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Deutsche Arbeitgeber wieder zuversichtlicher, Einstellungsabsichten bleiben aber unter globalen Durchschnitt / ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer für Q4/2026 (FOTO)

8.09.2026 10:35 Uhr ManpowerGroup Deutschland GmbH

Frankfurt am Main (ots) -

- Vorsichtige Trendwende: Beschäftigungsausblick steigt um neun Prozentpunkte auf 15 Prozent - Verarbeitendes Gewerbe schafft die Kehrtwende, Information & Kommunikation mit dem stärksten Ausblick aller Branchen - International bleibt Deutschland auf Abstand zum globalen Beschäftigungsausblick von 29 Prozent

Nach zwei rückläufigen Quartalen legen die Einstellungsabsichten der deutschen Unternehmen zum Jahresende wieder zu. Das aktuelle Arbeitsmarktbarometer der ManpowerGroup weist für das vierte Quartal 2026 einen saisonbereinigten Netto-Beschäftigungsausblick* (NBA) von 15 Prozent aus - neun Prozentpunkte mehr als im Vorquartal (6 Prozent) und der stärkste Anstieg des Jahres. Nach dem Tiefpunkt des Jahres im Sommer ist das eine deutliche Gegenbewegung. Ein flächendeckender Aufschwung ist es aber nicht: Gegenüber dem Vorjahresquartal liegt der Ausblick zwei Punkte niedriger, und im internationalen Vergleich bleibt Deutschland weit hinter dem globalen Durchschnitt von 29 Prozent zurück.

Der Anstieg speist sich vor allem daraus, dass weniger Unternehmen Stellen streichen wollen. Nur noch 17 Prozent der Arbeitgeber rechnen mit einem Abbau. Das sind sieben Punkte weniger als im Vorquartal. 33 Prozent planen einen Aufbau, 47 Prozent wollen ihre Belegschaftsgröße stabil halten.

"Die Einstellungsabsichten senden ein erstes Signal für eine mögliche Trendwende am Arbeitsmarkt", sagt Faris Becirovic, Country Manager und Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland. "Der wirtschaftliche Aufschwung ist in Deutschland bisher nur in Ansätzen erkennbar. Umso bemerkenswerter ist, dass die Unternehmen beim Blick auf ihre Beschäftigung wieder zuversichtlicher werden. Einstellungsabsichten können sich aufhellen, bevor sich die Entwicklung in den harten Konjunkturdaten widerspiegelt."

Erholung zieht sich durch fast alle Branchen

Die Verbesserung erfasst nahezu alle Wirtschaftszweige**: Sieben der neun untersuchten Branchen legen gegenüber dem Vorquartal zu. Den stärksten Ausblick meldet Information & Kommunikation mit 23 Prozent. Das entspricht einem Plus von neun Punkten gegenüber dem Vorquartal und einer Verbesserung von vier Punkten im Jahresvergleich.

Die deutlichste Kehrtwende gelingt dem verarbeitenden Gewerbe. Nach einem negativen Wert im dritten Quartal klettert der NBA um 19 Punkte auf 7 Prozent und erreicht damit wieder das Niveau des Vorjahres. Für die exportstarke Industrie ist das die Rückkehr aus dem roten Bereich.

Die Sonderauswertung für den Sektor Technologie & IT-Dienstleistungen weist außerdem eine deutliche Erholung dieser Branche auf: Der Wert steigt von 5 auf 27 Prozent und macht den Einbruch des Vorquartals wett.

Rückhalt kommt zudem aus den binnenorientierten Bereichen. Der öffentliche Sektor, Gesundheit & soziale Dienste legt um 12 Punkte auf 19 Prozent zu und bestätigt seine Rolle als Stütze des Arbeitsmarkts. Auch Handel & Logistik (20 Prozent; +13 Punkte) und das Gastgewerbe (22 Prozent; +17 Punkte) verbessern sich spürbar.

Gegen den Trend entwickelt sich Bau & Immobilien. Der Ausblick sinkt um fünf Punkte auf 18 Prozent, obwohl das 500 Milliarden Euro schwere Infrastruktur-Sondervermögen bereitsteht. Im Jahresvergleich bleibt der Sektor mit plus neun Punkten dennoch deutlich im Plus.

Verhaltene Aussichten zeigen sich zudem im Bereich Finanzen & Versicherungen (15 Prozent) sowie den professionellen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (11 Prozent): Beide legen zwar gegenüber dem Vorquartal zu, verlieren im Jahresvergleich aber deutlich (-17 beziehungsweise -19 Punkte). Den schwächsten Ausblick meldet der Bereich Versorgung & natürliche Ressourcen mit 3 Prozent bei einem Rückgang von 14 Punkten.

