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Berlin/Bonn (ots) - Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt lehnt die
Parteivorsitzende des BSW, Amira Mohamed Ali, eine Wahl des
AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund zum Ministerpräsidenten ab. Im Interview
mit dem Fernsehsender phoenix sagte sie: "Wir werden Herrn Siegmund nicht
wählen." Man sei zwar offen, mit allen Parteien über Sachfragen zu sprechen,
werde aber "keine Koalitionsgespräche führen", so die BSW-Vorsitzende weiter.
Durch eine Enthaltung bei einem möglichen dritten Wahlgang bei der Wahl zum
Ministerpräsidenten mache sich das BSW nicht zum Steigbügelhalter für die AfD,
denn dadurch entstehe "eine Pattsituation", so die BSW-Vorsitzende. "Das heißt,
wenn niemand von der CDU die AfD wählt, wonach es ja im Moment vor allem
aussieht, wäre das überhaupt nicht der Fall."
Sie sprach sich erneut für einen überparteilich agierenden Ministerpräsidenten
aus, der sich in Sachfragen wechselnde Mehrheiten suche. Dies sei immer der
Vorschlag des BSW gewesen und "es wird sehr deutlich, wie vernünftig der ist.
Und ich hoffe, dass die anderen Parteien ein Einsehen haben und bereit sind mit
uns diesen Weg zu gehen", so Amira Mohamed Ali bei phoenix.
Das gesamte Interview finde Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=uxu-kefeG5Q
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