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München (ots) -
- Bauzinsen für zehnjährige Darlehen steigen auf rund 4,2 Prozent -
Aufwärtstrend bei kurzen Laufzeiten hält an
- Anleihemärkte im Fokus: Höhere Renditen für Staatsanleihen treiben Bauzinsen
an
- Interhyp-Bankenpanel: Uneinheitliche Prognose bei der langfristigen
Zinsentwicklung bis Jahresende
Die Bauzinsen für 10-jährige Darlehen liegen aktuell bei knapp 4,2 Prozent.
Während die Europäische Zentralbank (EZB) am heutigen Donnerstag die Leitzinsen
wie vom Markt erwartet angehoben hat, haben die Bauzinsen bereits in den Wochen
zuvor kontinuierlich angezogen.
"Immobilienkäufer sollten sich weniger an einzelnen EZB-Schritten als an den
Entwicklungen am Anleihemarkt orientieren.", erläutert Jörg Utecht,
Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. "Die hohen Energiepreise hatten zuletzt
an den Kapitalmärkten die Sorge vor einer länger anhaltenden Inflation
verstärkt. Dadurch sind die Renditen langfristiger Staatsanleihen spürbar
gestiegen, was auch die Bauzinsen nach oben gezogen hat. Käuferinnen und Käufer
sollten sich darauf einstellen, dass das Niveau vorerst oberhalb der
4-Prozent-Marke bleibt."
Experten-Panel: Fokus auf Kapitalmarkt und Geopolitik
Das aktuelle Interhyp-Bankenpanel spiegelt die Volatilität der Finanzmärkte
wider. Bei der kurzfristigen Prognose (nächste ein bis zwei Monate) sind die
Experten unentschieden: 50 Prozent rechnen mit weiter steigenden Notierungen,
während die anderen 50 Prozent von einer Seitwärtsbewegung auf dem aktuellen
Niveau ausgehen.
Mit Blick auf das Jahresende zeigt sich folgendes Bild: Das Panel ist exakt
gedrittelt. Jeweils rund 33 Prozent der Befragten erwarten steigende,
gleichbleibende oder wieder fallende Zinsen. Diese Uneinigkeit unterstreicht,
wie sehr die künftige Entwicklung von externen Faktoren wie der Inflation und
geopolitischen Spannungen abhängt.
Ein Panel-Teilnehmer erklärt: "Der Anstieg der Kapitalmarktzinsen sollte in den
kommenden Wochen auch die Baufinanzierungs-Zinsen noch ein Stück weiter nach
oben drücken. Zum Ende des Monats sollte aber die Erkenntnis zunehmen, dass die
EZB maximal noch eine Zinserhöhung durchführen wird, da die Inflation zu wenig
Zweitrundeneffekten führen wird. Damit sollten die langfristigen Zinsen auch
wieder etwas nachgeben."
Neben der Geldpolitik wirken vor allem globale Krisen auf die Renditen:
"Kurzfristig bestimmt weiterhin die Lage im Nahen Osten die Zinsentwicklung.
Derweil hat sich die Konjunkturstimmung in diesem Monat weiter verbessert und
die Sorgen vor einer Rezession werden trotz erhöhter Energiepreise
zurückgedrängt. Die EZB dürfte die Leitzinsen im September nochmal anheben, was
die Kreditzinsen aber nicht mehr signifikant beeinflussen sollte."
Die Verknüpfung von Fiskalpolitik und Marktzinsen bleibt laut Panel ein
wesentlicher Faktor: "Die Kombination aus dem Iran-Konflikt, der
EZB-Zinserhöhung vom Juni und den globalen Fiskalprogrammen - insbesondere die
europäische Aufrüstung - hält den Aufwärtsdruck auf die langfristigen Renditen
aufrecht. Die 10-Jahres-Hypothekenzinsen dürften bis Ende September moderat
steigen, da der jüngste Bund-Renditeanstieg noch nicht vollständig in die
Konditionen eingepreist ist. Erst ein nachhaltiger Waffenstillstand im Nahen
Osten oder ein deutlicher Konjunktureinbruch würde die Zinswende nach unten
einleiten - beides ist kurzfristig nicht absehbar."
Fazit für Immobilieninteressierte
Trotz der leichten Aufwärtstendenz bei den Zinsen sieht Jörg Utecht keinen Grund
für Torschlusspanik, rät aber zu einer akribischen Vorbereitung: "Zinsen um die
vier Prozent sind die neue Realität, auf die man sich einstellen kann. Besonders
in einem solchen Umfeld ist es wichtig, den Markt zu vergleichen, um den
optimalen Kreditgeber für das individuelle Finanzierungsvorhaben zu finden.
Gleichzeitig ist der Zins wichtig, aber nicht alles. Eine Baufinanzierung
besteht am Ende immer aus vielen Bausteinen. Auch die gewählte Zinsbindung oder
Tilgungsrate haben einen Einfluss auf die monatliche Rate. Kreditnehmer sollten
außerdem prüfen, ob sich staatliche Förderprogramme in die Finanzierung
einbinden lassen. Wer heute klug vergleicht und sich professionelle
Unterstützung holt, findet auch in diesem Umfeld eine Finanzierung, die
langfristig in die Lebensplanung passt."
Über Interhyp:
Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private
Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an
die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an
Einzelvermittlerinnen und -Vermittler und institutionelle Partner wendet, hat
das Unternehmen 2025 ein Finanzierungsvolumen von 26,4 Milliarden Euro
erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet
die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer
Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der
eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten
Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter und ist an über 140 Standorten persönlich vor Ort für ihre
Kundinnen und Kunden und Partner präsent.
Pressekontakt:
Valeria Honal, Senior Unternehmenssprecherin, Interhyp AG,
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