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New York (ots) - Während der Sommermonate sinken die Handelsvolumina an den
Börsen häufig spürbar. Viele Anleger nutzen die Urlaubszeit für eine Pause und
gehen davon aus, dass sich in ruhigen Marktphasen ohnehin kaum Chancen ergeben.
Dabei bedeutet das Sommerloch nicht automatisch Stillstand: Auch wenn sich Kurse
nur wenig bewegen, gibt es Strategien, mit denen Anleger laufende Erträge
erzielen können.
"Viele Anleger glauben, sie könnten an der Börse nur verdienen, wenn Aktien im
Wert steigen. Tatsächlich gibt es Strategien, die auch in ruhigen oder seitwärts
laufenden Märkten Erträge ermöglichen", sagt Anne Schwedt. Nachfolgend erfahren
Sie, warum das Sommerloch für langfristig orientierte Anleger keineswegs
verlorene Zeit ist, woran sich geeignete Qualitätsunternehmen erkennen lassen
und weshalb Auswahlkriterien wichtiger sind als konkrete Aktientipps.
Wenn Seitwärtsphasen Chancen bieten
Das klassische Verständnis vom Investieren folgt einem einfachen Prinzip: Eine
Aktie wird günstig gekauft und später zu einem höheren Kurs verkauft. Bleibt die
Kurssteigerung aus, entsteht deshalb schnell der Eindruck, im Depot passiere
nichts. Gerade im Sommer, wenn weniger gehandelt wird, empfinden viele Anleger
diese Zeit als wenig produktiv.
Doch diese Sicht greift zu kurz. Neben möglichen Kursgewinnen können Anleger mit
bestimmten Strategien auch Prämien vereinnahmen. Eine Möglichkeit besteht darin,
bereits gehaltene Aktien über Optionen gewissermaßen zu "vermieten". Dafür
erhält der Anleger eine Prämie. So können auch in seitwärts laufenden Märkten
Erträge entstehen. "Wer nur auf steigende Kurse setzt, hat in ruhigen Phasen
tote Zeit im Depot. Wer seine Aktien vermietet, verdient auch dann", erklärt
Schwedt.
Zugleich bieten ruhigere Börsenphasen Gelegenheit, das eigene Portfolio mit
Abstand zu überprüfen. Welche Unternehmen passen noch zur Strategie? Ist das
Depot ausreichend diversifiziert? Und welche Aktien würde man auch dann halten
wollen, wenn ihre Kurse über Jahre kaum steigen?
"Die besten Entscheidungen trifft man nicht, wenn die Märkte brennen, sondern
wenn nichts los ist", sagt die Expertin. Wer die ruhigeren Wochen nutzt, um sein
Depot zu strukturieren, ist besser vorbereitet, wenn die Schwankungen wieder
zunehmen.
Nicht jede Aktie eignet sich zum "Vermieten"
Entscheidend ist allerdings, welche Unternehmen ins Depot aufgenommen werden.
Denn nicht jede Aktie eignet sich gleichermaßen für eine solche Strategie. Neben
der Qualität des Unternehmens spielt vor allem die Liquidität des Marktes eine
wichtige Rolle.
Im Mittelpunkt sollte zunächst die Substanz stehen. Etablierte Unternehmen
verfügen idealerweise über ein stabiles Geschäftsmodell sowie verlässliche
Umsätze und Gewinne. Auch Größe und Bekanntheit sind relevant: Je breiter eine
Aktie gehandelt wird, desto mehr Marktteilnehmer gibt es in der Regel.
Für das "Vermieten" ist das entscheidend, schließlich braucht es eine liquide
Gegenseite. "Man braucht Mieter für seine Aktien. Und diesen Marktplatz gibt es
in der Tiefe nur in den USA - Apple allein ist größer als der gesamte DAX",
erklärt die Wall-Street-Expertin. Damit rückt das Handelsvolumen als
Auswahlkriterium in den Mittelpunkt. Ein bekanntes Unternehmen allein reicht
nicht aus. Seine Aktie muss auch liquide genug gehandelt werden, damit sich die
Strategie zuverlässig umsetzen lässt.
Noch wichtiger ist jedoch eine andere Frage: Würde man das Unternehmen auch
besitzen wollen, wenn es keine zusätzliche Prämie gäbe? Wer eine Aktie
ausschließlich wegen möglicher Prämieneinnahmen kauft, setzt aus Schwedts Sicht
die falsche Priorität: "Die Prämie ist der Bonus, nicht der Grund. Ich kaufe nur
Unternehmen, die ich auch behalten will, wenn sie fünf Jahre seitwärts laufen."
Darüber hinaus sollte das Gesamtdepot ausgewogen bleiben. Eine Streuung über
mehrere Branchen reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Sektoren. Gleichzeitig
sollten Anleger nur Unternehmen auswählen, deren Geschäftsmodell sie tatsächlich
verstehen.
Kriterien statt kurzfristiger Aktientipps
Konkrete Aktientipps versprechen schnelle Orientierung, haben jedoch einen
Nachteil: Was heute attraktiv erscheint, kann sich schon wenige Monate später
anders darstellen. Klare Auswahlkriterien lassen sich dagegen langfristig und in
unterschiedlichen Marktphasen anwenden. "Ich gebe bewusst keine Kauftipps. Wer
nur nachkauft, was jemand anderes empfiehlt, lernt nichts und ist beim nächsten
Mal wieder abhängig", so Schwedt.
Hinzu kommt, dass Anleger unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Kapital,
Anlagehorizont und Risikobereitschaft unterscheiden sich ebenso wie bestehende
Depots. Was für den einen sinnvoll ist, muss daher nicht zum anderen passen. Wer
hingegen versteht, anhand welcher Merkmale Unternehmen beurteilt werden können,
kann diese Kriterien immer wieder anwenden. Auch wenn heutige Favoriten in
einigen Jahren andere sein sollten, bleiben die Grundprinzipien bestehen.
Schwedt bringt diesen Ansatz auf den Punkt: "Nicht Fisch geben, sondern fischen
lehren."
Allerdings darf die Prämie nicht mit einer Absicherung gegen Verluste
verwechselt werden. Fällt der Kurs einer gehaltenen Aktie, kann sie den Verlust
zwar mindern, verhindert ihn aber nicht. Das "Vermieten" ersetzt deshalb weder
eine sorgfältige Unternehmensauswahl noch die Auseinandersetzung mit den
Risiken.
Das Sommerloch ist für Anleger somit nicht zwangsläufig verlorene Zeit. Gerade
wenn die Märkte ruhiger sind, bietet sich die Gelegenheit, das eigene Depot zu
prüfen und die Auswahlkriterien zu schärfen. Denn langfristiger Anlageerfolg
hängt nicht allein von steigenden Kursen ab, sondern auch von einer Strategie,
die in ruhigeren Marktphasen funktioniert.
Über Anne Schwedt
Anne Schwedt ist Investorin und Wall-Street-Expertin. Nach ihrem Master in
Business & Finance in London ging sie nach New York, wo sie seit über zehn
Jahren lebt und arbeitet. Als Reporterin direkt an der Wall Street lernte sie
ihr Börsenwissen von einigen der besten Trader der Welt. Heute zeigt sie
privaten Anlegern, wie sie aus ihrem bestehenden Aktienportfolio regelmäßige
Erträge erzielen können. Weitere Informationen unter:
https://www.anneschwedt.com/
Pressekontakt:
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#704-3166New York,
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Vertreten durch:
Anne Schwedt
Kontakt:
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OTS: AnneSchwedt
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