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Wärme aus der Erde: Unabhängig, effizient und zukunftssicher heizen (FOTO)

9.09.2026 18:45 Uhr Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.

Berlin (ots) - Wer über eine neue Heizung nachdenkt, sollte einen Blick unter die Erdoberfläche werfen. Erdwärmepumpen nutzen die im Boden gespeicherte Wärme und bieten Hausbesitzern eine zukunftssichere Alternative zu fossilen Heizsystemen. Trotz höherer Anfangsinvestitionen können sie langfristig sogar die wirtschaftlichste Heizungsoption sein.

Wärmepumpen gewinnen einen Großteil der Wärmeenergie aus der Umwelt und benötigen lediglich einen kleinen Teil Strom als Antriebsenergie. Wird Erdwärme als Quelle für die Wärmepumpe erschlossen, erreicht das Heizsystem höchste Effizienzwerte.

Warum Erdwärme so effizient ist

Der Untergrund hat in Mitteleuropa ganzjährig relativ konstante Temperaturen von etwa 10 Grad Celsius. Dadurch ist der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizsystem auch im Winter vergleichsweise gering. Für Wärmepumpen bedeutet das besonders günstige Betriebsbedingungen. Das macht Erdwärmepumpen insbesondere für Haushalte attraktiv, die Wert auf ganzjährig niedrige Betriebskosten und eine zuverlässige Wärmeversorgung legen.

Heizen im Winter, Kühlen im Sommer

Wärmepumpen lassen sich nicht nur zum Heizen, sondern auch zum Kühlen nutzen. Insbesondere erdgekoppelte Systeme eignen sich hervorragend für die sogenannte passive Kühlung im Sommer. Dabei wird die vergleichsweise niedrige Temperatur des Erdreichs genutzt, um Räume angenehm zu temperieren.

Unsichtbare Wärmequelle im eigenen Garten

Anders als Luft-Wasser-Wärmepumpen benötigen Erdwärmesysteme zudem keine sichtbare Außeneinheit am Haus oder im Vorgarten. Die Wärmequelle befindet sich vollständig unter der Erde und die Wärmepumpe arbeitet nahezu lautlos. Je nach Grundstück kommen unterschiedliche Systeme in Betracht. Erdwärmekollektoren werden in geringer Tiefe auf einer ausreichend großen Fläche verlegt. Erdwärmesonden werden über Bohrungen deutlich tiefer in den Untergrund eingebracht und benötigen nur wenig Platz an der Oberfläche. Welche Lösung geeignet ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten und den Anforderungen des Gebäudes ab.

Höhere Investition, aber langfristig günstiger

Die Erschließung der Wärmequelle verursacht zunächst zusätzliche Investitionskosten, etwa für Erdbohrungen. Über die gesamte Nutzungsdauer betrachtet zahlt sich diese Investition jedoch in der Regel aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Kurzstudie (https://www.waermepumpe.de/presse/press emitteilungen/details/kurzstudie-geothermische-waermepumpen-langfristig-guenstig ste-heizungsoption/) des Beratungsunternehmens Prognos im Auftrag des Bundesverbands Geothermie, der Erdwärmegemeinschaft Bayern und des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) e.V.

"Die Untersuchung zeigt, dass Wärmepumpen insgesamt günstiger sind als fossile Heizungen. Erdwärmepumpen sind über einen Zeitraum von 20 Jahren sogar rund acht Prozent günstiger als Luft-Wasser-Wärmepumpen, wenn die jährlichen Gesamtkosten betrachtet werden.", resümiert Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des BWP.

Hinzu kommt die lange Lebensdauer der Wärmequellenanlage: Während Wärmepumpen üblicherweise nach etwa 20 Jahren ersetzt werden, können die verbauten Erdwärmesonden mehrere Jahrzehnte genutzt werden. Die Studie geht von einer Lebensdauer von mindestens 60 Jahren aus.

So gelingt der Einstieg

Wer sich für Erdwärme interessiert, sollte frühzeitig qualifizierte Fachbetriebe konsultieren. Sie prüfen, welche Erdwärmelösung für das jeweilige Grundstück geeignet ist, unterstützen bei Genehmigungen und sorgen für eine reibungslose Umsetzung. Der Bundesverband Wärmepumpe bietet hierfür eine bundesweite Fachpartnersuche an. Weitere Informationen zu Erdwärme und zur Fachpartnersuche unter: http://www.waermepumpe.de

Pressekontakt:

Katja Weinhold, Pressesprecherin BWP Hauptstraße 3 10827 Berlin Telefon: 030-208 799 716 E-Mail: mailto:weinhold@waermepumpe.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/114618/6349049 OTS: Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bundesverband Wärmepumpe (BWP) e.V.
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