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Berlin (ots) - Die entscheidende Phase der kommunalen KI-Entwicklung beginnt
jetzt: Nach den ersten Pilotprojekten geht es darum, Künstliche Intelligenz in
den Verwaltungsalltag zu bringen - sicher, wirtschaftlich, rechtssicher und
möglichst schnell nachnutzbar. Das zeigte die VITAKO-Fachkonferenz "KI-Ökosystem
Kommune: Entwicklungen, Lösungen, Perspektiven" am 23. September in Hannover.
Dort diskutierten Vertreterinnen und Vertreter kommunaler IT-Dienstleister, aus
Verwaltung und Bundespolitik über konkrete KI-Anwendungen, gemeinsame
Plattformen und die Voraussetzungen für einen souveränen KI-Einsatz.
Für VITAKO steht dabei eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie wird aus einer
Vielzahl einzelner KI-Projekte ein leistungsfähiges kommunales Ökosystem, das
von vielen Verwaltungen genutzt und dauerhaft betrieben werden kann? Denn KI ist
in der kommunalen Verwaltung angekommen. Jetzt kommt es darauf an, nicht nur
über die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung zu sprechen, sondern KI
sicher, rechtssicher und praxistauglich in den Verwaltungsalltag zu integrieren
und Lösungen für Kommunen nachnutzbar zu machen.
"Aktuell erleben wir auf der ganz großen Bühne eine Debatte darüber, wie schnell
die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz voranschreiten sollte. Das ist
interessant, hat aber für die kommunale Ebene nur eine bedingte praktische
Relevanz. Denn hier geht es vor allem darum, den Einsatz von KI in die tägliche
Arbeit zu integrieren. Die einzuhaltenden Compliance-Anforderungen machen das
besonders anspruchsvoll, weshalb es für die Nutzer*innen rechtssichere und
einfachere Lösungen braucht. Mit der Initiative KommI, die wir in NRW gestartet
haben, fördern wir mit kommunalen Praktiker:innen die Entwicklung guter
Lösungen. Dabei steht eine einfache Nachnutzung genauso im Fokus wie die
Relevanz für das tägliche Tun in einer Kommunalverwaltung." Kerstin Pliquett,
VITAKO Vorständin und KDN-Geschäftsleiterin
Seit der letzten VITAKO-KI-Fachkonferenz 2024 hat sich die kommunale
KI-Landschaft deutlich weiterentwickelt. Neue Lösungen sind entstanden,
bestehende Angebote wurden ausgebaut und erste KI-Anwendungen haben dank
gemeinschaftlicher Entwicklungsprojekte den Weg in den produktiven Einsatz
gefunden. Die Fachkonferenz machte diese Entwicklung anhand konkreter
Praxisbeispiele sichtbar. Matthias Djurkovic von Dataport zeigte in seiner
Keynote "Vom Piloten zum Dauerbetrieb: Die Rolle öffentlicher IT-Dienstleister
als KI-Orchestrator" , welche Bedeutung öffentliche IT-Dienstleister beim Aufbau
belastbarer KI-Strukturen übernehmen können. Maximilian Brünn von govdigital gab
Einblicke in die GenAI-Plattform der govdigital und stellte Möglichkeiten für
einen gemeinsamen KI-Betrieb vor. Christian Davepon von der AKDB stellte den
KI-Antragsmanager beziehungsweise den intelligenten Verwaltungsassistenten vor.
Kerstin Pliquett vom KDN und Boris van Benthem von der Stadt Oberhausen zeigten
mit "KommI" Ansätze für kommunale Intelligenz und interkommunale Zusammenarbeit.
Christian Völz von der KDVZ präsentierte mit "KoKI" einen Open-Source-Ansatz für
generative KI in Kommunen.
Ein Praxisbeitrag von Michael Heinze, ekom21, widmete sich dem Einsatz von KI im
Bevölkerungsschutz. Markus Lemgo stellte die Nutzung von KI in der
Softwareentwicklung der nextgovIT vor; Yasmeen Barbar erläuterte den sicheren
und souveränen Einsatz generativer KI der regioIT im kommunalen Arbeitsalltag.
Karen Toppe, Projektleiterin BMDS, präsentierte den Marktplatz der
KI-Möglichkeiten ( MAKI ), welcher als KI-Transparenzregister und Matching
Plattform für KI-Systeme der deutschen Verwaltung dient. Gerade für den
kommunalen Sektor ergeben sich hier Kooperations- und Nachnutzungspotentiale.
MaKi schafft Transparenz darüber, welche KI-Lösungen in Bund, Ländern und
Kommunen bereits erfolgreich eingesetzt werden. Das Ziel des BMDS ist, dass
Verwaltungen voneinander lernen und bewährte Anwendungen schneller nachnutzen
können. Gemeinsam mit den kommunalen IT-Dienstleistern sollen bewährte
Anwendungen schneller ihren Weg in den Regelbetrieb finden.
Damit wird eine Entwicklung sichtbar: KI wird zunehmend zu einer Frage des
dauerhaften Betriebs. "Die innovativen und souveränen KI-Lösungen aus der
VITAKO-Mitgliedschaft zeigen, dass leistungsfähige, praxiserprobte Anwendungen
für die Verwaltung bereits heute verfügbar sind. Entscheidend ist jetzt ihre
breite Nachnutzung über souveräne Betriebsstrukturen, die Vertrauen schaffen und
langfristige Handlungsfähigkeit sichern." Lars Hoppmann, geschäftsführender
Vorstand VITAKO
VITAKO sieht die kommunalen IT-Dienstleister dabei in einer Schlüsselrolle. Sie
verfügen über etablierte Infrastrukturen, Fachverfahren, Schnittstellen und
Erfahrungen mit den Anforderungen kommunaler Verwaltungen. Dieses Know-how
schafft die Voraussetzung dafür, KI nicht neben der Verwaltung, sondern in der
Verwaltung einzusetzen - integriert in bestehende Prozesse und Fachverfahren und
mit Blick auf eine möglichst breite Nachnutzung.
Im abschließenden Panel der Fachkonferenz ging es um die Erfolgsfaktoren für den
Rollout von KI-Anwendungen auf kommunaler Ebene. Diskutiert wurden technische
Voraussetzungen, Datenschutz, Sicherheit und Souveränität, KI-Marktplätze sowie
die Frage, wie Zusammenarbeit beim Aufbau leistungsfähiger KI-Strukturen
gelingen kann.
Als Netzwerk bringt VITAKO dafür die Perspektiven und Kompetenzen ihrer
Mitgliedsunternehmen zusammen. Ziel ist es, Erfahrungen zu bündeln, erfolgreiche
Lösungen schneller verfügbar zu machen und gemeinsame Standards und Strukturen
weiterzuentwickeln. So kann aus vielen einzelnen KI-Anwendungen Schritt für
Schritt eine gemeinsame kommunale Infrastruktur entstehen - und aus
Pilotprojekten ein dauerhaft tragfähiger Bestandteil moderner Verwaltung. Die
Ergebnisse der Fachkonferenz fließen in die weitere Arbeit von VITAKO zu
kommunalen KI-Anwendungen, Plattformen und Standards ein.
Pressekontakt:
Aboli Lion
Senior Managerin
Kommunikation, Marketing und Public Affairs
VITAKO
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