|
Andernach (ots) - Deutschlands Industrie steckt weiter unter Druck: Im Juli sank
die Industrieproduktion um 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, in der
Autoindustrie sogar um 9,2 Prozent. Doch der Blick auf einzelne Berufe zeigt ein
anderes Bild: Gerade bei qualifizierten Fachkräften in Metall-, Elektro- und
technischen Berufen bestehen weiterhin Engpässe. In einigen Bereichen wie
Schweißtechnik, Metallbau oder Maschinenbau- und Betriebstechnik hat sich der
Mangel zuletzt sogar verschärft.
"Eine schwächelnde Industrie bedeutet nicht automatisch schlechte
Karrierechancen. Unternehmen sparen zwar an vielen Stellen, können aber auf
qualifizierte Mitarbeiter mit technischem Know-how kaum verzichten. Wer die
richtigen Fähigkeiten mitbringt und sich weiterqualifiziert, kann deshalb gerade
jetzt seine Position deutlich verbessern", sagt Stephan Rodig, Geschäftsführer
der Bildungsfabrik. Nachfolgend erfahren Sie, welche Qualifikationen trotz
Industrieflaute besonders gefragt sind, warum Weiterbildung jetzt zum
entscheidenden Karrierehebel werden kann und in welchen Bereichen sich für
Fachkräfte neue Chancen ergeben.
Warum Industrieflaute und Fachkräftemangel gleichzeitig auftreten
Wenn Unternehmen weniger produzieren, liegt die Vermutung nahe, dass auch
weniger Personal benötigt wird. Tatsächlich ist die Lage differenzierter. Laut
Fachkräftereport des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung waren im März 2026
bundesweit rund 357.000 offene Stellen rechnerisch nicht mit passend
qualifizierten Arbeitslosen zu besetzen. In mehreren Metall- und Elektroberufen
haben sich die Engpässe sogar verschärft. Dazu zählen Schweiß- und
Verbindungstechnik, spanende Metallbearbeitung, Metallbau sowie Maschinenbau-
und Betriebstechnik.
Für Beschäftigte ist deshalb nicht allein entscheidend, ob ihre Branche wächst
oder schrumpft. Ebenso wichtig ist, welche Fähigkeiten Unternehmen für konkrete
Aufgaben benötigen. Technisches Fachwissen bleibt gefragt, zugleich gewinnen
Kompetenzen an Bedeutung, die über die eigene Tätigkeit hinausgehen.
"Die Frage sollte nicht nur lauten: Wie sicher ist mein heutiger Arbeitsplatz?
Mindestens genauso wichtig ist: Für welche Aufgaben bin ich morgen qualifiziert?
Wer seinen beruflichen Handlungsspielraum vergrößert, schafft sich zusätzliche
Möglichkeiten", Stephan erklärt Rodig.
Wenn aus Fachwissen mehr Verantwortung wird
Gerade erfahrene Fachkräfte verfügen häufig über umfangreiches Praxiswissen. Für
den nächsten Karriereschritt werden jedoch oft zusätzliche Kenntnisse benötigt.
Ein möglicher Weg ist die Weiterbildung zum Industriemeister. Sie verbindet
technisches Know-how mit Planung, Kostenwesen, Arbeitsschutz,
Qualitätsmanagement und Personalführung.
Wie wichtig diese Kombination ist, zeigt sich im Produktionsalltag. Fällt eine
Anlage wiederholt aus, reicht es nicht, den einzelnen Fehler zu beheben.
Ursachen müssen untersucht, Wartungsmaßnahmen koordiniert und Auswirkungen auf
Kosten sowie Liefertermine berücksichtigt werden. Wer dabei Verantwortung
übernimmt, benötigt neben technischem Verständnis auch organisatorische
Fähigkeiten.
Rodig, selbst geprüfter Industriemeister Metall und Wirtschaftsingenieur,
beschreibt den Anspruch so: "Ein guter Industriemeister erkennt nicht nur, dass
ein Problem besteht. Er kann Maßnahmen organisieren, Mitarbeiter einbinden und
beurteilen, ob die Lösung technisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig ist."
