|
Baden-Baden (ots) - 90-minütiger Dokumentarfilm über post-sowjetischen
Kapitalismus in Russland
Nach dem Zerfall der Sowjetunion expandieren viele Unternehmen in den Osten.
Dabei sind sie auf Menschen angewiesen, die vor Ort die richtigen Strippen
ziehen und Logistik bereitstellen. Der russische Geschäftsmann Konstantin
Ponomarjow ist einer von ihnen. Er hilft IKEA, in Russland Fuß zu fassen. Als es
Probleme gibt, kommt es zum Rechtsstreit. Ponomarjow wird eine Milliarde Dollar
zugesprochen. Er fordert mehr Geld und landet unerwartet selbst im Gefängnis -
bis heute. Je mehr der Filmemacher Andrei Nekrasov in ein Geflecht aus
Bestechung, Vertuschung und krummen Geschäften eintaucht, desto mehr
verschwimmen die Grenzen dessen, wer eigentlich kriminell agiert. Wichtige
Zeugen können nicht befragt werden, weil sie Suizid begangen haben, ums Leben
gekommen oder abgetaucht sind. Der Film ist am 17. September 2026 um 23:35 Uhr
im SWR zu sehen und schon jetzt hier in der ARD Mediathek (https://www.ardmediat
hek.de/video/dokumentarfilm/ikeas-feind-nr-1/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzNDk
2Mzg) .
Wendung im laufenden Verfahren
Ponomarjow hatte sich mit der Expansion von IKEA auf dem russischen Markt
bereits eine goldene Nase verdient. IKEA fühlte sich aber von dem russischen
Geschäftsmann über den Tisch gezogen und wollte nicht mehr bezahlen. In einem
dramatischen Rechtsstreit wurde Ponomarjow jedoch eine Milliarde Dollar
zugesprochen. Als er weitere Geldforderungen stellte, verhaftete ihn schließlich
der russische Geheimdienst und seitdem sitzt er im Gefängnis.
Dubiose Geschäftspraktiken und post-sowjetischer Kapitalismus
Unterschriften wurden gefälscht, IKEA-Mitarbeiter außer Landes gebracht,
Bestechungsgelder gezahlt und Menschen starben. Der Regisseur Andrei Nekrasov
zeigt die dubiosen Geschäftspraktiken eines multinationalen Großkonzerns und die
Abgründe des post-sowjetischen Kapitalismus. Mit ungewöhnlichem Zugang und Nähe
zu den Beteiligten, wie Ponomarjow selbst, seinen Anwälten, seiner Ehefrau,
ehemaligen IKEA-Managern und einem Freund des IKEA-Gründers Ingvar Kamprad,
beleuchtet der Film diesen spektakulären Fall.
Der Film ist eine Produktion von Piraya Film in Zusammenarbeit mit dem SWR und
ab sofort in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/video/dokumentarfilm
/ikeas-feind-nr-1/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIzNDk2Mzg) abrufbar.
Fotos zum kostenlosen Herunterladen unter ARD-foto.de (http://www.ard-foto.de/)
.
Newsletter: "SWR vernetzt" (https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/newslet
ter-anmeldung-swr-vernetzt-100.html)
Pressekontakt: Daniela Kress, 07221 929 23800, daniela.kress@swr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7169/6352767
OTS: SWR - Südwestrundfunk
|