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Bad Rothenfelde (ots) - Studie "Gesundheit auf dem Teller" veröffentlicht: Jung
und Alt erkennen die Bedeutung von Ernährung auf das Wohlbefinden /
Expertenbegleitung durch Ernährungsforscher Prof. Dr. Tilman Grune und
Spitzenkoch Holger Stromberg
Ernährung wird von vielen Menschen als aktives Instrument zur Beeinflussung von
Gesundheit und Lebensqualität verstanden. Die Deutschen achten viel stärker auf
ihre Ernährung als noch vor einigen Jahren und setzen je nach Alter klare
Prioritäten. Dies ist das zentrale Ergebnis der dritten Generationenstudie, die
die heristo aktiengesellschaft herausgegeben hat. Die Studie "Gesundheit auf dem
Teller - Proteine, Longevity und die neue Erwartung an Lebensmittel", für die
heristo 2.000 Menschen aus Deutschland im Alter von 16 bis 69 Jahren befragen
ließ, liefert fünf gesellschaftlich relevante Erkenntnisse, die Aufschluss
darüber geben, wie die Deutschen - von der Generation Z bis zu den Babyboomern -
über das Zusammenspiel von Ernährung und Gesundheit denken:
1) Lebensmittel statt Medikamente: Ernährung wird klar als Hebel für Gesundheit
verstanden.
Die Studie zeigt: Die Menschen wollen Gesundheit eher über Lebensmittel als über
Medikamente beeinflussen. 74 Prozent stimmen zu, dass die eigene Ernährung einen
großen Einfluss auf die Gesundheit hat, und 75 Prozent sagen, sie achten heute
stärker auf ihre Ernährung als noch vor einigen Jahren. Auf der anderen Seite
scheint es ein Problem der Umsetzung in den Alltag zu geben: Nur 45 Prozent
geben an, dass sie es leicht finden, sich im Alltag gesund zu ernähren. Dieses
Spannungsfeld zeigt das Potenzial, das für Hersteller in praktikablen,
nachvollziehbaren und vertrauenswürdigen Angeboten liegt (s. Grafik 1).
2) Alltagsküche schlägt Shake: Protein ist mehr als ein Sportlerthema.
Insgesamt halten rund 49 Prozent proteinreiche Ernährung für wichtig;
gleichzeitig bevorzugen 66 Prozent proteinreiche Alltagslebensmittel gegenüber
zusätzlichen Proteinpräparaten - mit Unterschieden bei den Altersgruppen (s.
Grafik 2). Das spricht klar für eine "Food first"-Logik statt einem
supplementgetriebenen Trend. Die wichtigsten Proteinquellen sind Eier, Fleisch
und Milchprodukte, danach folgen Fisch, Nüsse/Samen und Hülsenfrüchte. Deutliche
Unterschiede zeigen sich zwischen den Generationen vor allem bei der Frage,
wofür Proteine gebraucht werden: Jüngere sehen in Protein vor allem ein Sport-
und Performance-Thema, Ältere sehen es stärker als Erhalts- und
Healthy-Aging-Thema.
3) Gesund alt werden beginnt nicht erst mit 60: Longevity ist längst kein Thema
nur für Ältere.
Der großen Mehrheit von 86 Prozent ist das Ziel wichtig, möglichst lange gesund
zu leben, und Ernährung wird dabei als relevanter Hebel verstanden. 55 Prozent
würden entsprechende Produkte kaufen, die dazu beitragen. Bei den 16- bis
29-Jährigen liegt das Kaufinteresse sogar bei 60 Prozent. Darin zeigt sich, dass
Longevity keinesfalls ein Seniorenthema ist, sondern definitiv ein
Generationenthema. Auch wenn die geistige und körperliche Fitness
erwartungsgemäß bei älteren Befragten eine viel größere Rolle spielt (89 bzw. 83
Prozent), sind diese beiden Aspekte auch bei den Jüngeren die am häufigsten
genannten Faktoren für gesundes Altern (66 bzw. 71 Prozent). Auch in der Gruppe
der Generation Z gibt mehr als jeder Zweite an, dass Aspekte wie guter Schlaf,
der Erhalt eines gesunden Gewichts oder ein stabiles Immunsystem wichtig für
Longevity sind.
4) Ärzte und Apotheken schlagen Influencer als Informationsquelle: Vertrauen als
wichtigste Währung entscheidet über die Akzeptanz
Ärzte und Apotheker sind für die Befragten die vertrauenswürdigsten
Informationsquellen (53 Prozent), gefolgt von Freunden/Familie und
Verbraucherorganisationen. Herstellerwebsites und Medienberichte spielen zwar
eine Rolle, liegen aber im Vertrauen deutlich dahinter. Interessant: Soziale
Medien und Influencer (14 Prozent) liegen zusammen mit direkter Werbung der
Hersteller am Ende des Rankings der vertrauenswürdigen Quellen (s. Grafik 3).
Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) wünschen sich mehr unabhängige
Informationsquellen zu Nahrungsergänzungsmitteln, Supplements und
gesundheitsbezogenen Lebensmitteln. Nur 39 Prozent fühlen sich ausreichend über
Nebenwirkungen informiert. Daraus folgt: Der Markt verlangt nicht nur Produkte
mit Zusatznutzen, sondern Transparenz und Glaubwürdigkeit.
5) Nicht um jeden Preis: Die Zahlungsbereitschaft für Produkte mit
Gesundheitsnutzen hat ihre Grenzen.
