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Bonn (ots) - Vertrauen in der Ebola-Bekämpfung ist nicht optional, sondern eine
Grundvoraussetzung für die Eindämmung der Epidemie in der Demokratischen
Republik Kongo. Das zeigt eine gemeinsame Studie (https://www.help-ev.de/fileadm
in/media/Publikationen/Weitere/UGEAFI-Rapport-d_etude-Ebola_2026.pdf) der
internationalen Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe und der lokalen
Partnerorganisation UGEAFI.
Das Ergebnis: Bei hohem Vertrauen beteiligen sich 80 Prozent der Befragten
verstärkt an den Maßnahmen zur Epidemiebekämpfung, bei geringem Vertrauen
lediglich 51 Prozent. Die Studie macht deutlich, dass Aufklärung allein nicht
ausreicht.
Die Studie nennt drei Schlüsselfaktoren , um Vertrauen für die Eindämmung der
Ebola-Epidemie zu gewinnen:
- Betroffene Familien bei Entscheidungen einbeziehen und nicht nur informieren.
Besonders bei Bestattungen, die im Einklang mit lokalen Traditionen stehen und
gleichzeitig Ansteckung verhindern müssen.
- Lokale, vertrauenswürdige und einflussreiche Akteure wie etwa Dorfälteste
systematisch beteiligen . Sie frühzeitig und kontinuierlich einbinden, nicht
erst, wenn Widerstand entsteht.
- Transparenz schaffen und Informationslücken verhindern, damit sich
Falschmeldungen und Gerüchte nicht verbreiten.
"Da es aktuell weder einen Impfstoff noch eine Behandlung für den
Bundibugyo-Stamm gibt, hängt der Erfolg der Maßnahmen vollständig von der
Mitarbeit der Bevölkerung ab", sagt Naum Butoto, Geschäftsführer von UGEAFI.
Besonders deutlich wird die Herausforderung bei der Kontaktnachverfolgung zur
Eindämmung der Virusausbreitung. Nur 53,8 Prozent der Befragten sind
uneingeschränkt bereit, die Namen von Kontaktpersonen weiterzugeben. Im
Gesundheitsbezirk Logo sind es lediglich 27,6 Prozent.
"Eine Kontaktnachverfolgung gelingt uns nur, wenn das Vertrauen gegeben ist und
Menschen keine Nachteile dadurch befürchten", so Butoto weiter. Für die Studie
wurden zwischen Juli und August 890 Erwachsene in den am stärksten betroffenen
Bezirken Logo, Angumu und Rimba des Epizentrums des Ebolavirus in Ituri befragt.
Ebola-Bekämpfung im Kongo: Bevölkerung stärker einbeziehen
"Entscheidend ist die frühzeitige Einbindung kommunaler, religiöser und
traditioneller Führungspersonen sowie Heilpraktiker:innen vor Ort - besonders
von Frauen. Sie können als Partner bei der Ebola-Bekämpfung die Früherkennung
unterstützen , Quarantänemaßnahmen erklären und für sichere, aber auch
würdevolle Beerdigungen sorgen. Eine enge Zusammenarbeit mit der lokalen
Zivilgesellschaft ist dafür zwingend notwendig", betont Christoph van Edig,
Help-Programm-Manager Kongo.
Seit dem Ausbruch vor rund vier Monaten sind bereits über 3.200 Menschen an dem
Virus gestorben und mehr als 6.600 Ebolafälle bestätigt worden. Help
konzentriert sich gemeinsam mit der Partnerorganisation UGEAFI aktuell auf die
Ebola-Hilfe in den besonders schwer betroffenen Regionen Ituri und Nord-Kivu.
Gemeinsam unterstützen die Organisationen Präventionsmaßnahmen in
Gesundheitseinrichtungen, Krankenhäusern und Vertriebenencamps, etwa durch die
Herstellung und Verteilung von Flüssigchlor zur Desinfektion sowie den Bau eines
Triage-Zentrums. Ein weiterer Schwerpunkt der Hilfe liegt auf der medizinischen
Fortbildung des Gesundheits- und Gemeindepersonals. Jüngst wurden in
Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation action medeor auch wichtige Medikamente
und Schutzausrüstung für das Gesundheitspersonal in die betroffene Region
geliefert.
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Help - Hilfe zur Selbsthilfe
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