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Berlin (ots) -
- Alarmierende Bilanz von Müll-Melde-Aktion der DUH in Köln: 1.200 gemeldete
Einweg-Verpackungen, 58 Prozent davon lagen auf Straßen oder Grünflächen
- Rund 64 Prozent der gemeldeten Verpackungen würden unter eine kommunale
Einweg-Verpackungssteuer fallen und könnten durch Mehrwegalternativen
vermieden werden
- DUH fordert Kölner Oberbürgermeister Burmester auf, den Ratsbeschluss zur
Einführung einer Verpackungssteuer endlich umzusetzen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeigt mit ihrem Kölner Verpackungsmüll-Melder,
wie sehr Einweg-Takeaway-Verpackungen Kölns Straßen und Grünflächen
verschmutzen. Vom 26. August bis 14. September haben Kölnerinnen und Kölner mehr
als 1.200 Einweg-Verpackungen erfasst, 58 Prozent davon lagen lose auf Straßen
oder Grünflächen. Den größten Anteil machen Einweg-To-Go-Becher und
Einweg-Essensboxen aus. Besonders häufig wurden Verpackungen von McDonald's und
bestimmten Trendgastronomien wie dem IMPI Café gemeldet. Im Umfeld von
Großveranstaltungen sowie der Gamescom an der Koelnmesse wurde ebenso vermehrt
Einweg-Verpackungsmüll dokumentiert. Rund 64 Prozent der erfassten Verpackungen
würden unter eine kommunale Einweg-Verpackungssteuer fallen und könnten durch
Mehrwegalternativen ersetzt werden. Die DUH fordert Oberbürgermeister Torsten
Burmester auf, den bereits im Februar 2025 gefassten Ratsbeschlusses für eine
Kölner Verpackungssteuer endlich umzusetzen.
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der DUH: "Mehr als 1.200 gemeldete
Einweg-Verpackungen in nicht mal drei Wochen zeigen, wie groß das
Verpackungsmüllproblem in Köln ist. Besonders erschreckend ist, dass 58 Prozent
der erfassten Verpackungen auf Straßen oder Grünflächen herumlagen. Die Lösung
hat der Kölner Stadtrat mit einer Einweg-Verpackungssteuer bereits im Februar
2025 beschlossen. Anstatt ein Konzept für dieses wirksame Instrument für weniger
Abfall, sauberere Straßen und mehr Mehrweg vorzulegen, blockiert
Oberbürgermeister Burmester. Dabei zeigen Städte wie Tübingen und Konstanz
längst, wie effektiv eine Verpackungssteuer den Umstieg auf Mehrweg voranbringt.
Wir fordern Oberbürgermeister Burmester auf, den Ratsbeschluss umzusetzen und
die Verpackungssteuer wieder in die laufenden Haushaltsverhandlungen
aufzunehmen."
Kordula Rix, Öffentlichkeitskoordinatorin Greenpeace Köln: "Köln ist lebendig,
Köln feiert, Köln ist beliebt als Reiseziel - das freut uns! Doch die Kehrseite
sehen wir täglich: Die Coffee-to-go-Becher, Burgerboxen oder Pizzakartons landen
leider oft nicht im Mülleimer, sondern überall im öffentlichen Raum, ob in der
Innenstadt oder in unseren Parks, auf Wanderwegen, in Bächen und im Rhein. Neue
Trendläden vermarkten sogar ihre Einweg-Behälter als hip. Deshalb setzen wir uns
für echte Lösungen zur Abfallvermeidung ein - das ist eine kommunale
Einweg-Verpackungssteuer, die das Mehrweg-Angebot fördert und die
Mehrweg-Nutzung vorantreibt."
Jan Odenthal, Vorstand Zero Waste Köln: "Die Erlöse aus der Verpackungssteuer
bieten die Chance, dauerhaft etwas in Köln zu verändern. Wenn die Einnahmen
gezielt in den Ausbau und die Verbesserung der Mehrweginfrastruktur - etwa in
Rücknahmeautomaten oder öffentliche Spülinfrastruktur - investiert werden,
profitieren davon die Kölnerinnen und Kölner, die Gastronomiebetriebe und
letztlich auch die Stadt. So kann die Verpackungssteuer an zwei Hebeln
gleichzeitig ansetzen: Sie hilft, Müll dauerhaft zu reduzieren und senkt damit
langfristig auch die Kosten von mittlerweile knapp 16 Millionen Euro, die die
Stadt für die Beseitigung von Müll in unseren Parks und auf sonstigen
öffentlichen Flächen ausgibt."
Hintergrund:
Vom 26. August bis 14. September 2026 hatte die DUH gemeinsam mit lokalen
Akteurinnen und Akteuren dazu aufgerufen, Einweg-Verpackungsmüll im Kölner
Stadtgebiet über ein Online-Meldetool zu dokumentieren. Insgesamt sind 184
Beiträge eingegangen, die mehr als 1.200 Einweg-Verpackungen umfassten. Erfasst
wurden unter anderem Verpackungsart, Fundort, Marke beziehungsweise Anbieter und
die Frage, ob die Verpackung in einem Mülleimer oder lose im öffentlichen Raum
lag. Die eingegangenen Meldungen hat die DUH anschließend ausgewertet.
Das Bündnis besteht aus folgenden bundesweiten und Kölner Initiativen sowie
Gastronomiebetrieben, die gemeinsam die Kölner Verpackungssteuer fordern:
Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace Köln, Zero Waste Köln, Fridays for Future Köln,
Teachers for Future Köln, Food for Future, Robin Wood Regionalgruppe Köln, attac
Köln, BUND Kreisgruppe Köln, K.R.A.K.E, NABU Stadtverband Köln, Vytal, Recup,
Café Ayni, Bio-Rösterei VAN DYCK mit Café.
Links:
- Zur Ergebnisübersicht des Kölner Müllmelders: https://l.duh.de/p260918a
- Zum Kölner Müllmelder: https://mitmachen.duh....ellmelder/
(https://mitmachen.duh.de/muellmelder/)
Pressekontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin DUH
0170 7686923, mailto:metz@duh.de
Elena Schägg, Stellvertretende Leiterin Kreislaufwirtschaft DUH
0151 72626157, mailto:schaegg@duh.de
Kordula Rix, Öffentlichkeitskoordinatorin Greenpeace Köln
0178 1417470, mailto:presse@koeln.greenpeace.de
Jan Odenthal, Vorstand Zero Waste Köln
0157 75896539, mailto:jan@zerowastegermany.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
http://www.duh.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/6354625
OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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