Die Studie zeigt: Die Zahlungsbereitschaft für gesundheitlichen Zusatznutzen ist
vorhanden, aber begrenzt. Die meisten Befragten würden bis zu 5 Prozent mehr
zahlen, höhere Aufpreise von 10 Prozent oder mehr werden deutlich seltener
akzeptiert. Als stärkstes Zahlungsargument gelten natürliche Zutaten, gefolgt
von gesundem Altern, weniger Zucker, hohem Proteingehalt, Darmfreundlichkeit und
wissenschaftlich belegtem Nutzen. Gleichzeitig steigt mit dem Alter der Anteil
derjenigen, die für solche Produktversprechen keinen Aufpreis akzeptieren
wollen. Auch hier offenbart die heristo-Studie deutliche Unterschiede zwischen
den Generationen. Diese Ergebnisse setzen klare Leitplanken für Positionierung
und Kommunikation. Gesundheitsnutzen kann Mehrwert stiften, darf aber preislich
und argumentativ nicht überzogen wirken.
"Wir verstehen die Ergebnisse dieser Studie auch als klaren Auftrag an uns als
Hersteller von Lebensmitteln. Die Verbraucher sind anspruchsvoll und messen der
Ernährung eine wichtige Bedeutung mit Blick auf ihre Gesundheit zu. Ob es
Proteine sind oder andere Faktoren, die zu einer gesunden Ernährung oder einem
gesunden Altern beitragen: Auch wenn die Anforderungen von jungen und älteren
Menschen teilweise stark voneinander abweichen, sind sie sich doch einig darin,
dass sie sich Lebensmittel wünschen, die ihnen helfen, diese Ziele zu
erreichen", sagt Studienleiter Jörn Leogrande, Bereichsleiter Corporate
Communications & Innovation von heristo. Begleitet wurde die Studie von Prof.
Dr. Tilman Grune, Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Instituts für
Ernährungsforschung, und Spitzenkoch Holger Stromberg. Für Prof. Dr. Tilman
Grune zeigt die Studie vor allem die Diskrepanz zwischen der Bedeutung von
Ernährung und fehlenden Informationen darüber, wie man sich gesund ernährt.
"Diese Umfrage unterstreicht, dass der Ernährung in der Bevölkerung alters- und
geschlechtsübergreifend eine zentrale Rolle bei der Gesunderhaltung beigemessen
wird. Breite Teile der befragten Gruppen sehen sich jedoch nicht ausreichend
informiert." Für den Experten ist außerdem bemerkenswert, dass die Bereitschaft,
einen höheren Preis für gesunderhaltende Produkte zu zahlen, sehr begrenzt ist -
ungeachtet der Tatsache, dass die Menschen diese Eigenschaft wichtig finden.
Holger Stromberg betont: "Die Studie zeigt: Die Menschen sind bereit für bessere
Ernährung." Das Thema Gesundheit und Ernährung sei inzwischen in der Breite
angekommen. "Früher war gesunde Ernährung oft ein Thema für bestimmte Milieus.
Heute beschäftigt es alle Generationen." Für die Hersteller von Lebensmitteln
eröffne das Chancen, sei aber zugleich eine herausfordernde Aufgabe: "Die
Menschen werden kritischer. Sie drehen Packungen um, lesen Zutatenlisten,
vergleichen Nährwerte. Und sie fragen sich: Ist das wirklich gut für mich."
Über die Studie
Für die Studie "Gesundheit auf dem Teller - Proteine, Longevity und die neue
Erwartung an Lebensmittel" hat die heristo aktiengesellschaft im Mai 2026 eine
repräsentative Kantar-Befragung von 2.000 in Deutschland lebenden Menschen im
Alter von 16 bis 69 Jahren in Auftrag gegeben. Ziel ist es, mehr zu erfahren
über die Unterschiede der Generationen in Bezug auf das Zusammenspiel von
Ernährung und Gesundheit. Dazu wurden die Befragten unterschieden in die vier
Generationen - Generation Z (16 bis 29 Jahre), Generation Y (30 bis 44 Jahre),
Generation X (45 bis 59 Jahre) und Babyboomer (69 bis 70 Jahre). Die Studie
reiht sich ein in die bisherigen Generationenbarometer von heristo mit den
Schwerpunkten Food (2024) und Pet Food (2025). Weitere Informationen finden Sie
auf der Webseite
(https://www.heristo.de/de/generationsbarometer-medizin-auf-dem-teller) der
heristo aktiengesellschaft.
Expertenbegleitung
Die Studie wurde begleitet von Prof. Dr. Tilman Grune und Holger Stromberg.
Prof. Dr. Tilman Grune ist Universitätsprofessor für Physiologische Chemie und
Zelluläre Biochemie an der Fakultät Chemie der Universität Wien und
Wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung
(DIfE). Als Autor beschäftigt er sich unter anderem mit der Forschungsfrage "Was
essen wir in der Zukunft?" und der Frage, welche Auswirkungen die Ernährung auf
das Altern hat. Holger Stromberg ist Spitzenkoch, arbeitete in mehreren mit
Michelin-Sternen ausgezeichneten Häusern und war Koch und Ernährungscoach der
deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Als Buchautor und Ernährungsexperte
beschäftigt er sich heute mit den Themen gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit.
Pressekontakt:
Jörn Leogrande
Bereichsleiter
Corporate Communications & Innovation
Parkstraße 44 - 46,
49214 Bad Rothenfelde
Tel.: 05424 / 299 485
mailto:jleogrande@heristo.com
Christian Wolfram
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OTS: heristo aktiengesellschaft
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