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https://ots.de/SdHuSs
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München (ots) - - 86 Prozent der Menschen in Deutschland wollen, dass Geld auf
vergessenen Konten in einen unabhängigen Sozialfonds für gemeinnützige Projekte
fließt.
- SOS-Kinderdörfer weltweit befürworten eine gesetzliche Regelung für
nachrichtenloses Vermögen.
- Deutschland ist der einzige G7-Staat ohne gesetzliche Regelung für
nachrichtenloses Vermögen.
Mit einem aktuellen Antrag zu nachrichtenlosen Konten rückt die Fraktion Bündnis
90/Die Grünen im Bundestag die Frage in den Fokus, was mit den Milliarden auf
diesen Konten geschehen soll. Eine bereits im Februar durchgeführte
forsa-Umfrage im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit zeigt: 86 Prozent der
Menschen in Deutschland befürworten, dass nachrichtenloses Vermögen nach einer
angemessenen Frist in einen unabhängigen Sozialfonds für gemeinnützige Projekte
fließt.
Nur 2 Prozent finden, das Geld solle bei den Banken verbleiben, 8 Prozent
sprechen sich für eine Übertragung an den Staat aus. Die Befragung zeigte eine
hohe Zustimmung über alle Bevölkerungsgruppen hinweg: Ob jung oder alt, Stadt
oder Land - die Zustimmung zum Sozialfonds lag zwischen 80 und 92 Prozent.
Auf deutschen Bankkonten schlummern Milliarden: Laut einem Gutachten des
Bundesforschungsministeriums liegen bis zu 4,2 Milliarden Euro auf sogenannten
nachrichtenlosen Konten - Guthaben, auf die seit Jahren niemand mehr zugegriffen
hat und für die sich keine Berechtigten melden. Die SOS-Kinderdörfer weltweit
setzen sich dafür ein, das Geld gezielt für soziale Programme und
wirkungsorientierte Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern
und Familien einzusetzen.
Petra Sorge-Booms , Vorständin der SOS-Kinderdörfer weltweit: "Milliarden Euro
liegen auf Konten, von denen kein Erbe etwas weiß. Nachrichtenloses Vermögen
sollten endlich gesetzlich erfasst werden und für soziale Innovationen arbeiten
- mit einem zentralen Melderegister, das Erben den Zugang zu Vermögensansprüchen
erleichtert, und einem unabhängigen Sozialfonds für gemeinnützige Projekte."
Deutschland ist bislang der einzige G7-Staat, der den Umgang mit
nachrichtenlosem Vermögen nicht gesetzlich geregelt hat. In Großbritannien etwa
fließen Gelder von inaktiven Konten seit 2008 in einen Sozialfonds - bei
lebenslanger Rückzahlungsgarantie für die Inhaber.
Petra Sorge-Booms : " Der aktuelle Koalitionsvertrag sieht eine ähnliche
Regelung vor, ein entsprechendes Gesetz fehlt bislang. Für soziale Innovationen
und Kinderschutz könnte ein Sozialfonds eine historische Chance sein: Mit
zusätzlichen Mitteln ließen sich schwerwiegende Lücken in der sozialen
Infrastruktur schließen."
Zur Studie: Im Auftrag der SOS-Kinderdörfer weltweit hat das
Sozialforschungsinstitut forsa im Februar 2026 eine bundesweite Befragung zum
Thema Vermögen und gemeinnütziges Vererben durchgeführt. Im Rahmen eines
repräsentativen Panels wurden insgesamt 1.622 zufällig ausgewählte
deutschsprachige Personen ab 18 Jahren befragt.
Pressekontakt:
Für weitere Informationen oder Interviewanfragen kontaktieren Sie bitte:
Anna Hansen
mailto:sos-kd@laut-und-deutlich.com
+49 30 330 99 777-3
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6350131
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
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