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Berlin (ots) - Der Spitzenkandidat der Grünen für die Abgeordnetenhauswahl in
Berlin, Werner Graf, sieht im Mangel an bezahlbarem Wohnraum das drängendste
Problem in der Hauptstadt.
Graf sagte am Freitag im rbb24 Inforadio, wichtig sei, den Wohnungsmarkt stärker
zu kontrollieren und gegen überhöhte Mieten vorzugehen. Der Wohnungsbau müsse in
Berlin subventioniert werden, so Graf: "Wir werden dort Geld zur Verfügung
stellen müssen - aber so, dass die Wohnungen gebaut werden, die wir brauchen:
Das heißt, wir brauchen günstigen Wohnraum." Dabei seien besonders die
Genossenschaften und die städtischen Wohnungsbaugesellschaften gefragt, so Graf.
"Aber wir haben auch noch anderes Potenzial: Wir haben im Augenblick zwei
Millionen Quadratmeter leerstehende Büroflächen - und daraus können wir auch
schnell Studierenden-WGs, Azubi-WGs oder Pflege-WGs machen." Das würde dem
Berliner Wohnungsmarkt sehr helfen, betonte Graf.
Ein weiteres Thema im Wahlkampf ist die innere Sicherheit. In Berlin gibt es
immer häufiger Schießereien, die der organisierten Kriminalität zugeordnet
werden. Um dagegen vorzugehen, seien Gesetzesänderungen nötig, so Graf: "Hier
brauchen wir zum Beispiel eine strafrechtliche Verschärfung, damit die Polizei
dann auch die Personen, die sie erwischt mit einer illegalen Waffe, deutlich
besser kontrollieren kann." Dafür sollten auch Telefonüberwachungen möglich
sein. Polizeikontrollen ohne Anlass lehnte der Grünen-Politiker aber ab.
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