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Hamburg (ots) -
- Mehr als ein Drittel der Internetnutzerinnen und -nutzer folgt privaten
Empfehlungen
- Kontakt mit Fake-News auf Facebook, Instagram und TikTok am höchsten
Das Vertrauen in Social-Media-Posts wächst in der Gesellschaft: Für 43 Prozent
der Bundesbürgerinnen und -bürger sind die Beiträge glaubwürdiger als die
redaktionelle Berichterstattung. Das entspricht einem Anstieg von sechs
Prozentpunkten seit 2025. Bei Internetnutzerinnen und -nutzern zwischen 20 und
49 Jahren liegt der Anteil sogar bei mehr als der Hälfte. Dabei verlassen sich
zwei Drittel der Befragten vor allem auf Posts, die sie von privaten Kontakten
erhalten. Das sind Ergebnisse aus dem "Social-Media-Atlas 2026". Für die
repräsentative Studie befragte Toluna im Auftrag von PER Agency in Kooperation
mit dem Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) rund 3.600
Internetnutzer ab 16 Jahren.
Nachdem das Vertrauen in die Informationen von Freunden, Bekannten und
Verwandten auf Social-Media-Plattformen nach 2023 deutlich zurückgegangen war,
ist es in diesem Jahr wieder leicht gestiegen. 35 Prozent der Befragten folgen
im Schnitt häufig privaten Empfehlungen - das sind fünf Prozentpunkte mehr als
im Vorjahr. Für private Empfehlungen sind in der Generation Z (16 bis 29 Jahre)
sogar 47 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer empfänglich, in der
Generation Y (30 bis 45 Jahre) sind es 46 Prozent, während der Anteil mit
zunehmendem Alter deutlich sinkt.
"Das Ergebnis, dass im Schnitt vier von zehn Menschen Social-Media-Posts
glaubwürdiger finden als redaktionelle Nachrichten, ist aus
demokratiepolitischer Sicht alarmierend", erklärt Dr. Roland Heintze,
Social-Media-Experte und geschäftsführender Gesellschafter von PER. "Klassische
Medien durchlaufen Sorgfaltspflichten und Redaktionsprozesse, die Nachrichten
auf Social Media nicht bieten, insbesondere, wenn privat gepostet wird. Das
schwindende Vertrauen in Redaktionen führt zu einer Verschiebung, wer die
öffentliche Meinungsbildung prägt. Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen
bleibt abzuwarten, inwieweit klassische Wahlkampfformate die Bürgerinnen und
Bürger noch erreichen."
Kommerziellen Informationen wird stärker misstraut
Das Plus an Glaubwürdigkeit wird von der großen Reichweite der
Social-Media-Plattformen getragen. 84 Prozent der Internetnutzerinnen und
-nutzer sind in sozialen Medien aktiv. Zum Vergleich: Zu Beginn der Messung im
Jahr 2011 waren es noch 64 Prozent.
Die Spitzenplätze im Ranking der meistgenutzten Plattformen sind im Vergleich
zum Vorjahr unverändert: WhatsApp (77 Prozent), YouTube (74 Prozent), Facebook
(64 Prozent), Instagram (60 Prozent) und TikTok (47 Prozent) bilden wie schon
2025 die Top 5. Im Unterschied zu privaten Empfehlungen ist bei Facebook,
Instagram und TikTok das Vertrauen in kommerzielle Empfehlungen jedoch gering:
44 Prozent der TikTok-Nutzerinnen und -nutzer haben nur wenig Vertrauen in
Informationen von Zeitungen oder Unternehmen. Auch auf Instagram (45 Prozent)
und Facebook (46 Prozent) misstrauen Nutzerinnen und Nutzer eher kommerziellen
Anbietern.
Gleichzeitig sind TikTok, Instagram und Facebook Plattformen, auf denen die
Nutzerinnen und Nutzer zumindest gelegentlich mit Fake-News konfrontiert werden.
57 Prozent der Befragten hatten bereits auf Facebook das Gefühl, dass in den
Nachrichten die Wahrheit verdreht wird oder die Information schlichtweg nicht
stimmt. Auf TikTok sind es 51 Prozent, auf Instagram 45 Prozent.
"Unsere Studie zeigt, dass Internetnutzerinnen und -nutzer nicht Social Media
als solches vertrauen, sondern den Menschen dort. Verwandte, Freunde und
Bekannte sind glaubwürdiger als Unternehmen mit ihren Marken. Besonders deutlich
wird das auf Facebook und Instagram. Dort liegen große Anteile des
Social-Media-Werbebudgets. Wer Vertrauen aufbauen will, kommt an glaubwürdigen
Testimonials und Influencern als Markenbotschafterinnen und -botschafter nicht
mehr vorbei", sagt Dr. Roland Heintze.
Über den Social-Media-Atlas
Der Social-Media-Atlas erfasst seit 2011 jährlich auf Basis einer
repräsentativen Umfrage die Nutzung Sozialer Medien in Deutschland und dient
Unternehmen als unverzichtbare Grundlage zur strategischen Planung ihrer
Social-Media-Aktivitäten. Die Studie liefert unter anderem belastbare Fakten
darüber, welche Dienste im Web 2.0 von wem wie intensiv genutzt werden, welche
Themen auf welchen Kanälen diskutiert werden und inwieweit Soziale Medien
Kaufentscheidungen beeinflussen. Der Social-Media-Atlas wird von der
Beratungsgesellschaft PER Agency und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit
dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung herausgegeben.
Für den Social-Media-Atlas 2026 wurden rund 3.600 deutsche Internetnutzer ab 16
Jahren online befragt. Die repräsentative Umfrage erfolgte im Januar 2026.
Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Die komplette Studie kann unter
mailto:info@per-agency.com gegen eine Schutzgebühr von 890,- Euro zzgl. MwSt.
bestellt werden.
Über PER Agency GmbH
Wir entwickeln kanalübergreifende Kommunikationslösungen, mit denen wir
signifikanter Bestandteil der Wertschöpfung unserer Kunden werden. Wir nutzen
dafür die überzeugende Kraft von Daten und Fakten. Unsere Strategie und Kreation
ist datengetrieben, unser Advertising bewegt Zielgruppen und liefert
überdurchschnittliche Ergebnisse. Weitere Informationen finden Sie unter
https://www.per-agency.com
Pressekontakt:
P.E.R. Agency GmbH
Dr. Roland Heintze
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OTS: PER Agency GmbH
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