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München (ots) - Die deutsche Gen Z wünscht sich mehr Funktionalität in der
Ernährung, ohne sich dabei auf strikte Diäten festzulegen. 75 Prozent geben an,
Lebensmittel zu kaufen, die mit Proteinversprechen beworben werden. Schweden
verfolgt mit dem "Tellermodell" (tallriksmodellen) seit über 30 Jahren ein
etabliertes, pädagogisches Balance-Konzept und das deutsche Konsumverhalten
folgt in Teilen der schwedischen Entwicklung.
Der Trend in Deutschland zeichnet sich deutlich ab: Verbraucherinnen und
Verbraucher suchen nach Lebensmitteln und Getränken, die Geschmack, Gesundheit
und Funktion vereinen. Auf sozialen Medien wächst der Wunsch nach einem
differenzierteren Blick auf Ernährung, und viele Deutsche verabschieden sich
zunehmend von starren Diätregeln wie Low-Carb oder zeitlich begrenztem Essen..
Das eröffnet Chancen für schwedische Lebensmittelunternehmen, die in der
nachhaltigen und innovativen Lebensmittelproduktion Vorreiter sind.
Eine Studie von YouGov (https://yougov.com/de-de/artikel/54884-deutschland-isst-
vielfaltig-yougov-studie-zeigt-flexible-ernahrungstrends-statt-starrer-diaten)
zeigt: Deutsche Verbraucher beschäftigen sich heute intensiver mit ihrer
Ernährung als je zuvor. 47 Prozent interessieren sich für Ernährungsfragen und
suchen aktiv nach Informationen. Zuckerfreie und zuckerreduzierte Produkte,
proteinangereicherte Lebensmittel und alkoholfreie Alternativen liegen klar im
Trend. ieser Wandel zeigt sich auch daran, wie junge Menschen Informationen
suchen und konsumieren.- vor allem über soziale Medien. Eine deutsche
SINUS-Studie (https://www.bzfe.de/presse/pressemeldungen-archiv/wo-und-wie-infor
mieren-sich-junge-menschen-ueber-ernaehrung) belegt, dass acht von zehn Personen
im Alter von 14 bis 28 Jahren eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig
finden. Drei von vier interessieren sich für entsprechende Informationen und
fühlen sich vergleichsweise gut informiert. Soziale Medien sind eine zentrale
Informationsquelle, auch rundum das Thema Ernährung. DieStudie empfiehlt vor
allem kurze Videos auf TikTok, Instagram und YouTube, um die Zielgruppe zu
erreichen. 75 Prozent der Gen Z geben zudem an, Lebensmittel mit zusätzlichem
Protein zu kaufen (https://doaj.org/article/217396f4e31e4dc0b692996093012ed1) -
bei den Babyboomern liegt dieser Anteil bei 28 Prozent.
In der Praxis zeigt sich ein pragmatisches Bild: Junge Menschen in Deutschland
kombinieren Selbstgekochtes mit Convenience-Produkten und die Mehrheit isst
zumindest teilweise Fleisch. Gleichzeitig ist Protein zu einem klaren
Auswahlkriterium beim Lebensmittelkauf geworden. Diesen Ernährungsstil kennt der
schwedische Markt schon lange: In Schweden gehören Kvarg (Frischkäse-Quark),
Aufschnitt und Knäckebrot seit jeher selbstverständlich zum Frühstücks- und
Snacktisch - als naheliegende Kombination aus Protein, Sättigung und
Einfachheit, lange bevor der "ausgewogene Teller" in der deutschen
Ernährungsdebatte zum Begriff wurde Diese Parallele, gepaart mit der Tendenz
deutscher Verbraucher, sich am schwedischen Konsumverhalten zu orientieren,
verschafft schwedischen Lebensmittelunternehmen einen deutlichen Vorsprung,
während sich der deutsche Markt in diese Richtung bewegt.- ein Grund für die
deutsche Lebensmittelbranche, einen Blick nach Schweden zu werfen.
Die Zahl der Vegetarier unter jungen Menschen in Schweden sinkt - die deutsche
Gen Z folgt
Dass in Deutschland immer mehr junge Menschen vegetarisch oder vegan leben,
könnte den Eindruck erwecken, Fleisch sei ein Auslaufmodell. Das trifft so nicht
zu: Die Ernährungsgewohnheiten junger Deutscher entwickeln sich gleichzeitig in
zwei Richtungen. 2025 gaben 20 Prozent der 14- bis 29-Jährigen an, sich
vegetarisch oder vegan zu ernähren, während 27 Prozent täglich oder mehrmals
täglich Fleisch oder Wurstwaren aßen (https://ernaehrungs-umschau.de/download/so
ziale-unterschiede-in-der-nachhaltigen-ernaehrung-junger-menschen-in-deutschland
-2/) - der höchste Anteil aller Altersgruppen. Das deutet eher auf einen
flexibleren, weniger dogmatischen Markt hin, in dem die Lebensmittelbranche
sowohl pflanzliche als auch tierische Produkte anbieten sollte, um der Nachfrage
nach Geschmack, Funktion, Gesundheit und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Für
Scan, das führende Fleisch- und Wurstwarenunternehmen Schwedens, bedeutet diese
neue Haltung, Fleisch durch klare Herkunftskennzeichnung, Nährwertinformationen
und fortlaufende Nachhaltigkeitsinnovation in einen ausgewogenen Alltag
einzubinden.
