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Köln (ots) - Künstliche Intelligenz verändert die Entwicklung von Software
grundlegend. Was sich jedoch nicht verändert, ist der Anspruch an die Qualität
von Software, die zunehmend mit Unterstützung generativer KI entsteht. Die
Technologieexperten von Expleo erläutern in ihrem neuen Paper "The Future of
Software Engineering", warum Vertrauen im KI-Zeitalter zum entscheidenden
Qualitätsmerkmal wird.
Künstliche Intelligenz übernimmt zunehmend Aufgaben, die bisher Menschen
vorbehalten waren. Sie analysiert Anforderungen, entwickelt Software,
automatisiert Tests und unterstützt den Betrieb komplexer Systeme. Damit kommt
auf Unternehmen eine neue Aufgabe zu: Sie müssen sicherstellen, dass ihre
KI-Systeme transparent und regelkonform handeln und ihre Entscheidungen
jederzeit nachvollziehbar und belegbar sind. Gleichzeitig verändert sich auch
das Software-Engineering. Was früher vorwiegend eine codezentrierte Disziplin
war, entwickelt sich zunehmend zur Entwicklung und Steuerung intelligenter
Systeme. Das Technologie-, Engineering- und Beratungsunternehmen Expleo sieht in
dieser Transformation eine wachsende Bedeutung der Qualitätssicherung. Sie wird
zur zentralen Instanz für Governance, Compliance und digitales Vertrauen.
"Sobald Anwendungen eigenständig Inhalte erzeugen oder Entscheidungen
vorbereiten, reicht ein Test am Ende der Entwicklung nicht mehr aus", sagt Dr.
Yusuf Erdogan, Country Lead Digital & Technology bei Expleo Deutschland. "Die
Kontrolle muss während des gesamten Betriebs mitlaufen - genauso, wie man
Mitarbeitende mit Unterschriftenvollmacht auch nicht nur einmalig prüft und dann
nie wieder."
Qualitätssicherung wird zur Kontrollinstanz für KI-Systeme
Diese Entwicklung verändert die Rolle der Qualitätssicherung grundlegend: Sie
wird zur zentralen Kontrollinstanz für Governance und Compliance. Robustheit,
Erklärbarkeit, Bias-Erkennung und regulatorische Konformität werden bereits in
der Anfangsphase in den Entwicklungsprozess integriert. Somit sind sie kein
Ergebnis nachgelagerter Prüfungen mehr. Expleo bezeichnet diese
Weiterentwicklung klassischer DevOps-Modelle als "AgentOps". Der Betrieb und die
Überwachung von KI-Agenten werden somit integraler Bestandteil des gesamten
Softwarelebenszyklus einschließlich Observability, Governance, Security und
Compliance.
"Künftig lautet die entscheidende Frage nicht mehr 'Läuft die Software?',
sondern 'Können wir ihren Entscheidungen vertrauen und dies auch einem Prüfer
oder dem Aufsichtsrat belegen?'", sagt Erdogan. "Wir erleben bereits heute, dass
Unternehmen Governance und Compliance stärker gewichten. Wer heute an der
Qualitätssicherung spart, wird bei der ersten Regulierungsprüfung teuer dafür
bezahlen."
Neue Rollen für das Software-Engineering der Zukunft
Mit dem technologischen Wandel verändern sich auch die Rollen in der
Softwareentwicklung. Während KI-Assistenten und autonome Agenten immer mehr
Routineaufgaben übernehmen, verlagert sich der Schwerpunkt menschlicher Arbeit
auf Architektur, Steuerung und Governance.
Requirements Engineers werden zu Business-Value-Designern, die Geschäftsziele so
formulieren, dass sie von Menschen und KI gemeinsam interpretiert werden können.
Testmanager übernehmen künftig die Rolle von "AI Quality Governors" und
Softwaretester werden zu "Qualitäts- und Risikoanalysten", die das Verhalten
intelligenter Systeme kontinuierlich überwachen und bewerten. Gleichzeitig
entstehen neue Rollen wie "Lifecycle Orchestrators", die den gesamten
Entwicklungsprozess über Phasengrenzen hinweg koordinieren, sowie
"Experts-in-the-Loop", die dort eingreifen, wo KI an ihre fachlichen oder
ethischen Grenzen stößt.
"Für Unternehmen bedeutet das, bestehende Teams gezielt zu qualifizieren und
gleichzeitig neue Verantwortlichkeiten aufzubauen, für die es heute vielfach
noch keine etablierten Karrierepfade gibt", sagt Erdogan. "Wer jetzt nicht in
diese neuen Rollen investiert, hat in Zukunft zwar die Technologie, aber keine
Menschen mehr, die sie sicher steuern und kontrollieren können."
Concept Paper beschreibt die Zukunft des Software-Engineerings
In dem Concept Paper "The Future of Software Engineering" beschreibt Expleo die
technologischen und organisatorischen Veränderungen, mit denen Unternehmen in
den kommenden Jahren konfrontiert sein werden. Die Software- und
Testing-Experten analysieren darin den Wandel von der klassischen
Softwareentwicklung zu KI-gestützten, intelligenten Systemen und zeigen die
Auswirkungen dieser Entwicklung auf Entwicklungsprozesse, Rollenbilder,
Qualitätssicherung und Governance auf. Das Concept Paper steht ab sofort hier
(https://expleo.com/global/en/insights/whitepapers/future-software-engineering/)
zum Download bereit.
Über Expleo
Expleo ist ein weltweit tätiger Anbieter von Ingenieurs-, Technologie- und
Beratungsdienstleistungen, der führende Unternehmen partnerschaftlich in ihrer
Geschäftstransformation begleitet und sie bei der Realisierung operativer
Spitzenleistungen und zukunftssicherer Geschäftstätigkeiten unterstützt.
Expleo profitiert von mehr als 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung komplexer
Produkte, der Optimierung von Fertigungsprozessen und der Qualitätssicherung von
Informationssystemen. Es ist das Bestreben der Expleo Group, bei jedem Schritt
des Wertschöpfungsprozesses Innovationen voranzutreiben, wobei sie auf fundierte
Branchenkenntnisse und umfassendes Fachwissen in Bereichen wie KI-Engineering,
Digitalisierung, Hyperautomatisierung, Cybersicherheit und Datenwissenschaft
aufbaut.
Als Unternehmen, das Wert auf Verantwortungsbewusstsein und Diversität legt,
verpflichtet sich die Expleo Group dazu, ihren Geschäften mit Integrität
nachzugehen und auf mehr Nachhaltigkeit und Sicherheit für die Gesellschaft
hinzuarbeiten.
Expleo verfügt global über eine weitreichende Präsenz, mit über 17.000
hochqualifizierten Expertinnen und Experten, die in 29 Ländern Mehrwert schaffen
und einen Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro erwirtschaften.
Weitere Informationen finden Sie unter https://expleo.com/ .
Pressekontakt:
Anna Limbach und Martina Kreutz
E-Mail: mailto:Communications.Germany@expleogroup.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/166963/6347538
OTS: Expleo
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