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Mainz (ots) - Für viele Menschen mit Allergien, Asthma oder chronischen
Darmentzündungen gehört Cortison zum Alltag. Das Medikament lindert Entzündungen
wirksam, kann aber schwere Nebenwirkungen haben - von Bluthochdruck und
Osteoporose bis zu Psychosen. Die "NANO Doku: Wundermittel Cortison: Neue
Forschung - weniger Nebenwirkungen?" von Julia Waldmann zeigt, wie weit man bei
der Suche nach neuen, verträglicheren Medikamenten ist. Im Anschluss, um 21.00
Uhr, geht es im "NANO Talk" um einen anderen zentralen Botenstoff des Körpers:
Dopamin. Lange galt Dopamin als simples Glückshormon". Alena Buyx zeigt in ihrer
Sendung, dass der Botenstoff viel mehr kann: Er wirkt als hochpräziser
Steuermechanismus im Gehirn. Die " NANO Doku " ist zusammen mit zwei ergänzenden
Web-Folgen als Teil der NANO Dokureihe "Bittere Pillen"
(https://pressetreff.3sat.de/programm/dossier/nano-doku-reihe-bittere-pillen) ab
Donnerstag, 17. September 2026, in der 3satMediathek verfügbar. Der "NANO Talk"
steht a b Montag, 21. September 2026, in der 3satMediathek (http://www.3sat.de)
zur Verfügung.
Cortison: Forschung zwischen Wirkung und Nebenwirkung
Cortison kann Leben retten. Das Medikament bremst Entzündungen oft innerhalb
kurzer Zeit und gehört seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Wirkstoffen der
Medizin. Doch die Kehrseite ist bekannt: Bei längerer Anwendung drohen
erhebliche Nebenwirkungen. Deshalb suchen Forscherinnen und Forscher nach
verträglicheren Alternativen. Nicht nur in den Sozialen Medien wird immer
häufiger vor Gesundheitsrisiken einer dauerhaften Einnahme gewarnt. Die
Psychologin Katja Wingenfeld von der Charité Berlin ordnet den Trend zum
"Cortisol-Detox" wissenschaftlich ein und erklärt, warum das Hormon Cortisol für
den Körper lebenswichtig ist. Am Helmholtz Zentrum München untersucht die
Molekularbiologin Henriette Uhlenhaut mit ihrem Team, wie Cortison Entzündungen
steuert. Ihre Forschung könnte helfen, neue Medikamente zu entwickeln. Doch was
macht die Suche nach Alternativen mit viel Wirkung, aber wenigen Nebenwirkungen
so schwierig? Und wie könnten neue Medikamente aussehen?
Dopamin: Neue Erkenntnisse über einen mächtigen Botenstoff
Dopamin wirkt nicht diffus im ganzen Gehirn, sondern gezielt in lokalen Netzen.
Dort steuert der Botenstoff Annäherung oder Vermeidung und beeinflusst damit
Emotionen, soziale Entscheidungen und Lernprozesse. Dopamin ist damit mächtiger
als bislang angenommen. Besonders deutlich wird das in der Medizin. In der
Parkinson-Forschung zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Dopamin gilt nicht
länger nur als Motor der Bewegung, sondern als Voraussetzung dafür, dass
Bewegung überhaupt möglich ist. Denn wenn Dopamin in den fein abgestimmten
neuronalen Systemen fehlreguliert ist, können neben Parkinson auch Depressionen,
Angststörungen, Suchterkrankungen oder Schizophrenie die Folge sein. Das tiefere
Verständnis der Dopamin-Wirkung eröffnet neue therapeutische Ansätze.
Gleichzeitig ist der Botenstoff auch in der Populärmedizin im Trend: Beim
"Dopamin Detox" verzichten Menschen bewusst auf schnelle Reize wie Smartphones,
Soziale Medien und ungesundes Essen. Im "NANO Talk: Dopamin - Macht im Gehirn"
diskutiert Alena Buyx mit ihren Gästen, dem Neurobiologen Martin Korte, der
Medizinerin und Parkinson-Expertin Grit Mollenhauer sowie dem Mediziner und
Suchtexperten Falk Kiefer, wie der Botenstoff unser Leben bestimmt.
Kontakt
Bei Fragen zur Pressemitteilung erreichen Sie Annette Reichert,
ZDF-Kommunikation, per E-Mail unter reichert.a@zdf.de.
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Weitere Informationen
- Im 3sat-Pressetreff (https://pressetreff.3sat.de/programm/dossier/nano-doku-wu
ndermittel-cortison-und-nano-talk-dopamin-macht-im-gehirn) stehen für
akkreditierte Journalistinnen und Journalisten die "NANO Doku" und der "NANO
Talk" zur Preview bereit (nach Log-in).
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Zweites Deutsches Fernsehen
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