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Bad Berka (ots) - Zum alljährlichen Weltherztag am 29. September plädiert Dr.
Philipp Lauten, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische
Intensivmedizin am Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka, die acht Falktoren
für ein gesundes Herz zu beachten. Hinzu komme jedoch aus seiner Sicht auch eine
weitere Komponente: "Wir sind ständig unter Strom. Informationen und Ablenkung,
wann und wo immer man möchte. Digitale Disziplin fördert die Gesundheit. Eine
Stunde vor dem Schlafen sollte man keine digitalen Geräte nutzen. Die
Informationsflut führt bei vielen Menschen zu einem erhöhten Blutdruck. Die
Betroffenen finden keine Ruhe, weniger erholsamen Schlaf", so der Chefarzt.
Zu den acht Faktoren, die für die Herzgesundheit von großer Bedeutung sind,
gehören ein gesunder Blutdruck und entsprechende Cholesterinwerte,
Normlagewicht, Diabetesvermeidung, gesunde Ernährung, Bewegung und ausreichend
Schlaf. "Jeder sollte täglich sieben bis neun Stunden schlafen. Das gilt auch
für Jugendliche". Bei der Bewegung müssten es nicht die berühmten 10.000
Schritte täglich sein. "Das ist eine relativ fiktive Grenze. Es wurde
herausgefunden, dass es keine 10.000 sein müssen: Der größte Nutzen ist schon
bei rund 7.000 Schritten am Tag erreicht, bei Älteren teilweise bereits bei
6.000. Mehr schadet nicht, bringt aber immer weniger zusätzlich. Dazu gibt es
eine gute Studienlage.".
Die Zahl der Menschen mit Herzerkrankungen steigt. Gründe sind die gestiegene
Lebenserwartung, aber auch ein ungesunder Lebensstil. Neben Stress ist nach wie
vor Übergewicht immer noch ein großes Risiko bei Herzkrankheiten. "Natürlich
braucht nicht jeder die sogenannte Abnehmspritze, aber bei schwer adipösen
Patienten ist es mitunter nötig, wenn z. B. ein Patient mit hohem Übergewicht,
der seine Ernährung umgestellt hat, Sport treibt und es trotzdem nicht schafft.
Da gibt es mit der Spritze radikale Erfolge, natürlich unter ärztlicher
Kontrolle. Es gibt auch Nachteile, aber aus kardiologischer Sicht können wir
ganz deutlich sehen: plötzlich bessern sich die Blutfettwerte, die
Blutdruckwerte. Das bedeutet auch automatisch ein geringeres Risiko für
kardiovaskuläre Erkrankungen, Schlaganfall, koronare Klappenfehler,
Herzschwäche, Schlaganfall, koronare Herzkrankheit und Herzschwäche", erklärt
Dr. Lauten.
Die zum Verbund der RHÖN-KLINIKUM AG gehörende Zentralklinik Bad Berka zählt mit
ihren 21 Fachkliniken und Fachabteilungen sowie ihrer über 120-jährigen
Geschichte zu den großen Thüringer Kliniken. Jährlich werden hier rund 40.000
Patienten behandelt, 1.800 Mitarbeitende sind an der Klinik beschäftigt.
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