Karrierechancen entstehen nicht nur im eigenen Unternehmen
Eine zusätzliche Qualifikation ist nicht nur dann relevant, wenn beim aktuellen
Arbeitgeber eine Führungsposition frei wird. Technische Fachkräfte aus der
Automobil-, Metall- oder Elektroindustrie können je nach Qualifikation auch für
andere Betriebe und angrenzende Branchen interessant sein.
Auch die Industriemeisterqualifikation ist nicht auf ein bestimmtes Unternehmen
zugeschnitten. Sie soll dazu befähigen, Sach-, Organisations- und
Führungsaufgaben in Betrieben unterschiedlicher Größe und Branchenzugehörigkeit
zu übernehmen. Dadurch kann sich der berufliche Handlungsspielraum erweitern.
Vor einer Weiterbildung sollte deshalb das Ziel feststehen. Geht es darum,
künftig ein Produktionsteam zu führen, Abläufe zu organisieren oder mehr
Verantwortung für Qualität und Wirtschaftlichkeit zu übernehmen? Davon hängt ab,
welche zusätzlichen Kompetenzen tatsächlich benötigt werden.
Weiterbildung muss in den Berufsalltag passen
Für Berufstätige besteht die Herausforderung häufig darin, eine Weiterbildung
mit Arbeit und privaten Verpflichtungen zu verbinden. Besonders Schichtarbeit
kann klassische Unterrichtszeiten erschweren. Die Bildungsfabrik setzt deshalb
unter anderem auf digitalen Live-Unterricht am Morgen oder Abend, Aufzeichnungen
und digitale Lernmaterialien.
Trotz flexibler Angebote bleibt Eigeninitiative notwendig. Feste Lernzeiten und
die frühzeitige Aufarbeitung von Wissenslücken helfen dabei, die zusätzliche
Belastung zu bewältigen. Wer sich rechtzeitig mit seiner beruflichen Entwicklung
beschäftigt, muss zudem nicht erst reagieren, wenn der eigene Arbeitsplatz
bereits unter Druck gerät.
Mehr Qualifikation schafft mehr Möglichkeiten
Eine Weiterbildung garantiert weder eine Beförderung noch einen sicheren
Arbeitsplatz. Wirtschaftliche Lage, regionale Nachfrage und persönliche Eignung
bleiben wichtige Faktoren. Zusätzliche Fach-, Organisations- und
Führungskompetenzen können jedoch dazu beitragen, für mehr Aufgaben und
Positionen infrage zu kommen.
Gerade während einer Industrieflaute kann das an Bedeutung gewinnen. Unternehmen
verändern Strukturen und achten stärker auf Kosten, benötigen aber weiterhin
Mitarbeiter, die technische Probleme lösen, Prozesse organisieren und
Verantwortung übernehmen können.
"Niemand kann allein beeinflussen, wie sich die gesamte Industrie entwickelt.
Die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, liegt dagegen sehr wohl im
persönlichen Handlungsspielraum", sagt Rodig. Wer seine Qualifikation frühzeitig
ausbaut, kann sich damit zusätzliche Perspektiven innerhalb und außerhalb des
bisherigen Unternehmens eröffnen.
Über die Bildungsfabrik
Die Bildungsfabrik ist eine digitale Meisterschule für angehende
Industriemeister. Sie bietet berufsbegleitende Weiterbildungen zum IHK-Abschluss
und setzt dabei auf Live-Online-Unterricht, flexible Lernmodelle sowie eine
persönliche Begleitung der Teilnehmer. Das Angebot richtet sich insbesondere an
Berufstätige, die ihre Weiterbildung mit Beruf und Privatleben vereinbaren
möchten. Weitere Informationen unter: https://bildungsfabrik-online.de/
Pressekontakt:
Bildungsfabrik Coaching GmbH
E-Mail: mailto:info@bildungsfabrik-online.de
Web: https://bildungsfabrik-online.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/171460/6361275
OTS: Bildungsfabrik Coaching GmbH
|