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Berlin (ots) -
- 37,2 Prozent der erfassten Flüge waren verspätet, 0,7 Prozent wurden
annulliert
- In Deutschland war fast jeder dritte Flug verspätet
- Manchester führt die Flughafenauswertung mit 47,9 Prozent verspäteten Flügen
an
- Aer Lingus weist mit 49,3 Prozent die höchste Verspätungsquote auf, KLM mit
2,2 Prozent die höchste Stornierungsquote unter den betrachteten Airlines
Der Flugsommer 2026 bringt Reisenden kaum Entspannung bei der Pünktlichkeit.
Eine aktuelle Flugdatenanalyse der deutschen Sommerferien von Flightright zeigt:
37,2 Prozent der erfassten Flüge waren verspätet und 0,7 Prozent wurden
annulliert. Besonders an vielen großen europäischen Flughäfen und bei einigen
der verkehrsstärksten Airlines gehören Verspätungen weiterhin zum Alltag. Auch
Deutschland liefert bei der Pünktlichkeit ein ernüchterndes Bild. Fast jeder
dritte Flug in der deutschen Länderauswertung war verspätet. An den vier größten
deutschen Flughäfen lag die Verspätungsquote ebenfalls bei 30,9 Prozent.
"Der Flugsommer 2026 zeigt erneut, dass Verspätungen längst kein Randproblem im
europäischen Luftverkehr mehr sind. Wenn fast vier von zehn Flügen verspätet
sind oder ausfallen, fehlt Reisenden ein entscheidendes Gut: Planungssicherheit.
Auch Deutschland kann sich von diesem Problem nicht absetzen. Wenn hierzulande
fast jeder dritte Flug verspätet ist, ist Unpünktlichkeit für Reisende keine
Ausnahme mehr, sondern ein regelmäßiger Begleiter" , sagt Feyza Türkön,
Fluggastrechtsexpertin bei Flightright.
Deutsche Flughäfen: Fast jeder dritte Abflug verspätet
Die großen deutschen Flughäfen liefern im Flugsommer 2026 kein überzeugendes
Bild. An den vier größten Airports starteten insgesamt 30,9 Prozent der Flüge
verspätet. Damit war fast jeder dritte Abflug nicht pünktlich. Besonders
schlecht schneidet der Flughafen Berlin Brandenburg ab. Dort waren 35,6 Prozent
der erfassten Flüge verspätet. Mehr als jeder dritte Flug startete damit nicht
pünktlich. Düsseldorf folgt mit 32,0 Prozent. Auch in München war mit 31,2
Prozent fast jeder dritte Flug verspätet. Der Flughafen Frankfurt kommt auf eine
Verspätungsquote von 28,8 Prozent. Bei den Stornierungen bewegen sich die
deutschen Flughäfen im europäischen Mittelfeld. Berlin Brandenburg kommt auf
eine Stornierungsquote von 1,1 Prozent, München auf 1,0 Prozent, Frankfurt auf
0,8 Prozent und Düsseldorf auf 0,6 Prozent.
Auch die deutsche Länderauswertung unterstreicht das Pünktlichkeitsproblem. 31,2
Prozent der Flüge waren verspätet. Damit startete in Deutschland fast jeder
dritte Flug nicht planmäßig. Die Stornierungsquote lag bei 0,7 Prozent.
Noch schlechter schneiden unter den betrachteten europäischen Ländern
Griechenland mit 46,4 Prozent verspäteten Flügen, Irland mit 44,6 Prozent und
Italien mit 42,7 Prozent ab. Gleichzeitig zeigt der Blick nach Nordeuropa, dass
deutlich bessere Pünktlichkeitswerte möglich sind. In Norwegen waren 22,5
Prozent, in Schweden 25,1 Prozent und in Dänemark 26,4 Prozent der Flüge
verspätet. Deutschland liegt damit klar hinter diesen Märkten.
Manchester ist Verspätungshotspot unter den betrachteten Flughäfen
Unter den großen europäischen Airports der vorliegenden Auswertung weist
Manchester mit 47,9 Prozent die höchste Verspätungsquote auf. Damit startete
dort fast jeder zweite Flug verspätet.
Auf den weiteren Plätzen folgen Athen mit 46,8 Prozent, Mailand Malpensa mit
45,9 Prozent und Palma de Mallorca mit 45,7 Prozent. Auch London Gatwick und Rom
liegen mit jeweils 45,2 Prozent auf einem ähnlich hohen Niveau. An diesen
Flughäfen nähert sich die Verspätungsquote damit der Marke von jedem zweiten
Flug.
Bei den Stornierungen führt unter den betrachteten großen Flughäfen Mailand
Malpensa mit 1,7 Prozent. Dahinter folgen Amsterdam mit 1,5 Prozent und Zürich
mit 1,3 Prozent.
