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München (ots) - Repräsentative YouGov-Umfrage unter 509 Entscheidern in
Deutschland: Mehr als die Hälfte sieht schon heute, dass ChatGPT & Co.
verändern, wie Kunden auf ihr Unternehmen aufmerksam werden. Großunternehmen
rechnen fest mit dem Wandel, Inhaber bleiben skeptisch. Daten aus
Kundenprojekten der Münchner Agentur Seokratie zeigen: Noch ist der KI-Traffic
winzig - aber Besucher aus KI-Antworten werden mehr als sechsmal so oft zur
Anfrage wie Besucher aus der Google-Suche.
55 Prozent der Unternehmensentscheider in Deutschland erwarten, dass die Suche
über KI-Tools wie ChatGPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot in drei Jahren
wichtiger für ihre Kundengewinnung sein wird als die klassische Google-Suche.
Nur 28 Prozent widersprechen. Das zeigt eine repräsentative YouGov-Befragung
unter 509 Entscheidern im Auftrag der Münchner Online-Marketing-Agentur
Seokratie. Für viele Befragte ist der Wandel keine Prognose, sondern Gegenwart:
54 Prozent stimmen zu, dass KI-Tools bereits heute verändern, wie Kunden auf ihr
Unternehmen aufmerksam werden.
Die Entscheider kennen das neue Suchverhalten aus eigener Erfahrung: 55 Prozent
recherchieren im beruflichen Kontext mindestens mehrmals pro Woche per KI-Tool
nach Produkten oder Dienstleistern, 23 Prozent täglich oder fast täglich. Nur 14
Prozent nutzen KI-Tools dafür nie.
Julian Dziki, Gründer und Geschäftsführer von Seokratie, hält die Erwartung der
Entscheider für berechtigt - mit einer Einschränkung: "Es kommt stark auf das
Produkt oder die Dienstleistung an. Je komplexer sie sind, desto mehr wird die
KI-Suche genutzt. Wer eine Individualsoftware, eine Industriemaschine oder einen
IT-Dienstleister sucht, der recherchiert bereits heute zumindest teilweise mit
KI-Systemen wie Claude und ChatGPT. Einfache Suchanfragen dagegen werden auch
langfristig über Google laufen. Es geht also nicht um Entweder-oder, sondern um
die Frage, wo die eigenen Kunden künftig suchen. Beides wird parallel
existieren."
Wenige Besucher - aber die wertvollsten
Wie viel in der KI-Suche steckt, zeigen Daten aus den B2B-Kundenprojekten von
Seokratie. Im Durchschnitt kommt erst rund ein halbes Prozent der
Website-Besucher aus ChatGPT & Co. - aber etwa jeder zehnte dieser Besucher
stellt eine Anfrage, per Formular, E-Mail oder Anruf. Zum Vergleich: Die
klassische Google-Suche liefert rund 22 Prozent der Besucher, von denen aber nur
etwa 1,5 Prozent anfragen. Ein Besucher aus einer KI-Antwort ist damit mehr als
sechsmal so viel wert wie ein Besucher aus der Google-Suche.
"Bei den meisten unserer Kunden sehen wir dasselbe Bild: Der KI-Traffic ist
winzig, aber die Besucher, die darüber kommen, sind um ein Vielfaches
wertvoller. Und anders als in der Google-Suche gibt es in einer KI-Antwort oft
keinen Platz zwei. Wen das System nicht nennt, den gibt es aus Sicht des Kunden
nicht", sagt Dziki.
Große Unternehmen rechnen mit dem Wandel - Inhaber zweifeln
Wie stark die Erwartung ausfällt, hängt von der Unternehmensgröße ab - und
davon, wer gefragt wird. In Großunternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten gehen
64 Prozent davon aus, dass die KI-Suche in drei Jahren wichtiger sein wird als
Google, in kleinen Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten nur 43 Prozent.
Am skeptischsten sind ausgerechnet die Inhaber: Von den befragten Eigentümern,
Inhabern und Partnern stimmen nur 36 Prozent zu, 41 Prozent widersprechen. Unter
den angestellten Führungskräften - vom mittleren Management bis zur
Geschäftsführung - stimmen dagegen rund 60 Prozent zu. Auch bei der eigenen
Nutzung liegen die Inhaber zurück: 27 Prozent von ihnen recherchieren nie per
KI-Tool nach Produkten oder Dienstleistern, doppelt so viele wie im Schnitt
aller Entscheider (14 Prozent).
"Ein Inhaber schaut in seine Zahlen, und da ist der KI-Traffic bisher winzig -
also glaubt er nicht daran", erklärt Dziki. "Nur zeigt sich der Effekt nicht bei
den Besuchern, sondern bei den Anfragen. Wer auf die Besucherzahlen schaut,
sieht ein halbes Prozent und winkt ab. Wer auf die Anfragen schaut, sieht einen
der wertvollsten Kanäle, die er hat."
Was Unternehmen jetzt tun sollten
Vor Aktionismus warnt Dziki trotzdem: "Wichtig ist, jetzt nichts zu überstürzen.
Leider verkaufen manche Dienstleister gerade alten Wein in neuen Schläuchen -
gekaufte Backlinks etwa, die Google abstraft, oder Forenspam, der schlicht
nichts bringt. Sinnvoll sind drei Dinge. Erstens messen: den KI-Traffic in der
Webanalyse separat ausweisen und schauen, wie viele Anfragen daraus entstehen.
Zweitens die Texte der eigenen Website so umbauen, dass sie die Fragen
beantworten, die Kunden den KI-Tools tatsächlich stellen. Und drittens
Leistungs- und Produktseiten mit harten Fakten füllen statt mit Marketingprosa -
Einsatzgebiete, technische Daten, gegebenenfalls Preise, Referenzen. Das ist es,
was KI-Systeme zitieren."
Methodik
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des
YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung
wurden im Zeitraum 16. bis 24.07.2026 insgesamt 509 Unternehmensentscheider
befragt. Die Erhebung wurde quotiert und die Ergebnisse gewichtet. Die Befragten
setzen sich repräsentativ nach Beschäftigtenanteil pro Unternehmensgröße, nach
Geschlecht und Altersgruppen von Unternehmensentscheidern, nach sechs
NACE-Wirtschaftszweigen sowie nach Nielsen-Regionsverteilung von Unternehmen
zusammen.
Über Seokratie
Seokratie ist eine inhabergeführte Online-Marketing-Agentur mit Sitz in München.
Seit der Gründung 2008 durch Julian Dziki unterstützt Seokratie Unternehmen
dabei, über SEO, Content Marketing, SEA und Social Media messbar zu wachsen.
Seokratie gehört zu den ersten Agenturen in Deutschland, die Kunden systematisch
zur Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen (GEO) beraten. Das hauseigene Magazin, der
YouTube-Kanal und der Newsletter mit insgesamt über 80.000 Abonnenten zählen zu
den reichweitenstärksten Fachformaten der Branche im deutschsprachigen Raum.
Bildmaterial
Die Grafiken sind zur redaktionellen Verwendung frei (Quelle: Seokratie/YouGov).
Auf der Website unter
https://www.seokratie.de/unternehmensnews/ki-unternehmensinhaber-studie/
befinden sich weitere Grafiken.
Pressekontakt:
Seokratie GmbH · Julian Dziki
Blutenburgstraße 18, 80636 München
Telefon: +49 89 58 80 83 111
E-Mail: mailto:juliandziki@seokratie.de
Web: http://www.seokratie.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/131135/6353607
OTS: Seokratie GmbH
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