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Frankfurt am Main (ots) -
- Vorsichtige Trendwende: Beschäftigungsausblick steigt um neun Prozentpunkte
auf 15 Prozent
- Verarbeitendes Gewerbe schafft die Kehrtwende, Information & Kommunikation mit
dem stärksten Ausblick aller Branchen
- International bleibt Deutschland auf Abstand zum globalen
Beschäftigungsausblick von 29 Prozent
Nach zwei rückläufigen Quartalen legen die Einstellungsabsichten der deutschen
Unternehmen zum Jahresende wieder zu. Das aktuelle Arbeitsmarktbarometer der
ManpowerGroup weist für das vierte Quartal 2026 einen saisonbereinigten
Netto-Beschäftigungsausblick* (NBA) von 15 Prozent aus - neun Prozentpunkte mehr
als im Vorquartal (6 Prozent) und der stärkste Anstieg des Jahres. Nach dem
Tiefpunkt des Jahres im Sommer ist das eine deutliche Gegenbewegung. Ein
flächendeckender Aufschwung ist es aber nicht: Gegenüber dem Vorjahresquartal
liegt der Ausblick zwei Punkte niedriger, und im internationalen Vergleich
bleibt Deutschland weit hinter dem globalen Durchschnitt von 29 Prozent zurück.
Der Anstieg speist sich vor allem daraus, dass weniger Unternehmen Stellen
streichen wollen. Nur noch 17 Prozent der Arbeitgeber rechnen mit einem Abbau.
Das sind sieben Punkte weniger als im Vorquartal. 33 Prozent planen einen
Aufbau, 47 Prozent wollen ihre Belegschaftsgröße stabil halten.
"Die Einstellungsabsichten senden ein erstes Signal für eine mögliche Trendwende
am Arbeitsmarkt", sagt Faris Becirovic, Country Manager und Vorsitzender der
Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. "Der wirtschaftliche Aufschwung
ist in Deutschland bisher nur in Ansätzen erkennbar. Umso bemerkenswerter ist,
dass die Unternehmen beim Blick auf ihre Beschäftigung wieder zuversichtlicher
werden. Einstellungsabsichten können sich aufhellen, bevor sich die Entwicklung
in den harten Konjunkturdaten widerspiegelt."
Erholung zieht sich durch fast alle Branchen
Die Verbesserung erfasst nahezu alle Wirtschaftszweige**: Sieben der neun
untersuchten Branchen legen gegenüber dem Vorquartal zu. Den stärksten Ausblick
meldet Information & Kommunikation mit 23 Prozent. Das entspricht einem Plus von
neun Punkten gegenüber dem Vorquartal und einer Verbesserung von vier Punkten im
Jahresvergleich.
Die deutlichste Kehrtwende gelingt dem verarbeitenden Gewerbe. Nach einem
negativen Wert im dritten Quartal klettert der NBA um 19 Punkte auf 7 Prozent
und erreicht damit wieder das Niveau des Vorjahres. Für die exportstarke
Industrie ist das die Rückkehr aus dem roten Bereich.
Die Sonderauswertung für den Sektor Technologie & IT-Dienstleistungen weist
außerdem eine deutliche Erholung dieser Branche auf: Der Wert steigt von 5 auf
27 Prozent und macht den Einbruch des Vorquartals wett.
Rückhalt kommt zudem aus den binnenorientierten Bereichen. Der öffentliche
Sektor, Gesundheit & soziale Dienste legt um 12 Punkte auf 19 Prozent zu und
bestätigt seine Rolle als Stütze des Arbeitsmarkts. Auch Handel & Logistik (20
Prozent; +13 Punkte) und das Gastgewerbe (22 Prozent; +17 Punkte) verbessern
sich spürbar.
Gegen den Trend entwickelt sich Bau & Immobilien. Der Ausblick sinkt um fünf
Punkte auf 18 Prozent, obwohl das 500 Milliarden Euro schwere
Infrastruktur-Sondervermögen bereitsteht. Im Jahresvergleich bleibt der Sektor
mit plus neun Punkten dennoch deutlich im Plus.
Verhaltene Aussichten zeigen sich zudem im Bereich Finanzen & Versicherungen (15
Prozent) sowie den professionellen, wissenschaftlichen und technischen
Dienstleistungen (11 Prozent): Beide legen zwar gegenüber dem Vorquartal zu,
verlieren im Jahresvergleich aber deutlich (-17 beziehungsweise -19 Punkte). Den
schwächsten Ausblick meldet der Bereich Versorgung & natürliche Ressourcen mit 3
Prozent bei einem Rückgang von 14 Punkten.