"Die Daten zeigen, wie massiv das Pünktlichkeitsproblem an einigen der größten
europäischen Flughäfen ist. Wenn sich die Verspätungsquote an mehreren Airports
der Marke von 50 Prozent nähert, kann kaum noch von einzelnen Ausreißern
gesprochen werden. Für Reisende wird der verspätete Abflug dort immer mehr zum
Normalfall" , sagt Türkön.
Airlines: Bei Aer Lingus ist fast jeder zweite Flug verspätet
Auch zwischen den Airlines zeigen sich erhebliche Unterschiede. Unter den
betrachteten Fluggesellschaften weist Aer Lingus mit 49,3 Prozent die höchste
Verspätungsquote auf. Damit war fast jeder zweite Flug der Airline verspätet.
Dahinter folgen ITA Airways mit 46,8 Prozent, easyJet mit 46,5 Prozent und
Ryanair mit 45,6 Prozent. Bei diesen Airlines betrifft Unpünktlichkeit damit
ebenfalls annähernd jeden zweiten Flug.
Bei den Stornierungen ergibt sich ein anderes Bild. KLM erreicht mit 2,2 Prozent
die höchste Quote unter den betrachteten Airlines, gefolgt von easyJet mit 1,9
Prozent, British Airways mit 1,9 Prozent und SWISS mit 1,6 Prozent.
Lufthansa schneidet bei der Pünktlichkeit besser ab als mehrere große
europäische Wettbewerber, bleibt aber ebenfalls deutlich von vollständiger
Zuverlässigkeit entfernt. 25,0 Prozent der Lufthansa Flüge waren verspätet.
Damit startete jeder vierte Flug der Airline nicht pünktlich. Die
Stornierungsquote lag bei 1,0 Prozent.
Ryanair zeigt besonders deutlich, dass eine niedrige Stornierungsquote nicht
automatisch hohe Zuverlässigkeit bedeutet. Lediglich 0,3 Prozent der Ryanair
Flüge wurden annulliert, gleichzeitig waren 45,6 Prozent verspätet. Damit
startete fast jeder zweite Flug der Airline nicht pünktlich.
"Zuverlässigkeit bedeutet nicht nur, dass ein Flug überhaupt stattfindet. Wenn
bei einigen Airlines annähernd jeder zweite Flug verspätet ist, müssen Reisende
regelmäßig zusätzliche Zeit und Unsicherheit einplanen. Gerade die Kombination
aus hohen Verspätungsquoten und zusätzlichen Stornierungen zeigt, wie groß das
Zuverlässigkeitsproblem bei einzelnen Fluggesellschaften ist." , erklärt Türkön.
Ausblick auf das restliche Jahr: Pünktlichkeit bleibt auch im Herbst und Winter
entscheidend
Mit dem Ende der Sommerferien ist die Reisesaison noch lange nicht
abgeschlossen. Herbstferien, Geschäftsreisen sowie der Reiseverkehr rund um
Weihnachten und den Jahreswechsel werden Flughäfen und Airlines auch in den
kommenden Monaten fordern. Hinzu kommen im Herbst und Winter mögliche
wetterbedingte Beeinträchtigungen, die den Flugbetrieb zusätzlich belasten
können. Für Flightright wird deshalb entscheidend sein, ob es Airlines und
Flughäfen gelingt, die im Sommer sichtbaren Pünktlichkeitsprobleme im weiteren
Jahresverlauf zu reduzieren. Die aktuellen Daten zeigen jedenfalls, dass
zuverlässiges Reisen in Europa weiterhin keine Selbstverständlichkeit ist.
"Der Sommer ist für den europäischen Luftverkehr der größte Stresstest, aber
Zuverlässigkeit darf kein saisonales Thema sein. Auch in den kommenden Monaten
sind Millionen Menschen auf planbare Flugverbindungen angewiesen. Airlines und
Flughäfen müssen deshalb daran arbeiten, Verspätungen nachhaltig zu reduzieren.
Für Reisende gilt zugleich: Wer von einer erheblichen Verspätung oder
Annullierung betroffen ist, sollte seine Fluggastrechte kennen und mögliche
Ansprüche prüfen." , so Türkön abschließend.
Disclaimer
Alle Angaben dieser Pressemitteilung basieren auf den Flugdaten, die Flightright
für die Auswertung des Flugsommers 2026 zur Verfügung standen. Die Daten
beziehen sich auf den Zeitraum vom 29.06.2026 bis 14.09.2026. Die Daten sind
zuverlässig, erheben jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aussagen zu
Spitzenpositionen beziehen sich ausschließlich auf die jeweils in den
bereitgestellten Auswertungen betrachteten Länder, Flughäfen und Airlines.
Pressekontakt:
Mara Zatti & Felix Hoefermann
mailto:presse@flightright.de
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OTS: Flightright GmbH
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