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Hamburg (ots) - KI spart Fachkräften im Gesundheitswesen Zeit, schafft
zusätzliche Behandlungskapazitäten und verbessert klinische Abläufe. Damit aus
ersten Erfolgen ein nachhaltiger Nutzen wird, sollten Gesundheitseinrichtungen
jetzt in Schulungen, Governance und Integration investieren. Das sind die
zentralen Ergebnisse der deutschen Ausgabe des Future Health Index, den Philips
jährlich und in diesem Jahr zum elften Mal veröffentlicht. Befragt wurden
Gesundheitsfachkräfte sowie Patientinnen und Patienten dazu, wie KI die
Versorgung bereits heute verändert und was notwendig ist, um ihre Vorteile in
der Breite zu realisieren.
KI verbessert die Versorgung
Die Ergebnisse zeigen: Dort, wo KI eingesetzt wird, entsteht eine
"KI-Dividende": KI spart Zeit, erweitert Kapazitäten und unterstützt die
klinische Entscheidungsfindung. Mehr als drei Viertel der Gesundheitsfachkräfte
in Deutschland (77 Prozent) glauben, dass KI die Behandlungsergebnisse
verbessern kann. 63 Prozent sind der Ansicht, dass die Vorteile inzwischen die
Risiken überwiegen.
Besonders deutlich wird der Effekt beim Faktor Zeit: Vier von zehn Fachkräften
geben an, dass KI ihnen mindestens 132 Stunden pro Jahr spare. Das entspricht
mehr als drei vollen Arbeitswochen. Diese Zeit fließt vor allem in höherwertige
klinische Tätigkeiten: 66 Prozent können dadurch sorgfältiger arbeiten, 52
Prozent mehr Patientinnen und Patienten behandeln.
"Der Diskurs über KI im Gesundheitswesen verändert sich. Wir sprechen nicht
länger nur darüber, was die Technologie einmal leisten könnte. Wir sehen
vielmehr bereits, dass sie konkrete Mehrwerte schafft", betont Mikko Vasama,
Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH. "Die eigentliche
KI-Dividende entsteht aber erst, wenn aus einzelnen Anwendungen ein integrierter
Bestandteil der Versorgung wird und die gewonnene Zeit dort ankommt, wo sie am
wertvollsten ist - bei den Fachkräften und ihren Patientinnen und Patienten."
Mehr Kapazität und bessere Entscheidungen
Der Nutzen zeigt sich auch unmittelbar in den Versorgungskapazitäten. 41 Prozent
der befragten Gesundheitsfachkräfte geben an, mithilfe von KI mehr Patientinnen
und Patienten behandeln zu können. Unter ihnen liegt der Median bei zehn
zusätzlichen Patientinnen und Patienten pro Woche. Zugleich sehen 75 Prozent in
KI die Chance, Qualitätsunterschiede zwischen Einrichtungen zu verringern und 71
Prozent erwarten eine bessere Versorgung in ländlichen und unterversorgten
Regionen.
KI unterstützt zudem die klinische Entscheidungsfindung: 64 Prozent berichten
von effizienteren Arbeitsabläufen, 59 Prozent von einer schnelleren
diagnostischen Entscheidungsfindung und 57 Prozent von kürzeren Zeiten bis zum
Vorliegen diagnostischer Ergebnisse. Ein Drittel der Fachkräfte (34 Prozent)
gibt sogar an, dass KI ihnen in den vergangenen drei Monaten mindestens dreimal
geholfen habe, einen möglichen medizinischen Fehler zu erkennen oder zu
verhindern.
Führungskräfte sehen finanziellen Nutzen
Auch auf wirtschaftlicher Ebene wird die KI-Dividende sichtbar. 31 Prozent der
Führungskräfte in deutschen Gesundheitseinrichtungen berichten bereits von
Budgeteinsparungen durch KI. 62 Prozent sagen, dass der erzielte Nutzen die
Investitionskosten decke oder übersteige. Entsprechend ist die
Investitionsbereitschaft hoch: 73 Prozent der Führungskräfte planen, in den
kommenden zwölf bis 24 Monaten weiter in KI-gestützte Anwendungen zu
investieren.
