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Berlin (ots) - Wer über eine neue Heizung nachdenkt, sollte einen Blick unter
die Erdoberfläche werfen. Erdwärmepumpen nutzen die im Boden gespeicherte Wärme
und bieten Hausbesitzern eine zukunftssichere Alternative zu fossilen
Heizsystemen. Trotz höherer Anfangsinvestitionen können sie langfristig sogar
die wirtschaftlichste Heizungsoption sein.
Wärmepumpen gewinnen einen Großteil der Wärmeenergie aus der Umwelt und
benötigen lediglich einen kleinen Teil Strom als Antriebsenergie. Wird Erdwärme
als Quelle für die Wärmepumpe erschlossen, erreicht das Heizsystem höchste
Effizienzwerte.
Warum Erdwärme so effizient ist
Der Untergrund hat in Mitteleuropa ganzjährig relativ konstante Temperaturen von
etwa 10 Grad Celsius. Dadurch ist der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle
und Heizsystem auch im Winter vergleichsweise gering. Für Wärmepumpen bedeutet
das besonders günstige Betriebsbedingungen. Das macht Erdwärmepumpen
insbesondere für Haushalte attraktiv, die Wert auf ganzjährig niedrige
Betriebskosten und eine zuverlässige Wärmeversorgung legen.
Heizen im Winter, Kühlen im Sommer
Wärmepumpen lassen sich nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen nutzen.
Insbesondere erdgekoppelte Systeme eignen sich hervorragend für die sogenannte
passive Kühlung im Sommer. Dabei wird die vergleichsweise niedrige Temperatur
des Erdreichs genutzt, um Räume angenehm zu temperieren.
Unsichtbare Wärmequelle im eigenen Garten
Anders als Luft-Wasser-Wärmepumpen benötigen Erdwärmesysteme zudem keine
sichtbare Außeneinheit am Haus oder im Vorgarten. Die Wärmequelle befindet sich
vollständig unter der Erde und die Wärmepumpe arbeitet nahezu lautlos. Je nach
Grundstück kommen unterschiedliche Systeme in Betracht. Erdwärmekollektoren
werden in geringer Tiefe auf einer ausreichend großen Fläche verlegt.
Erdwärmesonden werden über Bohrungen deutlich tiefer in den Untergrund
eingebracht und benötigen nur wenig Platz an der Oberfläche. Welche Lösung
geeignet ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen des
Gebäudes ab.
Höhere Investition, aber langfristig günstiger
Die Erschließung der Wärmequelle verursacht zunächst zusätzliche
Investitionskosten, etwa für Erdbohrungen. Über die gesamte Nutzungsdauer
betrachtet zahlt sich diese Investition jedoch in der Regel aus. Zu diesem
Ergebnis kommt eine aktuelle Kurzstudie (https://www.waermepumpe.de/presse/press
emitteilungen/details/kurzstudie-geothermische-waermepumpen-langfristig-guenstig
ste-heizungsoption/) des Beratungsunternehmens Prognos im Auftrag des
Bundesverbands Geothermie, der Erdwärmegemeinschaft Bayern und des
Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e.V.
"Die Untersuchung zeigt, dass Wärmepumpen insgesamt günstiger sind als fossile
Heizungen. Erdwärmepumpen sind über einen Zeitraum von 20 Jahren sogar rund acht
Prozent günstiger als Luft-Wasser-Wärmepumpen, wenn die jährlichen Gesamtkosten
betrachtet werden.", resümiert Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des BWP.
Hinzu kommt die lange Lebensdauer der Wärmequellenanlage: Während Wärmepumpen
üblicherweise nach etwa 20 Jahren ersetzt werden, können die verbauten
Erdwärmesonden mehrere Jahrzehnte genutzt werden. Die Studie geht von einer
Lebensdauer von mindestens 60 Jahren aus.
So gelingt der Einstieg
Wer sich für Erdwärme interessiert, sollte frühzeitig qualifizierte Fachbetriebe
konsultieren. Sie prüfen, welche Erdwärmelösung für das jeweilige Grundstück
geeignet ist, unterstützen bei Genehmigungen und sorgen für eine reibungslose
Umsetzung. Der Bundesverband Wärmepumpe bietet hierfür eine bundesweite
Fachpartnersuche an. Weitere Informationen zu Erdwärme und zur Fachpartnersuche
unter: http://www.waermepumpe.de
Pressekontakt:
Katja Weinhold, Pressesprecherin BWP
Hauptstraße 3
10827 Berlin
Telefon: 030-208 799 716
E-Mail: mailto:weinhold@waermepumpe.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/114618/6349049
OTS: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
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