International bleibt Deutschland im unteren Feld

Auch wenn der Beschäftigungsausblick für das vierte Quartal positiv ausfällt - im weltweiten Vergleich bleibt Deutschland unter dem globalen Durchschnitt von 29 Prozent. Auch das europäische Mittel von 20 Prozent liegt darüber. Innerhalb Europas bewegt sich Deutschland in einer ähnlichen Größenordnung wie Frankreich (13 Prozent) und Italien (16 Prozent), während Länder wie die Niederlande oder Schweden spürbar optimistischer sind.

"Unternehmen sollten diese Phase nutzen, um ihre Workforce auf eine wieder steigende Nachfrage vorzubereiten", so Becirovic. "Jetzt müssen die Fragen beantwortet werden: Welche Skills werden gebraucht? Wo brauchen wir flexible Kapazitäten? Und wie stellen wir Recruiting so auf, dass wir schnell skalieren können? Wer damit erst beginnt, wenn die Aufträge bereits da sind, verliert wertvolle Zeit. Strategisches Workforce Management wird damit zum Wettbewerbsfaktor."

Regional geben die Metropolen den Takt vor

Auch regional verläuft die Erholung uneinheitlich. Die diversifizierten Großstädte führen: Berlin erreicht 28 Prozent (+15 Punkte), München springt um 21 Punkte auf 22 Prozent und macht den Sommereinbruch wett, der Norden legt auf 17 Prozent (+10 Punkte) zu. Zurück bleiben die industriell geprägten Regionen. Der Süden kommt trotz kräftigem Quartalsplus nur auf 8 Prozent und liegt neun Punkte unter dem Vorjahr, der Westen bewegt sich in diesem Zeitraum mit 15 Prozent kaum (+1 Punkt).

Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kostenlosen Download. (https://www.manp owergroup.de/-/media/project/manpowergroup/manpowergroup/manpowergroup-germany/s tudien_pdf/meos/mpg-arbeitsmarktbarometer-meos-q4-2026-de-final.pdf)

Die nächste Umfrage wird im Dezember 2026 veröffentlicht und berichtet über die Einstellungserwartungen für das 1. Quartal 2027.

*Der Netto-Beschäftigungsausblick (NBA) errechnet sich aus dem Anteil der Unternehmen, die einen Beschäftigungsanstieg erwarten, abzüglich derer, die einen Beschäftigungsrückgang prognostizieren. An der Befragung nahmen deutschlandweit 1.050 Unternehmen teil. Die aktuelle Untersuchung wurde am 31. Juli 2026 abgeschlossen.

**Über die Branchen

ManpowerGroup hat die Branchenklassifizierung aktualisiert, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse und Aussagen die globale wirtschaftliche Struktur besser widerspiegeln. Mit der Veröffentlichung des MEOS Q1/2026 werden die Daten für neun Branchen ausgewiesen: Bau & Immobilien; Finanzen & Versicherungen; Gastgewerbe; Information & Kommunikation; Verarbeitendes Gewerbe; Professionelle, wissenschaftliche & technische Dienstleistungen; Öffentlicher Sektor, Gesundheit & soziale Dienste; Versorgung & natürliche Ressourcen sowie Handel & Logistik. Die historischen Daten wurden neu klassifiziert, um die Konsistenz im Zeitverlauf zu gewährleisten. Die nationalen und regionalen Auswertungen bleiben unverändert. Diese Aktualisierung verbessert die Vergleichbarkeit mit anderen Studien und gewährleistet eine größere Relevanz für Kunden, Medien und Marktteilnehmer. Zusätzlich werden seit Q1/2026 Sonderauswertungen für Automotive sowie Technologie & IT-Dienstleistungen ausgewiesen; deren Stichprobe überschneidet sich teilweise mit den genannten Branchen, ein Vorjahresvergleich ist daher nicht ausgewiesen.

Über das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer

Das Arbeitsmarktbarometer ist auch als ManpowerGroup Employment Outlook Survey (MEOS) bekannt und existiert bereits seit über 60 Jahren. Die Studie wird im Dreimonats-Rhythmus veröffentlicht und gilt weltweit als wichtiger Indikator zur Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die Studie ist die umfassendste zukunftsorientierte Beschäftigungsumfrage ihrer Art und misst repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das jeweils vorausliegende Quartal. Die Ergebnisse sind aufgeschlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit bei Ökonom*innen, Arbeitsmarktexpert*innen und Finanzanalyst*innen Beachtung.

ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG

Mit rund 6.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das Unternehmen seit über 75 Jahren für Bewerber, Bewerberinnen und Unternehmen am Markt aktiv und setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt Unternehmen bei ihrer Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In Deutschland ist die ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerikanischen ManpowerGroup(TM).

Pressekontakt:

ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG Pressestelle Dr. Katrin Luzar Frankfurter Straße 60-68 65760 Eschborn E-Mail: mailto:presse@manpower.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/56465/6347508 OTS: ManpowerGroup Deutschland GmbH


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - ManpowerGroup Deutschland GmbH
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