert: Zuversicht bricht ein, Unsicherheit steigt deutlich
"Wer bei schwacher Nachfrage einfach flächendeckend über das Portfolio die
Preise hochsetzt, riskiert eine gefährliche Abwärtsspirale", weiß Dahmen. Ob
sich die Hersteller dieser brisanten Strategie bewusst sind? Während bei der
Befragung zum Jahresauftakt 2025 niemand pessimistisch war, schießt der Anteil
der pessimistischen Entscheider im Sommer 2026 plötzlich von 0 auf 14 Prozent in
die Höhe. Gleichzeitig befindet sich die Zahl der positiven Entscheider im
freien Fall. Von 92 Prozent auf 51 Prozent ist ein regelrechter
Hoffnungsabsturz. "Der Optimismus ist kollabiert. Innerhalb von 18 Monaten hat
sich die Stimmung in der Branche fundamental gedreht - aus Zuversicht wird
zunehmend Zukunftsangst", so Füller.
Jeder Dritte Hersteller sieht Preisdurchsetzung gefährdet
Die Unsicherheit schlägt inzwischen auf die Umsetzung durch: Fast jeder fünfte
Hersteller (19 Prozent) bewertet die Umsetzung der geplanten kommerziellen
Maßnahmen als gefährdet oder kritisch. Nur 14 Prozent sind voll zuversichtlich,
ihre Pläne in den kommenden 12 Monaten wie vorgesehen realisieren zu können.
Besonders deutlich wird die Lücke beim Preis: 35 Prozent der Hersteller fehlt es
an Durchsetzungsfähigkeit bei Netto-Preisen oder leistungsbezogenen
Handelskonditionen. "Preise erhöhen zu wollen, ist das eine. Sie am Markt
durchzusetzen, ist das andere", so Dahmen. "Preise ankündigen kann jeder.
Entscheidend ist, was davon am Ende beim Hersteller tatsächlich ankommt. Nicht
die Preisentscheidung ist der Engpass, sondern die kommerzielle Umsetzung. Genau
daran droht nun jeder dritte Hersteller zu scheitern." Füller ergänzt: "Für
Verbraucher ist das die gute Nachricht: Nicht jede geplante Erhöhung wird es bis
zum Verbraucher schaffen."
Vertiefende Informationen und Infografiken in Druckqualität (aktuell nur für
Medien und Partnerunternehmen) sind auf Anfrage erhältlich. Die kompletten
Ergebnisse stehen in Kürze zum Download zur Verfügung. Interviews können bereits
jetzt angefragt werden.
Über die Studie: Die Simon-Kucher Business-Health-Studie wurde im August 2026
von Simon-Kucher in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Marktforschungsinstitut
dynata durchgeführt. 106 Entscheider von Herstellern bzw. Markeninhabern
langlebiger Konsumgüter aus Bereichen wie Home Electronics, Möbel, Heimtextilien
und Spielwaren in Deutschland wurden zu Preiserhöhungen, Marktausblick und
strategischer Unternehmensmaßnahmen befragt.
Über Simon-Kucher
Simon-Kucher ist eine globale Unternehmensberatung mit mehr als 2.200
Mitarbeitenden in über 30 Ländern. Als verlässlicher Partner für Commercial
Excellence unterstützen wir Unternehmen dabei, nachhaltiges und profitables
Wachstum zu realisieren. Wir verbinden tiefgehende Beratungsexpertise mit
Spezialisierung auf Wachstumsstrategien und technologischer Kompetenz, um
messbare Ergebnisse zu erzielen. Wir optimieren sämtliche Hebel der
kommerziellen Strategie - von Produkt, Pricing und Innovation bis hin zu
Marketing und Vertrieb - konsequent ausgerichtet am Kundennutzen und der
Zahlungsbereitschaft. Mit über 40 Jahren Erfahrung in der Monetarisierung gelten
wir als weltweit führende Beratung für Commercial Growth und Pricing.
http://www.simon-kucher.com
Pressekontakt:
Für Rückfragen und detaillierte Informationen stehen wir Ihnen gerne zur
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Linda Katharina Klein (Communications & Marketing Manager)
Tel: +49 173 5381929
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OTS: Simon - Kucher & Partners
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