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Leipzig (ots) - Gewalt durch psychisch erkrankte Menschen sorgt nach schweren
Straftaten immer wieder für Diskussionen. Doch wie groß ist die Gefahr
tatsächlich? Und erkennt das Hilfesystem rechtzeitig, wenn aus einer schweren
Erkrankung ein Risiko für andere werden könnte? Diesen und mehr Fragen geht die
neue "exactly"-Reportage vom MDR nach. Zu sehen ist diese ab sofort in der ARD
Mediathek (https://www.ardmediathek.de/video/exactly/psychisch-krank-und-polizei
bekannt-warum-greift-niemand-ein/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy8yYjQ0ZTk
3YS1iMDk2LTQ3NTEtYWExOC1jMjFmZmQzZGVhNjA) , bei MDR Investigativ
(https://www.youtube.com/channel/UCZOM0CqaJ5njZB_O-RyQSsw) (ab 17.00 Uhr) sowie
am Mittwoch, 14. Oktober 2026, um 20.15 Uhr im MDR-Fernsehen.
Die Amokfahrt in Leipzig Anfang Mai, bei der zwei Menschen starben, hat erneut
eine Frage aufgeworfen: Wie gefährlich sind psychisch kranke Menschen, und wie
lässt sich frühzeitig erkennen, ob von jemandem eine Gefahr für solche Taten
ausgeht? Der Täter von Leipzig soll an einer Psychose gelitten haben. Kurz vor
der Tat war er in einer psychiatrischen Klinik behandelt worden.
"exactly" beschäftigt sich mit einem Fall abseits der Schlagzeilen: Vor dem
Landgericht Leipzig musste sich im Sommer eine 39-jährige Frau verantworten. Ihr
wurden mindestens zehn teils schwere Körperverletzungen vorgeworfen. Immer
wieder soll sie ahnungslose Menschen unvermittelt angegriffen haben. Die Frau
leidet an paranoider Schizophrenie. Das Gericht ordnete schließlich ihre
Unterbringung in einem psychiatrischen Fachkrankenhaus an.
Eine Debatte zwischen Freiheit und Sicherheit
Seit rund zweieinhalb Jahren wird die Frage nach Gewalt durch psychisch
erkrankte Menschen verstärkt in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen
diskutiert.
Ausgangspunkt sei der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt gewesen,
erklärt Thomas Pollmächer, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) sowie
Vorsitzender der Kommission "Ethik und Recht". Die Debatte bewege sich im
Spannungsfeld zwischen den Grundrechten des Einzelnen und möglichen
Zwangsmaßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit. Der Film von Knud Vetten fragt:
Wie gut sind psychisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen versorgt? Wo
liegen mögliche Lücken im System? Und wie kann verhindert werden, dass Menschen
mit schweren psychischen Erkrankungen und erhöhtem Risiko durchs Raster fallen?
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OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk
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