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Minden/Düsseldorf (ots) - Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) solidarisiert
sich nach einem nächtlichen Vorfall mit dem Landrat des Kreises Minden-Lübbecke,
Ali Dogan (SPD). Unbekannte haben in der Nacht zu Freitag den Eingang des
Kreishauses Minden-Lübbecke mit "Ali raus"-Statements beschmiert. Die Polizei
ermittelt, der Staatsschutz in Bielefeld ist eingeschaltet. Gemeint sein dürfte
damit Landrat Ali Dogan. "Ali raus - Das ist eine widerliche Schmiererei am
Kreishaus Minden-Lübbecke, die Unbekannte mehrfach gesprüht haben", sagt Wüst
der Tageszeitung "Neue Westfälische" (Bielefeld). "Sie zielt auf Landrat Ali
Dogan - er ist hier geboren, aufgewachsen und ein echter Ostwestfale. Wer so
etwas tut, will einen Menschen einschüchtern und ihm absprechen, dazuzugehören.
So dürfen wir in unserem Land niemals miteinander umgehen."
Landrat Dogan hat sich ebenfalls bereits zu dem Vorfall geäußert: "Vielleicht
geht es um politische Entscheidungen. Vielleicht darum, dass ich mich in den
vergangenen Wochen sehr deutlich gegen Rechtsextremismus und die noAfD
positioniert habe", erklärt er in einem Video.
Wüst sagt weiter: "Über politische Entscheidungen kann man hart streiten. Das
gehört zur Demokratie. Hass und Einschüchterung gehören nicht dazu. Wer
Verantwortung für seine Heimat übernimmt, verdient Respekt, auch von denen, die
anderer Meinung sind. Ali Dogan hat in einem Statement klargemacht: 'Ich gehe
nicht raus.' Er bleibt. Und er hat meine volle Solidarität."
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