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Frankfurt am Main (ots) - Die KI übernimmt immer mehr Routineaufgaben,
beschleunigt Analysen und hilft Mitarbeitern, in kürzerer Zeit mehr zu
erledigen. 65 Prozent der Beschäftigten in Unternehmen mit implementierter KI
berichten bereits von höherer Produktivität und Effizienz. Doch die Technologie
allein reicht nicht: Nur zwölf Prozent geben an, dass KI die Arbeitsweise in
ihrem Unternehmen grundlegend verändert hat.
Je mehr Aufgaben die KI übernimmt, desto wichtiger werden andere Fähigkeiten,
die sich nicht einfach automatisieren lassen. Urteilsvermögen, Empathie,
Kreativität und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, entscheiden künftig
darüber, ob aus technischer Effizienz tatsächlich bessere Arbeit entsteht.
Nachfolgend wird erklärt, warum Unternehmen neben KI-Kompetenz gezielt
menschliche Fähigkeiten entwickeln müssen, welche Rolle Führung und
Unternehmenskultur dabei spielen und weshalb ausgerechnet im KI-Zeitalter
Empathie, Urteilsvermögen und Leadership an Wert gewinnen
Produktivität ist mehr als Zeitersparnis
Der Einsatz von ChatGPT, Copilot und ähnlichen Lösungen bringt in vielen
Arbeitsbereichen Entlastung. Was die individuelle Geschwindigkeit zunächst
erhöht, sagt allerdings wenig darüber aus, ob sich dadurch die Leistung des
Unternehmens tatsächlich verbessert. Dauert eine Aufgabe statt zwei Stunden nur
noch die Hälfte der Zeit, kann der Gesamtprozess dennoch unverändert bleiben:
etwa weil Ergebnisse anschließend zwei Tage auf Freigaben warten. Genau deshalb
sollte KI nicht von der Technologie, sondern vom Problem her gedacht werden. Die
wichtigen Fragen sind: "Wo verliert das Unternehmen Zeit?", "Wo leidet die
Qualität?", "Wo warten Kunden unnötig lange?", "Wo erledigen Mitarbeiter
Tätigkeiten, die eigentlich gar nicht ihren Stärken entsprechen?" oder "Was sind
blinde Flecken"? Erst wenn diese Schwachstellen sichtbar sind, lässt sich
beurteilen, ob KI dort ein sinnvoller Hebel sein kann.
Auch eine hohe Nutzungsquote ist im Übrigen noch kein Beleg für eine
erfolgreiche Einführung. Selbst wenn ein Großteil der Belegschaft die KI
regelmäßig verwendet, ist dies keine Garantie für höhere Produktivität.
Relevanter als die bloße Nutzung ist unter anderem, ob Prozesse schneller
geworden sind, die Qualität gestiegen ist oder Fehlerraten gesunken sind.
Deshalb steht vor allem die Messbarkeit im Fokus. Gibt es einen messbaren
Mehrwert, entfaltet die KI ihr Potenzial.
Warum der Faktor Mensch an Bedeutung gewinnt
Obwohl die künstliche Intelligenz mittlerweile einen so hohen Stellenwert
einnimmt, sind die menschlichen Mitarbeiter jedoch lange nicht überflüssig.
Vielmehr verschieben sich die Aufgaben. Standardisierte Tätigkeiten lassen sich
zunehmend automatisieren, während Urteilsvermögen, Verantwortungsübernahme und
die Fähigkeit, Ergebnisse im richtigen Kontext zu bewerten, deutlich wichtiger
werden. Eine KI kann Handlungsoptionen liefern, die Entscheidung und ihre
Konsequenzen trägt sie jedoch nicht.
Hinzu kommt eine neue Form von Führungskompetenz im Umgang mit KI-Agenten - also
Systemen, die eigenständig Aufgaben übernehmen und koordinieren. Wie bei einem
neuen Mitarbeiter geht es auch bei KI-Agenten um die richtige Einarbeitung und
Führung. Menschen müssen für die KI Ziele definieren und immer wieder die
Qualitätsmaßstäbe kontrollieren - im Sinne eines "Human in the Loop", also der
menschlichen Aufsicht über automatisierte Prozesse. Arbeit verschiebt sich damit
von der eigenen Ausführung stärker hin zur Organisation, Steuerung und
Beurteilung von Ergebnissen.
Transformation gelingt nur mit Kultur und Empathie
Neben Urteilsvermögen und Führungskompetenz wird auch Empathie zur
Schlüsselressource. In jeder KI-Transformation gibt es Begeisterung, Skepsis und
mitunter die Sorge, durch Technologie ersetzbar zu werden. Werden diese
Reaktionen ignoriert und neue Werkzeuge lediglich "verordnet", bleibt der Wandel
oberflächlich. Unternehmen brauchen deshalb eine Kultur, in der offen über
funktionierende und nicht funktionierende Ansätze gesprochen werden kann.
Gerade dann, wenn Automatisierung Zeit freisetzt, braucht es eine glaubwürdige
Perspektive. Wer Mitarbeitern signalisiert, ihren Job maximal automatisieren zu
sollen, ohne eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie ihre künftige Rolle
aussieht, erzeugt Widerstand statt Fortschritt. Richtig eingesetzt hilft KI
nicht dabei, aus allen Beschäftigten pauschal mehr herauszuholen - sondern ihre
individuellen Stärken besser zu nutzen. Wer gut im Kundenkontakt ist, kann von
administrativen Aufgaben entlastet werden. Wer analytisch stark ist, aber Mühe
mit Texten oder Präsentationen hat, bekommt gezielte Unterstützung. So wird KI
weniger zu einem reinen Technologiethema als zu einer Führungs- und
Kulturaufgabe.
Über Julian Fuchs:
Julian Fuchs ist Head of AI bei der Agile Heroes GmbH. Er begleitet Unternehmen
bei der strategischen Einführung von Künstlicher Intelligenz und unterstützt sie
dabei, KI wirtschaftlich sinnvoll, praxisnah und unter Berücksichtigung von
Compliance-Anforderungen zu integrieren. Darüber hinaus wirkt er an der
Entwicklung von KI-Weiterbildungsprogrammen sowie der Umsetzung von KI- und
Automatisierungsprojekten mit. Weitere Informationen:
http://www.agile-heroes.com/de
Pressekontakt:
Agile Heroes GmbH
E-Mail: mailto:kontakt@agile-heroes.de
Web: https://www.agile-heroes.com/de/
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OTS: Agile Heroes GmbH
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