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Fulda (ots) - Kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, versprechen Entlastung
und stabile Prozesse. Ob sie im Mittelstand wirtschaftlich arbeiten, entscheidet
sich jedoch nicht im Prospekt, sondern in der Fertigung. In Fulda können
Unternehmen den Praxistest vor der Investition machen.
Der Ersatz einer beschädigten Maschinenwelle kann mehrere zehntausend Euro
kosten. In einer Laserschweißanlage in Fulda führt ein Cobot den Schweißkopf
millimetergenau über die defekte Stelle. Material wird dort aufgetragen, wo es
fehlt. Anschließend lässt sich das Bauteil in der Metallbearbeitung wieder auf
Maß bringen. Der Roboter ist in diesem Moment kein Ausstellungsstück, sondern
Teil eines konkreten Instandsetzungsprozesses.
Solche Anwendungen zeigen, warum sich der Blick auf Robotik im Mittelstand
verändert. Lange galten Roboter als Technik für große Serien und abgeschottete
Fertigungszellen. Kollaborative Systeme sind kompakter, lassen sich für
wechselnde Aufgaben einrichten und können Beschäftigte direkt im Prozess
unterstützen. Doch aus technischer Machbarkeit folgt noch kein wirtschaftlicher
Nutzen.
Christopher Schaus erlebt diese Lücke regelmäßig. Der Geschäftsführer und
Inhaber der WEMAG GmbH & Co. KG betreibt am Unternehmenssitz in Fulda unter
anderem ein Schweißtechnik- und Robotikzentrum. "Wir sehen in Robotern Lösungen
für den Fachkräftemangel, sinkende Margen unserer Kunden und Technologielücken,
insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen", sagt er. Zugleich
warnt er davor, sich von einer gelungenen Standardvorführung täuschen zu lassen:
"Ob ein einzelnes Gerät in die technische Umgebung und organisatorischen Abläufe
passt, darf nicht erst nach dem Kauf auffallen."
Warum der Roboterarm nicht genügt
Ein Cobot kann schweißen, greifen, palettieren, schleifen, schrauben oder
Maschinen beschicken. Ob daraus ein stabiler Prozess wird, hängt jedoch vom
Umfeld ab. Greifer, Sensorik, Bildverarbeitung, Software und Sicherheitstechnik
müssen zum Werkstück und zu den Abläufen passen. Auch nüchterne betriebliche und
technische Größen spielen eine Rolle: Stückzahlen, Rüstzeiten,
Variantenvielfalt, Platzbedarf, Schulungsaufwand und Wartung.
Gerade bei kleineren Losgrößen kann Flexibilität wichtiger sein als maximale
Geschwindigkeit. Beim Schweißen übernimmt ein Cobot beispielsweise
wiederkehrende Bahnen, während eine Fachkraft die Anwendung vorbereitet, den
Prozess überwacht und anspruchsvolle Arbeiten ausführt. Automatisierung
verschiebt damit Tätigkeiten, statt Menschen pauschal zu ersetzen. Sie kann
Kapazitäten sichern und körperlich belastende Arbeit reduzieren - vorausgesetzt,
der neue Ablauf funktioniert auch dann, wenn Bauteile wechseln oder Störungen
auftreten.
Deshalb beginnt die Beratung bei der WEMAG in Fulda nicht mit der Frage nach dem
gewünschten Fabrikat. Das Unternehmen arbeitet mit mehreren Herstellern und
Systemintegratoren zusammen. Entscheidend ist zunächst, welcher Engpass im
Betrieb tatsächlich gelöst werden soll und welche Randbedingungen gelten.
Der Test beginnt mit dem Teil des Kunden
Unternehmen können deshalb eigene Bauteile, Werkstücke und Aufgabenstellungen in
das Testzentrum mitbringen. Dort zeigt sich, ob ein Greifer das Teil zuverlässig
fasst, wie sauber eine Schweißnaht läuft oder welche manuellen Schritte
weiterhin nötig sind. "Wir testen konkret am Objekt und am Problem des Kunden",
so Schaus. Auch Fragen, die in einer Präsentation leicht untergehen, werden
sichtbar: Reicht der vorhandene Platz? Wie aufwendig ist das Umrüsten? Lässt
sich die Anlage von den eigenen Beschäftigten bedienen? Das Spektrum reicht von
Schweißanwendungen über Pick and Place und Palettierung bis zum Schleifen,
Schrauben und zur Maschinenbeschickung. Ein geeigneter Prozess kann zunächst als
Pilot aufgebaut werden. Erst wenn die Anwendung mit realen Teilen stabil läuft,
lässt sich seriös über Investition und Skalierung sprechen.