"In den vergangenen Jahren haben wir einen deutlichen Wandel in der Wahrnehmung
von Fleisch bei jungen Menschen beobachtet: Immer mehr sehen darin eine wichtige
Proteinquelle und verbinden es mit Gesundheit und Wohlbefinden. Gleichzeitig ist
die etwas polarisierte Debatte von vor einigen Jahren einem differenzierteren
Ansatz gewichen, bei dem Balance und das große Ganze im Mittelpunkt stehen",
sagt Maria Dundeberg, VP Commercial bei Scan.
Die Statistik untermauert diese Einschätzung: 54 Prozent der jungen Schweden
geben an, dass sich Fleisch positiv auf die Gesundheit auswirkt, 9 Prozent sehen
eine negative Wirkung. Der Anteil derjenigen, die mehrmals wöchentlich oder
täglich Rindfleisch essen, ist von 57 Prozent (2018) auf 78 Prozent (2026)
gestiegen, während der Anteil rein vegetarisch lebender junger Menschen seit
2019 von 9 auf 3 Prozent gesunken ist (https://svensktkott.se/pressrum/en-majori
tet-av-unga-ser-kott-som-halsosamt-och-allt-fler-valjer-att-ata-det/) . Die
heutige junge Generation ist in einer Zeit von Finanzkrisen, Pandemie und
geopolitischer Unsicherheit aufgewachsen. Das hat beeinflusst, wie sie sich zur
Welt verhält und auch, wie sie Ernährung betrachtet. Statt ideologischer
Ernährungsidentitäten wird zunehmend Wert auf Lebensmittel gelegt, die im Alltag
funktionieren: ernährungsphysiologisch, wirtschaftlich und praktisch. Das zeigt
ein Bericht der schwedischen Branchenorganisation Svenskt Kött (https://svensktk
ott.se/pressrum/en-majoritet-av-unga-ser-kott-som-halsosamt-och-allt-fler-valjer
-att-ata-det/) .
Brot und Fleisch sind nicht länger der Feind
Was sich abzeichnet, ist keine neue Diät, sondern ein entspannteres
"Tellermodell". Laut dem Magazin Men's Health Deutschland (https://www.menshealt
h.de/trends/protein-fruehling-diese-3-neuen-lebensmittel-liegen-2026-im-trend/)
dreht sich der große Proteintrend 2026 nicht mehr darum, "möglichst viel
Protein" zu essen, sondern darum, es gleichmäßiger über die Mahlzeiten des Tages
zu verteilen. Klassische Grundnahrungsmittel wie Brot, Wraps und Müsli werden
eher proteinangereichert als gestrichen und Protein wird zunehmend über normale
Lebensmittel statt über Shakes und Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen. Ein
ähnliches Bild zeichnet die Ernährungsberatungs-Website Fitnessfloor (https://ww
w.fitnessfloor.de/gesunde-ernaehrung-2026-protein-und-ballaststoffe-im-alltag/)
, die empfiehlt, jede Hauptmahlzeit mit einer Proteinquelle wie Joghurt oder
Kvarg zu beginnen, ergänzt durch Brot, Kartoffeln oder Vollkorn,. Mit dem klaren
Hinweis, dass stark verarbeitete Produkte die Ausnahme bleiben sollten. Als eine
der größten und bekanntesten familiengeführten Bäckereien Schwedens beobachtet
Polarbröd , wie sich die Brot-Nachfrage in Schweden verändert.
"Auf dem schwedischen Lebensmittelmarkt gibt es seit Langem eine Nachfrage nach
Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit. Jetzt bemerken wir eine wachsende
Nachfrage nach gesunden und ausgewogenen Grab-and-go-Produkten wie unserer
klassischen Polarklämma, wenn es darum geht, unterwegs Energie zu tanken. Beim
Export sehen wir, dass der Markt für schnelle Mahlzeiten wächst und unsere Brote
bei europäischen Sandwich-Herstellern gefragt sind", sagt Rikard Höög, Brand
Manager Export bei Polarbröd.
Schweden ist als möglicher Vormarkt für deutsche Akteure relevant. Der YouGov
Nordic Food & Health Report 2026 (https://yougov.com/articles/54624-price-health
-and-values-how-nordic-consumers-are-redefining-food-choices) zeigt, dass der
Konsum von High-Protein-Produkten in Schweden seit 2022 um 177 Prozent gestiegen
ist. Gleichzeitig beschreibt McKinseys deutsche Future-of-Food-Untersuchung (htt
ps://www.mckinsey.de/branchen/konsumguter-handel/akzente/akzente-1-2026/261-food
-trends-2026) Proteinprodukte als einen Bereich, in dem der deutsche Markt noch
ein begrenzteres Angebot aufweist. Das deutet darauf hin, dass ähnliche
Verbraucherbedürfnisse Märkte in unterschiedlichen Reifephasen erreichen können
und dass es für die deutsche Lebensmittelbranche naheliegend ist, bei der
Einschätzung eigener Markttrends auch nach Schweden zu blicken.
Der Trend ist eindeutig: Jüngere Generationen in Deutschland wünschen sich eine
ausgewogene Ernährung mit Fokus auf Balance statt auf Extremdiäten und Verbote.
Die deutsche Lebensmittelbranche kann kommenden Konsumtrends einen Schritt
voraus sein, indem sie beobachtet, wie die schwedische Lebensmittelbranche die
Herausforderungen der neuen Sicht auf ausgewogene Ernährung angegangen ist.
Bildmaterial zum Download (https://quicksend.interpublic.com/fl/jXT9kbm3Pkk6)
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