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Magdeburg/Bonn (ots) - Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt hält sich das BSW eine
Zusammenarbeit mit der AfD in bestimmten Punkten offen. Claudia Wittig,
BSW-Spitzenkandidatin, sagte bei phoenix: "Der ganz klare Weg des BSW ist,
Politik immer inhaltlich zu entscheiden auf Basis von wirklich konkreten
Projekten zu entscheiden, mit wem wir zusammenarbeiten werden. Und eine über
40-Prozent-Partei komplett aus diesem Weg auszuschließen, halte ich für
undemokratisch, und wir haben ja gesehen, wohin es geführt hat. Die aktuellen
Umfrageergebnisse zeigen, dass die Brandmauer-Politik nicht dazu beigetragen
hat, sie kleiner zu machen. Wir möchten uns in der Sache auseinandersetzen. Und
da muss auch die AfD Farbe bekennen."
Rechtsextreme Projekte wolle man nicht mit der AfD umsetzen, sagte Wittig auf
Nachfrage, aber "zum Beispiel an den Energiepreisen mit denen arbeiten." Auch
einen Ministerpräsidenten werde man nicht wählen. "Wir möchten uns eigentlich
nicht an der gesellschaftlichen Spaltung beteiligen und den einen oder den
anderen wählen, sondern wir sind immer noch in der guten Hoffnung, dass man die
Lager zusammenführen kann mit einem überparteilichen Ministerpräsidenten, der
sich dann wirklich für jedes Projekt wechselnde Mehrheiten suchen muss." Und
weiter "Wenn es nicht anders geht, dann werden wir uns enthalten und dann haben
die Wählerinnen und Wähler entschieden, wer der Ministerpräsident sein soll."
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