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München (ots) - Zum Deutschen Apothekertag legt die Apothekerschaft der
Bundesregierung einen Fünf-Punkte-Plan vor, mit dem die Arzneimittel- und
Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland resilient und zukunftssicher
gemacht werden kann. Nachdem die bisherige Bundesgesundheitsministerin Nina
Warken ein umfangreiches Apothekenreformpaket auf den Weg gebracht hatte,
fordert der Berufsstand nun ihren Nachfolger Dr. Carsten Linnemann auf, die
Stärkung der Apotheken in dieser Legislaturperiode weiter voranzutreiben. Zu den
fünf Forderungen zählen die nachhaltige wirtschaftliche Stabilisierung der
Apotheken, ihre weitere Einbindung in die Primärversorgung, die
Entbürokratisierung des Arbeitsalltags in den Apotheken, die Eindämmung des
Störfaktors ausländischer Versandhandel sowie der Aufbau einer Krisenresilienz
in der Arzneimittelversorgung. Diese und andere Themen werden auf dem
diesjährigen Deutschen Apothekertag diskutiert, der vom 15. bis 17. September
2026 in München stattfindet. Zur Eröffnung spricht Bundesminister Dr. Carsten
Linnemann ein Grußwort.
Zum Start des diesjährigen Deutschen Apothekertages hat die ABDA -
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände bei einer Pressekonferenz in
München die aktuelle Ausgabe des Apothekenklima-Index' (AKI) vorgestellt, eine
jährlich durchgeführte repräsentative Umfrage unter 500 Apothekeninhaberinnen
und -inhabern. Den Umfrageergebnissen zufolge wird die schrittweise Erhöhung des
Apothekenhonorars überwiegend als nicht nachhaltig genug gesehen, wobei vor
allem die noch fehlende Dynamisierung des Honorars angemahnt wird. "Die erste
Honorarerhöhung nach über einem Jahrzehnt darf nicht darüber hinwegtäuschen,
dass viele Apotheken weiter wirtschaftlich unter Druck stehen", sagt
ABDA-Präsident Thomas Preis mit Verweis auf die neuesten Apothekenzahlen. Denn:
Auch im 1. Halbjahr 2026 ist die Apothekenzahl weiter gesunken. Preis: "Jetzt
kommt es darauf an, die Stärkung der Apotheken konsequent weiter umzusetzen und
neue wirtschaftliche Schwächungen - wie beispielsweise den erhöhten
Apothekenabschlag - wieder zurückzunehmen."
Bei den im Apothekenreformgesetz ("ApoVWG") vorgesehenen, neuen
Apothekenleistungen - wie pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) und Impfungen -
besteht laut Umfrage eine große Bereitschaft der Apotheken, diese auch bald
umzusetzen, damit die Patientinnen und Patienten davon profitieren können. "Die
Apotheken können in Zukunft deutlich mehr Leistungen anbieten als bisher.
Bürgerinnen und Bürger werden davon unmittelbar profitieren können. Dieses
Potenzial sollte die Politik auch konsequent in der geplanten Primärversorgung
einsetzen", sagt Preis.
Mit Blick auf die Entwicklungen im Arzneimittel-Versandhandel befürchten fast
alle befragten Apothekeninhaberinnen und -inhaber, dass die geplante Erhöhung
der Arzneimittel-Zuzahlungen den ausländischen Versandhandel stärken wird -
schließlich hatten Versender angekündigt, die Zuzahlungen nicht einzufordern.
Preis dazu: "Wer in Deutschland Arzneimittel an Patientinnen und Patienten
abgibt, muss sich an die Vorgaben des Gesetzgebers halten, die dazu etabliert
wurden, Verbraucherschutzinteressen zu wahren und die Krankenkassen-Finanzen
unter Kontrolle zu halten. Davon darf es keine Ausnahmen geben - auch nicht für
den ausländischen Versandhandel. Er ist inzwischen ein brandgefährlicher
Störfaktor für die flächendeckende Versorgung in unserem Land."
Zum Deutschen Apothekertag präsentiert die ABDA auch ihre neue Imagekampagne
"Gut, dass ihr da seid!". Um die neue Versorgungsrolle der Apotheken für die
Gesellschaft noch stärker darzustellen, rückt die ABDA die Patientensicht in den
Fokus der neuen Imagekampagne. Preis sagt: "Die Apotheken stehen bereit: für
mehr Versorgung, mehr Prävention und mehr Sicherheit. Jetzt müssen die
politischen Weichen gestellt werden, damit dieses Potenzial für die Menschen in
Deutschland genutzt werden kann. Damit die Menschen auch in Zukunft sagen
können: Gut, dass ihr da seid."
Der Deutsche Apothekertag findet vom 15. bis 17. September 2026 in München
statt. Mehr als 300 Delegierte von 17 Apothekerkammern und 17 Apothekerverbänden
diskutierten auf der Hauptversammlung über die Zukunft des Berufsstandes. Laut
ABDA-Satzung dient die Hauptversammlung der berufspolitischen Willensbildung der
deutschen Apothekerinnen und Apotheker auf Bundesebene. Zu den Höhepunkten
zählen die Eröffnungsrede von ABDA-Präsident Thomas Preis, das Grußwort von
Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann und das Themenforum "Gemeinsam
besser versorgen: Die Primärversorgung der Zukunft".
Mehr Informationen auf http://www.abda.de und http://www.expopharm.de
Pressekontakt:
Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, mailto:b.rohrer@abda.de
Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, mailto:c.splett@abda.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7002/6351633
OTS: ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V.
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