Dabei profitiert WEMAG von der eigenen industriellen Praxis. Zum Unternehmen
gehören neben dem Werkzeug- und Maschinenhandel sowohl eine Metallbearbeitung
mit Schwerpunkt Zerspanung als auch ein Logistikzentrum. Automatisierung mittels
Cobots wird in beiden Bereichen selbst eingesetzt. "Wir wissen, was wir
verkaufen und wo der maximale Nutzen erzielt werden kann", sagt Schaus. Das ist
ein anderer Blick als der reine Produktvertrieb: Bedienbarkeit, Instandhaltung
und Prozesssicherheit erhalten mindestens dieselbe Relevanz wie Reichweite oder
Traglast.
Ein Tag für den Einstieg
Einen Überblick über Anwendungen und Anbieter bietet am 27. Oktober 2026 die
Cobots4You im Vogel Convention Center Würzburg. WEMAG nimmt als Business Partner
Gold an der Conference Expo teil. Von 9.30 bis 15.30 Uhr geht es unter anderem
um Wirtschaftlichkeit, Programmierung, Sicherheit und Integration kollaborativer
Roboter. Die Teilnahme ist kostenfrei und eine Anmeldung unter
http://www.cobots4you.com/wuerzburg möglich.
Dieser Veranstaltungstag kann Orientierung geben und Expertise vermitteln.
Anschließend kann die Technik in Fulda oder direkt im Unternehmen beweisen, dass
sie zum Werkstück, zu den Beschäftigten und zum Geschäftsmodell passt - so
konkret wie der Cobot, der in Fulda eine beschädigte Maschinenwelle wieder für
die Bearbeitung vorbereitet.
Wer nicht an der Cobots4You in Würzburg teilnehmen kann, kann auch einen
individuellen Praxistermin im Fuldaer Schweißtechnik- und Robotikzentrum buchen.
Weitere Informationen dazu gibt es unter
https://www.wemag.de/de/produktgruppen/robotik/ .
Hintergrund
Die WEMAG GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Fulda und weiteren Standorten in
Aschaffenburg, Bochum, Kassel, Siegen und Zella-Mehlis ist einer der führenden
Werkzeughändler und Technikdienstleister in der Mitte Deutschlands. Das
Unternehmen beschäftigt mehr als 200 Mitarbeiter. Zur WEMAG gehören neben dem
klassischen Werkzeughandel für Gewerbe- und anspruchsvolle Privatkunden auch die
WEMAG Metallbearbeitung GmbH & Co. KG, ein Zerspanungsbetrieb, der komplexe
Einzelteile und Kleinserien fertigt, sowie ein Logistikzentrum und der
offizielle Partner-Fanshop von Eintracht Frankfurt für die Region Osthessen. Das
Unternehmen bedient alle Vertriebswege vom stationären Handel über die großen
Handelsplattformen und einen eigenen Web-Shop bis hin zu einem weitverzweigten
Export-Geschäft und individuellen, integralen Schnittstellen für Großkunden. Die
WEMAG engagiert sich sozial und gesellschaftlich insbesondere für die Kinder-
und Jugendarbeit sowie für den Sport. Weitere Informationen gibt es unter
http://www.wemag.de/ .
Pressekontakt:
WEMAG GmbH & Co. KG
Weserstraße 24
36043 Fulda
Tel.: +49 661 94 60-0
Mail: wemag@wemag.de
Web: www.wemag.de
Für technische oder redaktionelle Rückfragen wenden Sie sich bitte an unseren
Medienbeauftragten Falk S. Al-Omary unter +49 171 2023223 oder
f.al-omary@wemag.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/179491/6351873
OTS: WEMAG GmbH & Co. KG
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