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Frankfurt (ots) -
- Neue Produkte ab Januar 2027: Neue Kategorien bieten mehr Flexibilität.
- Neue Systematik: neue Regeln für staatliche Förderungen
- Bestehende Verträge: Riester-Verträge werden weiterhin gefördert.
Die staatlich geförderte private Altersvorsorge wird ab 1. Januar 2027
grundlegend reformiert. Neue Vorsorgeprodukte, erweiterte Fördermöglichkeiten
und mehr Flexibilität sollen die finanzielle Vorsorge für den Ruhestand
attraktiver machen. Gleichzeitig fällt es vielen Menschen schwer, sich im
Dickicht der Fördermöglichkeiten, Vorsorgeprodukte und gesetzlichen Regelungen
zurechtzufinden. Umso wichtiger ist es, die eigenen Möglichkeiten zu kennen und
eine passende Vorsorgestrategie zu entwickeln. Dabei unterstützen die
Vermögensberaterinnen und Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung
(DVAG) und helfen, individuelle Lösungen für die finanzielle Zukunft
einzuordnen.
Welche Vorsorgelösungen stehen künftig zur Verfügung?
Die Reform sieht künftig drei unterschiedliche Produktkategorien vor, die
unterschiedliche Bedürfnisse von Verbrauchern berücksichtigen und eine optimale
Ergänzung der privaten Vorsorge bieten. Das Altersvorsorgedepot ohne
Beitragsgarantie richtet sich an renditeorientierte Sparer, die an den
Entwicklungen des Kapitalmarkts partizipieren möchten. Produkte können unter
anderem Fonds und bestimmte Anleihen enthalten. Für sicherheitsorientierte
Sparer sind Garantieprodukte mit einer 80- oder 100-Prozent-Beitragsgarantie
vorgesehen. Ergänzend wird es ein sogenanntes Standardprodukt geben. Dieses darf
nach den aktuellen Vorgaben lediglich zwei Fonds enthalten und bietet ebenfalls
keine Beitragsgarantie.
Wer kann von der Förderung profitieren?
Eine der wichtigsten Neuerungen der Reform ist die Ausweitung der unmittelbaren
Förderberechtigung. Wie bisher zählen dazu unter anderem Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer, Auszubildende, Beamte, Soldaten, Landwirte, freiwillig
Wehrdienstleistende sowie Eltern während einer Kindererziehungszeit. Neu ab 2027
kommen Selbstständige, Freiberufler sowie Pflichtmitglieder berufsständischer
Versorgungswerke hinzu.
So sieht die Förderung konkret aus
Kernstück der Förderung bleibt die staatliche Zulage. Nach den aktuellen
Planungen gilt:
- Für Einzahlungen bis zu 360 Euro jährlich beträgt die Förderung 50 Cent pro
eingezahltem Euro.
- Weitere Einzahlungen bis zu 1.800 Euro jährlich werden mit 25 Cent pro Euro
gefördert.
- Die maximale Grundzulage soll damit auf 540 Euro pro Jahr steigen.
Eltern können zusätzlich von einer Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind und
Jahr profitieren. Wer vor seinem 25. Geburtstag einen förderfähigen
Altersvorsorgevertrag abschließt, soll außerdem einen einmaligen
Berufseinsteigerbonus von 200 Euro erhalten. Wichtig zu wissen: Um überhaupt
eine Zulage zu erhalten, ist ein jährlicher Mindesteigenbetrag von 120 Euro
erforderlich. Die Förderung wird zudem pro Person nur einmal gewährt: für einen
Eigenbetrag von max. 1.800 Euro. Wer mehrere Verträge abschließt, erhält dadurch
keine doppelte Förderung.
Auch die Auszahlungsphase soll flexibler werden. So können Sparer in der
Rentenphase zwischen verschiedenen Auszahlungsmodellen wählen. Des Weiteren
besteht weiterhin die Möglichkeit, zu Beginn der Auszahlungsphase 30 Prozent des
angesparten Vermögens auf einen Schlag zu entnehmen. Zusätzlich ist es weiterhin
möglich, Guthaben aus den Altersvorsorgeverträgen zur Finanzierung selbst
genutzter Immobilien zu verwenden.
Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?
Die Reform betrifft Neuabschlüsse ab Januar 2027. Wer bereits einen
Riester-Vertrag besitzt, muss nichts unternehmen. Bestehende Verträge können
unverändert weitergeführt werden, sie bleiben förderfähig und können bei Bedarf
auch auf die neue Förderlogik umgestellt werden. Es lohnt sich, gemeinsam mit
einem Finanzprofi genau hinzuschauen, welche der alten oder neuen Möglichkeiten
für die individuelle Vorsorge ideal sind. Sollte ein Wechsel sinnvoll sein, ist
dieser ab 1. Januar 2027 möglich.
Frühzeitig vorsorgen schafft Sicherheit
Die Altersvorsorgereform eröffnet neue Möglichkeiten und soll gleichzeitig den
Zugang zur privaten Vorsorge erleichtern. Ob Standardprodukt,
Altersvorsorgedepot oder Garantieprodukt: Welche Lösung die richtige ist, hängt
immer von den persönlichen Lebenszielen, der individuellen Situation und dem
eigenen Sicherheitsbedürfnis ab. Zudem werden Menschen bei der Altersvorsorge
auch künftig auf mehrere Bausteine angewiesen sein. Neue Produktkategorien
können dabei eine wichtige Rolle spielen. Daneben gehören die betriebliche
Altersversorgung, private Rentenversicherungen und weitere Formen des
langfristigen Vermögensaufbaus weiterhin zu einer umfassenden Vorsorgestrategie.
Mit der Umsetzung der Reform wird die Bedeutung der persönlichen Beratung somit
noch weiter zunehmen.
Über die Deutsche Vermögensberatung Gruppe
Rund 8 Millionen Kunden setzen bei den Themen Absicherung, Altersvorsorge und
Vermögensaufbau auf die Kompetenz und Erfahrung der Vermögensberaterinnen und
Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung Unternehmensgruppe. Die
Finanzcoaches helfen ihren Kunden, das Beste aus ihren Finanzen zu machen.
Getreu dem Leitsatz "Früher an Später denken" bieten sie in 5.200 Direktionen
und Geschäftsstellen seit 50 Jahren eine branchenübergreifende und individuelle
Beratung. Das Familienunternehmen ist Deutschlands größte eigenständige
Allfinanzberatung.
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