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Frankfurt am Main (ots) -
- Sieben weitere Teilnehmer schließen sich der Initiative zur Stärkung von
kommunalpolitischem Engagement an
- Erstmals Wirtschaftsverband im Kreis der Unterstützer
- Initiative gewinnt über Hessen hinaus an Reichweite
Die von der KfW initiierte "Charta der Demokratie" gewinnt weiter an Dynamik:
Nach dem Start im Januar und der zweiten Beitrittsrunde im Juni haben sich am
16. September sieben weitere Unternehmen und Institutionen der Initiative zur
Stärkung von kommunalpolitischem Engagement angeschlossen. Damit ist es
gelungen, innerhalb von nur neun Monaten einen breiten und zunehmend
bundesweiten Kreis von Unterstützern zu mobilisieren - von global tätigen
Unternehmen über regionale Akteure bis hin zum Wirtschaftsverband.
Neu dabei sind die AOK Hessen , die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte
, das auf die Immobilienwirtschaft spezialisierte Beratungsunternehmen Feldhoff
& Cie ., der IT-Dienstleister ITSG , das Healthcare-Unternehmen Merz Group , das
Berliner Technologieunternehmen sglux sowie die Wirtschaftsvereinigung für den
Kreis Steinfurt (WVS). Mit der WVS aus Nordrhein-Westfalen ist erstmals ein
Wirtschaftsverband Teil der Charta. Durch sie und sglux aus Berlin gewinnt die
Initiative außerdem über ihren hessischen Ursprung hinaus weiter an Reichweite.
Die Charta der Demokratie steht unter Schirmherrschaft der Hessischen
Staatskanzlei.
Die Initiative verbindet ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen
Grundordnung mit einem praktischen Ansatz: Unternehmen und Institutionen
unterstützen Mitarbeitende, die sich kommunalpolitisch engagieren und damit vor
Ort konkret Verantwortung übernehmen. Jeder Teilnehmer gestaltet die Umsetzung
dabei nach seinen Möglichkeiten eigenständig. Gemeinsame Grundlage sind
Leitlinien, die demokratische Werte in der Organisationskultur stärken,
kommunalpolitisches Engagement unterstützen und den respektvollen Dialog über
demokratische Themen fördern. Gemeinsam mit der KfW gehören der Initiative nun
21 Unternehmen, Institutionen und Verbände an.
"Die Charta der Demokratie wächst Schritt für Schritt aus der
Gründungsinitiative heraus zu einem Netzwerk engagierter Unternehmen und
Institutionen. Besonders wichtig ist mir dabei: Es geht nicht um ein einmaliges
Signal, sondern um praktische Unterstützung für Menschen, die vor Ort
Verantwortung übernehmen. Dass sich nun erstmals auch ein Wirtschaftsverband
anschließt und die Initiative mit Teilnehmern aus Berlin und Nordrhein-Westfalen
über ihren hessischen Ursprung hinausreicht, zeigt, dass die Idee anschlussfähig
ist und über den ursprünglichen Kreis hinaus immer stärker Wirkung entfaltet",
sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW .
Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatssekretär Benedikt Kuhn , zeigte
sich erfreut über die wachsende Zahl von Unternehmen, die sich der Initiative
zur Stärkung von kommunalpolitischem Engagement angeschlossen haben. Kuhn hob
die Verantwortung jedes Einzelnen für eine lebendige Demokratie hervor und
sagte: "Demokratie kann nur funktionieren, wenn Menschen bereit sind, sie
mitzugestalten. Dazu gehört, zur Wahl zu gehen, sich zu Wort zu melden,
unterschiedliche Positionen auszuhalten und auch Widerspruch zu äußern. Ebenso
wichtig ist es, Verantwortung zu übernehmen und sich politisch zu engagieren. Wo
Menschen schweigen und sich zurückziehen, gerät Demokratie ins Wanken und in
Gefahr. Unterschiedliche Meinungen sind kein Hindernis, sondern festigen unsere
Demokratie. Unsere gemeinsame Charta schafft den Raum, in dem diese
demokratische Kultur gelebt werden kann. Sie möchte Menschen darin bestärken,
ihre Stimme zu erheben, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich aktiv
einzubringen. Dass immer mehr Unternehmen der Charta beitreten, zeigt
eindrucksvoll, wie hoch das Interesse und die Unterstützung sind, unsere
Demokratie zu vitalisieren - nicht nur hessenweit, sondern darüber hinaus. Der
KfW als Initiatorin und den Unterzeichnern danke ich für dieses wichtige
Bekenntnis zur Demokratie."
Detlef Lamm, Vorstandsvorsitzender der AOK Hessen:
"Der Beitritt zur 'Charta der Demokratie' ist ein lebendiger Ausdruck unserer
unternehmerischen Haltung für gesellschaftliches Engagement. Auch für mich
persönlich ist es ein besonderes Anliegen, dies zum Ausdruck zu bringen. Denn
als soziale Kranken- und Pflegeversicherung sind unternehmerischer Erfolg und
gesellschaftliche Verantwortung für uns untrennbar miteinander verbunden. Wir
übernehmen Verantwortung gegenüber den Menschen und unserer Umwelt. Das
Engagement für soziale Belange, für unsere Demokratie und die Vielfältigkeit des
Zusammenlebens in unserem Land gehören zur DNA unseres Unternehmens."
