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Berlin (ots) - Die DB InfraGO ist dabei, ihre Hochleistungskorridore zu
sanieren. Bislang gehen die Bauarbeiten mit mehrmonatigen Vollsperrungen einher.
Doch die Erfahrung zeigt, dass dieses Konzept so nicht funktioniert. Die langen
Sperrungen stellen für Fahrgäste eine unzumutbare Belastung dar, und trotzdem
sind danach oft nicht alle Arbeiten erledigt. Der ökologische Verkehrsclub VCD
hat ein Konzept entwickelt (https://link.mediaoutreach.meltwater.com/ls/click?up
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yOhLHtN8mnJr-2F7EbwCGPgYfX5GdWgBSo-2Fb0qQAfNWVKI51KznprxD7oSBixkMc) , das
Korridorsanierungen fahrgastfreundlicher mit wesentlich kürzeren Sperrzeiten
ermöglicht. Der VCD-Bundesvorsitzende Matthias Kurzeck stellt es vor.
Das Konzept der Vollsperrungen muss auf den Prüfstand, fordert der ökologische
Verkehrsclub VCD. "Fahrgäste leiden unter monatelangen Sperrungen, und danach
funktioniert trotzdem noch nicht alles", kritisiert der Bundesvorsitzende
Matthias Kurzeck: "Vollsperrungen dürfen nur das letzte Mittel sein und nicht
länger als vier Wochen dauern. Mehr ist den Fahrgästen nicht zuzumuten."
Der VCD schlägt deshalb ein Konzept vor, das eine gebündelte Sanierung bei
weitgehend nur eingleisigen Sperrungen vorsieht. Matthias Kurzeck erläutert:
"Nur bestimmte Arbeiten erfordern eine Vollsperrung für begrenzte Zeit. Diese
lassen sich am Anfang und am Ende der Sanierung bündeln - dann reicht es, die
Strecke zweimal für maximal vier Wochen zu sperren." Schier endlose Sperrzeiten
wie bei der Sanierung Berlin - Hamburg seien überflüssig.
Für die Zeit dazwischen müssten stellenweise Provisorien gebaut werden, was den
Planungsaufwand leicht erhöhe - dennoch müsse die Gesamtsanierung so kaum länger
dauern als bei durchgehenden Vollsperrungen. Kurzeck: "Einen gewissen
Mehraufwand müssen Fahrgäste und Güterverkehr dem Bund als Geldgeber wert sein."
Erste Erfahrungen gibt es bereits: Beim Streckenausbau Hamburg - Hannover war
die Hälfte der Strecke nur die halbe Zeit über voll gesperrt. In der übrigen
Zeit musste der Schienenersatzverkehr statt 100 Kilometern nur 55 Kilometer
überbrücken. Für die Fahrgäste bedeutete das kürzere Reisezeiten und weniger
Unannehmlichkeiten. "Für die Neuaufstellung der Korridorsanierungen müssen die
notwendigen Sperrungen sorgfältig geplant und die Sperrzeiten auf ein Mindestmaß
beschränkt werden", fordert Kurzeck. "Das reduziert die Folgen für Fahrgäste und
Güterverkehr und verhindert, dass Kundinnen und Kunden dauerhaft von der Bahn
aufs Auto umsteigen."
Vom Bundesverkehrsministerium fordert der VCD, eine Gesetzesänderung auf den Weg
zu bringen, um die Vorgabe der langen Vollsperrungen bei der Korridorsanierung
aus dem Bundesschienenwege-Ausbaugesetz zu streichen. Bis dahin sollten
Abweichungen von der gesetzlichen Vorgabe immer genehmigt werden - was das
Gesetz bereits jetzt zulässt.
Zum Hintergrund: Das VCD-Konzept zur fahrgastfreundlichen Korridorsanierung und
Erläuterungen zur Gesetzeslage können Sie hier herunterladen (https://link.media
outreach.meltwater.com/ls/click?upn=u001.shaiF3-2Bb90N6gRRgKFVZ6DvxJgVUvOLhFIMMV
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