International bleibt Deutschland im unteren Feld
Auch wenn der Beschäftigungsausblick für das vierte Quartal positiv ausfällt -
im weltweiten Vergleich bleibt Deutschland unter dem globalen Durchschnitt von
29 Prozent. Auch das europäische Mittel von 20 Prozent liegt darüber. Innerhalb
Europas bewegt sich Deutschland in einer ähnlichen Größenordnung wie Frankreich
(13 Prozent) und Italien (16 Prozent), während Länder wie die Niederlande oder
Schweden spürbar optimistischer sind.
"Unternehmen sollten diese Phase nutzen, um ihre Workforce auf eine wieder
steigende Nachfrage vorzubereiten", so Becirovic. "Jetzt müssen die Fragen
beantwortet werden: Welche Skills werden gebraucht? Wo brauchen wir flexible
Kapazitäten? Und wie stellen wir Recruiting so auf, dass wir schnell skalieren
können? Wer damit erst beginnt, wenn die Aufträge bereits da sind, verliert
wertvolle Zeit. Strategisches Workforce Management wird damit zum
Wettbewerbsfaktor."
Regional geben die Metropolen den Takt vor
Auch regional verläuft die Erholung uneinheitlich. Die diversifizierten
Großstädte führen: Berlin erreicht 28 Prozent (+15 Punkte), München springt um
21 Punkte auf 22 Prozent und macht den Sommereinbruch wett, der Norden legt auf
17 Prozent (+10 Punkte) zu. Zurück bleiben die industriell geprägten Regionen.
Der Süden kommt trotz kräftigem Quartalsplus nur auf 8 Prozent und liegt neun
Punkte unter dem Vorjahr, der Westen bewegt sich in diesem Zeitraum mit 15
Prozent kaum (+1 Punkt).
Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kostenlosen Download. (https://www.manp
owergroup.de/-/media/project/manpowergroup/manpowergroup/manpowergroup-germany/s
tudien_pdf/meos/mpg-arbeitsmarktbarometer-meos-q4-2026-de-final.pdf)
Die nächste Umfrage wird im Dezember 2026 veröffentlicht und berichtet über die
Einstellungserwartungen für das 1. Quartal 2027.
*Der Netto-Beschäftigungsausblick (NBA) errechnet sich aus dem Anteil der
Unternehmen, die einen Beschäftigungsanstieg erwarten, abzüglich derer, die
einen Beschäftigungsrückgang prognostizieren. An der Befragung nahmen
deutschlandweit 1.050 Unternehmen teil. Die aktuelle Untersuchung wurde am 31.
Juli 2026 abgeschlossen.
**Über die Branchen
ManpowerGroup hat die Branchenklassifizierung aktualisiert, um sicherzustellen,
dass die Ergebnisse und Aussagen die globale wirtschaftliche Struktur besser
widerspiegeln. Mit der Veröffentlichung des MEOS Q1/2026 werden die Daten für
neun Branchen ausgewiesen: Bau & Immobilien; Finanzen & Versicherungen;
Gastgewerbe; Information & Kommunikation; Verarbeitendes Gewerbe;
Professionelle, wissenschaftliche & technische Dienstleistungen; Öffentlicher
Sektor, Gesundheit & soziale Dienste; Versorgung & natürliche Ressourcen sowie
Handel & Logistik. Die historischen Daten wurden neu klassifiziert, um die
Konsistenz im Zeitverlauf zu gewährleisten. Die nationalen und regionalen
Auswertungen bleiben unverändert. Diese Aktualisierung verbessert die
Vergleichbarkeit mit anderen Studien und gewährleistet eine größere Relevanz für
Kunden, Medien und Marktteilnehmer. Zusätzlich werden seit Q1/2026
Sonderauswertungen für Automotive sowie Technologie & IT-Dienstleistungen
ausgewiesen; deren Stichprobe überschneidet sich teilweise mit den genannten
Branchen, ein Vorjahresvergleich ist daher nicht ausgewiesen.
Über das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer
Das Arbeitsmarktbarometer ist auch als ManpowerGroup Employment Outlook Survey
(MEOS) bekannt und existiert bereits seit über 60 Jahren. Die Studie wird im
Dreimonats-Rhythmus veröffentlicht und gilt weltweit als wichtiger Indikator zur
Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die Studie ist die
umfassendste zukunftsorientierte Beschäftigungsumfrage ihrer Art und misst
repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage
ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das jeweils vorausliegende Quartal. Die
Ergebnisse sind aufgeschlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit
bei Ökonom*innen, Arbeitsmarktexpert*innen und Finanzanalyst*innen Beachtung.
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
Mit rund 6.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten
Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe
agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie
spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und
hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das
Unternehmen seit über 75 Jahren für Bewerber, Bewerberinnen und Unternehmen am
Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt
Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden
Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln
und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In
Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der
amerikanischen ManpowerGroup(TM).
Pressekontakt:
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
Pressestelle
Dr. Katrin Luzar
Frankfurter Straße 60-68
65760 Eschborn
E-Mail: mailto:presse@manpower.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/56465/6347508
OTS: ManpowerGroup Deutschland GmbH
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