Doch zwischen der wachsenden Nutzung und den Voraussetzungen für einen
flächendeckenden Einsatz besteht weiterhin eine Lücke. Nur 40 Prozent der
Gesundheitsfachkräfte sind der Meinung, dass ihre Geschäftsleitung die richtigen
Schritte zur Einführung KI-gestützter Tools unternimmt. Gleichzeitig nutzen 50
Prozent eigene KI-Anwendungen, wenn die von ihrer Organisation bereitgestellten
Lösungen ihren Anforderungen nicht genügen.
Skalierung braucht Schulung und Governance
Trotz dieser positiven Signale steht das deutsche Gesundheitswesen erst am
Anfang, das volle Potenzial von KI auszuschöpfen. Eine große Bremse ist fehlende
Qualifizierung: Drei Viertel der Fachkräfte (76 Prozent) sagen, dass Schulungen
für KI-gestützte Tools in ihrer Einrichtung nicht, nur eingeschränkt oder
uneinheitlich verfügbar sind. Auch bei der Governance besteht Handlungsbedarf:
62 Prozent berichten beispielsweise, dass es in ihrer Organisation noch keine
eindeutigen Prozesse zur Überwachung KI-gestützter Tools gibt.
"Die Nutzerzahlen zeigen: Technologie allein erwirtschaftet aber noch keine
KI-Dividende", sagt Vasama. "Dafür braucht es vertrauenswürdige Lösungen, die
sich nahtlos in klinische Prozesse integrieren, Beschäftigte, die sicher damit
umgehen können, und klare Verantwortlichkeiten. KI und menschliche Expertise
müssen sich ergänzen. Genau dann kann aus technologischem Fortschritt ein
messbarer Fortschritt für die Versorgung werden."
Fünf Hebel, um die KI-Dividende zu heben
Aus den Ergebnissen des Future Health Index 2026 lassen sich fünf
Handlungsfelder ableiten, mit denen Gesundheitseinrichtungen den Nutzen von KI
in der Breite realisieren können:
- KI-Tools in bestehende Arbeitsabläufe integrieren, statt isolierte
Einzellösungen nebeneinander zu betreiben,
- rollenspezifische Schulungen ausbauen, damit Fachkräfte KI-Empfehlungen sicher
einordnen, hinterfragen und nutzen können,
- klare Governance und Verantwortlichkeiten etablieren, um Vertrauen, Sicherheit
und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten,
- Human-in-the-Loop als festes Prinzip verankern, damit das Fachpersonal die
Verantwortung für Entscheidungen behält und
- Daten, Systeme und Behandlungsteams vernetzen, um fragmentierte Arbeitsabläufe
aufzulösen.
Der vollständige Report für Deutschland steht unter folgendem Link zum Download
bereit: http://www.philips.de/futurehealthindex-2026 .
Die globale Auswertung und weitere Länderreports können Sie unter folgendem Link
herunterladen: https://www.philips.com/futurehealthindex-2026 .
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Über Royal Philips
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Bereich Gesundheitstechnologie. Ziel des Unternehmens ist es, die Gesundheit und
das Wohlbefinden von Menschen durch sinnvolle Innovationen zu verbessern.
Grundlage hierfür ist ein konsequent menschenzentrierter Innovationsansatz, der
fortschrittliche Technologien mit klinischen Erkenntnissen und einem tiefen
Verständnis von Konsumentenbedürfnissen verbindet. Philips entwickelt sowohl
Lösungen für die persönliche Gesundheit von Konsumentinnen und Konsumenten als
auch professionelle Gesundheitslösungen für medizinisches Fachpersonal und seine
Patientinnen und Patienten - im Krankenhaus ebenso wie im häuslichen Umfeld.
Mit Hauptsitz in den Niederlanden zählt das Unternehmen zu den führenden
Anbietern in den Bereichen diagnostische Bildgebung, Ultraschall, bildgeführte
Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie im Bereich Personal
Health. Im Jahr 2025 erzielte Philips einen Umsatz von 18 Milliarden Euro und
beschäftigt weltweit 63.700 Mitarbeitende. Mit seinen Vertriebs- und
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