Volker Krug, CEO Deloitte Deutschland:
"Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie zu bewahren und zu stärken erfordert
jeden Tag aufs Neue Engagement und Verantwortung. Deshalb ist die Charta der
Demokratie mit ihren vielfältigen Initiativen so wichtig. Bereits heute
engagieren sich zahlreiche Mitarbeitende von Deloitte im Rahmen unseres
Corporate Volunteering Programms für Projekte, die unsere demokratischen Werte
stärken. Es zeigt sich immer wieder, wie stark aber auch verletzlich
demokratische Systeme sind und wie sehr sie vom Vertrauen der Menschen in
politische Entscheidungen und Institutionen leben. Umso wichtiger ist es, dass
wir uns alle einbringen. Als globale Organisation wissen wir: Der offene,
respektvolle Austausch unterschiedlicher Perspektiven ist nicht nur die
Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit, sondern auch eine wichtige Voraussetzung
für eine lebendige Demokratie."
Sandra Günther, Partner | Head of People & Culture, Feldhoff & Cie:
"Demokratie lebt vom Engagement und der Verantwortung der Menschen. Bei Feldhoff
& Cie. bringen sich viele Mitarbeitende seit Jahren kommunalpolitisch und
gesellschaftlich ein - das finden wir wichtig. Mit dem Beitritt zur Charta der
Demokratie zeigen wir, wofür wir stehen: demokratische Werte, offener Austausch,
respektvoller Umgang - auch bei unterschiedlichen Meinungen. Als
Kommunikationsberatung wissen wir, wie wichtig Gespräche, Zuhören und das
Aushalten verschiedener Sichtweisen sind. Als Arbeitgeber bestärken wir unsere
Mitarbeitenden, sich einzubringen und über den Beruf hinaus Verantwortung zu
übernehmen."
Stefan Haibach, Geschäftsführer ITSG GmbH:
"Vor 30 Jahren entstand die ITSG aus dem Gedanken, das Gesundheitswesen zu
digitalisieren. Dieses basiert als Teil der Sozialversicherung auf zwei
demokratischen Prinzipien: Solidarität und Selbstverwaltung. Wir bei der ITSG
leben diese Prinzipien. Wir wollen die Demokratie an ihren Wurzeln stärken, in
der Kommunalpolitik. Deshalb unterstützen wir unsere Mitarbeitenden, sich
kommunalpolitisch zu engagieren. Gleichzeitig möchten wir sie resilienter und
sprachfähig gegenüber Hassrede und antidemokratischer Verlautbarungen machen.
Demokratie muss verteidigt werden, gerade im direkten Gespräch mit Menschen, die
ganz anderer Meinung sind."
Philip Burchard, CEO Merz Group:
"Als internationales Familienunternehmen mit deutschen Wurzeln sehen wir für
demokratische Grundwerte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine Kultur des
respektvollen Dialogs als Grundlage unseres Erfolgs. Wir unterstützen
Initiativen, die demokratische Grundwerte stärken und Menschen ermutigt, sich
für ihr Gemeinwesen zu engagieren. Denn Demokratie ist die Grundlage für
Freiheit. Sie schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen ihre Potenziale
frei entfalten und Verantwortung übernehmen können. Und das ist die Basis für
wirtschaftliche Stärke und Wohlstand."
Dr. Tilman Weiss, Geschäftsführer sglux GmbH:
"In jener komplexen, zuweilen Furcht bereitenden Epoche in der wir leben, sind
"einfache Lösungen", Schuldzuweisungen gegen Minderheiten, zynische Vernunft und
Personenkult ein verlockendes Gift. Pluralismus ist bedroht, er ist nicht mehr
jene Selbstverständlichkeit, wie er seit langem ein Unterpfand für Wohlstand in
Freiheit bedeutete. sglux bekennt sich durch seinen Beitritt zur Charta der
Demokratie zum Pluralismus als Fundament einer nachhaltigen Wirtschaft, die von
Werten und Wertschätzung lebt. Demokratie wird von unten genährt und verteidigt.
Bei uns sind Menschen, die sich kommunalpolitisch engagieren, Vorbilder. sglux
unterstützt deren Tun mit bezahlter Freistellung, Kostenübernahmen und
Coachingangeboten."
Heiner Hoffschroer, Geschäftsführer Wirtschaftsvereinigung für den Kreis
Steinfurt (WSV):
"Die WVS ist das führende Mittelstandsnetzwerk im nördlichen Münsterland und
südlichen Emsland und vertritt die Interessen von über 500 Mitgliedern. Wir
beteiligen uns an der Initiative, weil Demokratie keine Selbstverständlichkeit
ist. Neben den großen Unternehmen in Deutschland ist insbesondere auch der
Mittelstand als wirtschaftliches Rückgrat ein Ort, wo Demokratie, Vielfalt und
Zukunft gelebt wird. Wir freuen uns auf den Austausch unter- und miteinander,
auf "best practice Beispiele" und auf die Unterstützung aus der Initiative und
der KFW."
Link zur Landingpage der KfW Charta der Demokratie: Charta der Demokratie | KfW
(https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Charta-der-Demokratie.h
tml)
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